7.06.2014

Ideologie setzt die Adjektive

"Ideologie setzt die Adjektive" ist ein Zitat aus dem Roman "Am Ufer" von Rafael Chirbes, der kein Muslim ist übrigens . . . 

"Die schlimmsten Befürchtungen haben sich bestätigt: Die drei jungen Israelis. die vor mehr als zwei Wochen spurlos verschwunden sind, wurden Opfer eines barbarischen Verbrechens." 

(Verbrechen sind immer barbarisch, so wie ein runder Kreis immer rund ist)

"Es spricht manches dafür, dass die Täter bei der radikalislamischen Hamas zu suchen sind. Es gibt Indizien; letzte Gewissheit aber nicht."

(Dafür wurden bislang über 500 Palästinenser festgenommen, rund 70 Palästinenser bei Drohnen- und Bombengriffen getötet und ein 12-jähriger Palästinenser in Israel ermordet.

"Dennoch weiß jeder, der den Nahost-Konflikt seit Jahren beobachtet, was jetzt kommt. Der Ruf nach Vergeltung übertönt die Trauer um die Toten." 

Wer den Nahost-Konflikt "seit Jahren beobachtet", der müsste eigentlich auch die rund 40 UN-Resolutionen gegen Israel seit 1947 kennen. Die meisten dieser Resolutionen verurteilen vor allem das militärische Machtgehabe, die Eroberungspolitik der Isrealis gegenüber den Palästinensern und die Morde an ihnen! Insofern ist der Rest dieses Kommentars aus meiner "L-u-M-Zeitung"  nix anders als Gelurkse.

"Angesichts des verständlichen Zorns in der Bevölkerung und den harten Forderungen seiner Koalitionspartner kann es sich Ministerpräsident Netanjahu nicht leisten, gegenüber radikalen Palästinensern auch nur ein Anzeichen von Schwäche zu zeigen. Seine Regierung wird versuchen, die Hamas ein für allemal auszuschalten. Ob das mit militärischen Mitteln gelingt, ist allerdings fraglich, Bombenangriffe zerstören zwar Schaltzentralen und Logistik der Organisation, entziehen ihr aber nicht die soziale Basis geschweige denn den ideologischen Boden. Der lässt sich nicht wegbomben.
Gut beraten ware die israelische Regierung, wenn sie alles vermeidet, was nach einer kollektiven Bestrafung der Palästinenser aussieht. Denn das würde unweigerlich dazu führen, den radikalen Gruppen noch mehr Anhänger in die Arme zu treiben - wie es durch den anhaltenden Siedlungsbau auf besetztem Gebiet ohnehin langst geschieht. Statt die Hamas zu isolieren und zu schwächen, wird sie so gestärkt.
Es ist das gute Recht Israels. sich gegen Attacken radikaler Islamisten zu verteidigen. Gleichzeitig verständigungsbereiten Palästinensern Friedensangebote zu machen, wäre die richtige Strategie."

Tags: mordende Israelis, Zeitungsnachricht, Hamas, Palästina, UNO, UN-Resolutionen 

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