Ich sitz uffm Klo, meine Leib- und Magenzeitung vor mich haltend. Was sehe ich? Angela Merkel war in Heidenau, dort wo einige Abweichler vom Neoliberalismus gegen die zuwandernden Ausländer richtig Krach und Wirbel gemacht haben.
Die Überschrift über dem Beitrag lautet: "Merkel rechnet mit Heidenauer Pöblern ab". Und die Unterzeile stammt wahrscheinlich aus ihrer originalen Klappe: "Es gibt keine Toleranz gegenüber denen, die die Würde anderer Menschen infrage stellen".
Oha Angela! Ist das Selbstkritik? Schließlich hat deine Regierung gegen Südosteuropäer eine Aktion in die Wege geleitet, die sie abhalten sollen, nach Deutschland zu kommen, wegen der unglaublichen Armut, die sich vor allem in Albanien ausgebreitet hat.
Rund zwei Drittel der Arbeitsmigranten in Griechenland waren beispielsweise Albaner. Die haben ihre Jobs verloren, als Deutschland Hellas in den Untergang trieb. Und deshalb wollen die jetzt nach Deutschland und Geld verdienen für ihre Familien.
Und was macht Deutschland. Es finanziert bei den größten acht albanischen Zeitungen eine Anzeigenkampagne mit Sätzen wie diesem: "Ruinieren Sie nicht durch Aufgabe ihrer Lebensgrundlage an ihrem Wohnort Ihre Zukunft und die Zukunft ihrer Kinder." Die Bewohner Albaniens sollten "skrupellosen Geschäftemachern keinen Glauben "schenken, die aus Profitgier Märchen über Asylgewährung, Arbeitsstellen und Wohnungen in Deutschland" verbreiten,
Also, anders ist das bei den Syreren, Afghanen usw., Deren Würde wird nicht infrage gestellt. Also muss es auch gegen Angela im Falle der Albaner keine Toleranz geben.
Medien, Zeitgeschichte, Aktuelles, Nachrichten, Journalismus, News, Satire, Literatur, Politik, Soziales
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8.27.2015
8.22.2015
Menschen in Not oder einer von vielen Notfällen? (1)
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag kam es in einer Asylbewerber-Erstaufnahmeeinrichtung im thüringischen Suhl zu Ausschreitungen. Dabei wurden 17 Personen durch die Randalierer verletzt - 11 Asylbewerber und sechs Polizisten. Eine Polizistin, der ein Asylbewerber mit einer Eisenstange gegen das Bein schlug, befindet sich noch immer im Krankenhaus. Der thüringische Integrationsminister Dieter Lauinger (Grüne) hatte gestern nicht von Landfriedensbruch, sondern von "versuchter Lynchjustiz" gesprochen. Für diese Einschätzung sprechen Tatschilderungen, nach denen eine etwa zwanzigköpfige Tätergruppe versuchte, die Wachstube des privaten Sicherheitsdienstes zu stürmen, in die sich ihr erstes Opfer geflüchtet hatte. Inzwischen ist bekannt, dass es sich bei dem Opfer um einen 25jährigen Afghanen handelt, dem seine Verfolger vorwarfen, er habe Seiten aus einem Koran gerissen und in eine Toilette geworfen. Während seiner polizeilichen Vernehmung gab der Mann gestern Nachmittag an, das tatsächlich gemacht zu haben. Bei den etwa 20 Verfolgern soll es sich um Syrer gehandelt haben. Über die Nationalität der nach Angaben der Polizei mehr als 100 Personen, die sich in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag unter "Allahu-Akbar"-Gebrüll an Steinwürfen auf Polizisten, Zerstörungen, Brandstiftungen und Attacken auf andere Asylbewerber beteiligten, ist noch nichts näheres bekannt. Als Rädelsführer der Ausschreitungen, die vor knapp drei Wochen in der Unterkunft stattfanden, hat die Polizei dagegen 20 Albaner ermittelt.
(Ein von einem Mitarbeiter des Mitteldeutschen Rundfunk hergestelltes Video der Vorgänge in der Nacht auf den 20. August, in dem unter anderem zu sehen ist, wie ein Asylbewerber den Kameramann mit einer Metallstange attackiert, wurde mittlerweile von der Website des gebührenfinanzierten Senders entfernt. Eine Begründung dafür blieb der MDR bislang schuldig. Kopien des Beitrags auf youtube lässt er mit Verweis auf sein Monopolrecht sperren).
Quelle (leicht gekürzt): http://www.heise.de/tp/artikel/45/45761/1.html
(Ein von einem Mitarbeiter des Mitteldeutschen Rundfunk hergestelltes Video der Vorgänge in der Nacht auf den 20. August, in dem unter anderem zu sehen ist, wie ein Asylbewerber den Kameramann mit einer Metallstange attackiert, wurde mittlerweile von der Website des gebührenfinanzierten Senders entfernt. Eine Begründung dafür blieb der MDR bislang schuldig. Kopien des Beitrags auf youtube lässt er mit Verweis auf sein Monopolrecht sperren).
Quelle (leicht gekürzt): http://www.heise.de/tp/artikel/45/45761/1.html
7.06.2015
Ostrakismos sagt “Oxi” !
Die Meinungen sind immer unterschiedlich. Matthias Broeckers schreibt auf seinem Blog dies hier:
Bürger, die zu reich und zu mächtig geworden waren und dem demos, dem Volk, “Unrecht tun”, konnten im Athen des 5. Jahrhunderts v.Chr. dem “Ostrakismos” unterzogen und mit zehnjähriger Verbannung aus der Stadt bestraft werden. Weil bei dieser Volksabstimmung der Name des zu Verbannenden auf Tontäfelchen geritzt wurde – teilnehemen durfte jeder, der schreiben konnte – heißt das Verfahren bis heute Scherbengericht. Anders als bei Gerichtsverfahren behielt der Verurteilte seine Rechte und sein Eigentum, jegliche Einmischung in öffentliche Angelegenheiten und ein Wohnsitz in der Stadt aber waren verboten. Es scheint, als hätte sich die junge Demokratie mit dieser besonderen Methode eine Art Immunsystem verschafft, mit dem sie zu starke Einmischungen der Reichen in das politische System ebenso abwehrte wie lähmende Flügelkämpfe zwischen verschiedenen Parteien durch die Verbannung eines Streithahns. Auch grundlegende Richtungsentscheidungen – wie etwa die Aufrüstung der Flotte – wurden per Scherbengericht getroffen. Soeben (19:24) meldet dpa, dass bei dem aktuellen Referendum zum Troika-Angebot 59,6 % mit “Nein” gestimmt haben. Selbst mit dem Unsicherheitsfaktor einer ersten Hochrechnung scheint das ein glasklares Votum – nicht gegen die EU und den Euro, aber gegen die katastrophale Politik die in Griechenland durchexerziert werden sollte. Nicht Europa und die Demokratie haben heute abend die rote Karte bekommen, sondern die Finanz-Oligarchie und ihre politischen Handlanger. Jetzt wird neu gemischt und neu verhandelt – und die Botschaft aus Berlin kann nur lauten: Griechenland hat mindestens denselben Schuldenschnitt verdient wie ihn die Griechen Deutschland vor 50 Jahren gewährten. Wird Zeit, das Mutti Merkel zur Urenkelin Adenauers mutiert . . . .
Es ist sehr gut geeignet für Nachdenklichkeit
Quelle: http://www.broeckers.com/2015/07/05/ostrakismos-sagt-oxi/
Bürger, die zu reich und zu mächtig geworden waren und dem demos, dem Volk, “Unrecht tun”, konnten im Athen des 5. Jahrhunderts v.Chr. dem “Ostrakismos” unterzogen und mit zehnjähriger Verbannung aus der Stadt bestraft werden. Weil bei dieser Volksabstimmung der Name des zu Verbannenden auf Tontäfelchen geritzt wurde – teilnehemen durfte jeder, der schreiben konnte – heißt das Verfahren bis heute Scherbengericht. Anders als bei Gerichtsverfahren behielt der Verurteilte seine Rechte und sein Eigentum, jegliche Einmischung in öffentliche Angelegenheiten und ein Wohnsitz in der Stadt aber waren verboten. Es scheint, als hätte sich die junge Demokratie mit dieser besonderen Methode eine Art Immunsystem verschafft, mit dem sie zu starke Einmischungen der Reichen in das politische System ebenso abwehrte wie lähmende Flügelkämpfe zwischen verschiedenen Parteien durch die Verbannung eines Streithahns. Auch grundlegende Richtungsentscheidungen – wie etwa die Aufrüstung der Flotte – wurden per Scherbengericht getroffen. Soeben (19:24) meldet dpa, dass bei dem aktuellen Referendum zum Troika-Angebot 59,6 % mit “Nein” gestimmt haben. Selbst mit dem Unsicherheitsfaktor einer ersten Hochrechnung scheint das ein glasklares Votum – nicht gegen die EU und den Euro, aber gegen die katastrophale Politik die in Griechenland durchexerziert werden sollte. Nicht Europa und die Demokratie haben heute abend die rote Karte bekommen, sondern die Finanz-Oligarchie und ihre politischen Handlanger. Jetzt wird neu gemischt und neu verhandelt – und die Botschaft aus Berlin kann nur lauten: Griechenland hat mindestens denselben Schuldenschnitt verdient wie ihn die Griechen Deutschland vor 50 Jahren gewährten. Wird Zeit, das Mutti Merkel zur Urenkelin Adenauers mutiert . . . .
Es ist sehr gut geeignet für Nachdenklichkeit
Quelle: http://www.broeckers.com/2015/07/05/ostrakismos-sagt-oxi/
7.04.2015
Versionen des Ausgang des Referendums in Griechenland
Das Referendum in Griechenland kann auf dreierlei Weisen ausgehen, die jedoch angesichts der aktuellen Entwicklungen allesamt keine wirkliche Lösung mehr bieten.
Die Bürger in Griechenland sollen bei dem auf den 05 Juli 2015 anberaumten Referendum darüber abstimmen, ob sie für (Ja) oder gegen (Nein) die Annahme des Maßnahmenpakets sind, das der von den Gläubigern des Landes am vergangenen Donnerstag (25 Juni 2015) in Form eines Ultimatums vorgelegte Vorschlag umfasst. Dabei gibt es drei Versionen des Ausgangs dieser Volksabstimmung: Die drei möglichen Ausgänge der Volksabstimmung:
● Die Beteiligung der registrierten Wähler liegt unter 40%, womit das Ergebnis nichtig ist, gleich ob das „Nein“ vorherrscht oder das „Ja“ überwiegt.
● Stimmt die Mehrheit für „Nein“, was auch die Linie der Regierung ist, wird der griechische Premierminister mit der Siegesquote unter dem Arm losziehen und von den Partnern eine neue Verhandlung auf Basis des griechischen Vorschlags verlangen und hoffen, dass sie den Beschluss des Volkes respektieren und in ihren extremen Positionen einknicken. Niemand garantiert jedoch, dass es so geschehen wird. Warum sollten die europäischen Kanzlerämter und die Institutionen nachgeben? Wenn sie es tun, wäre dies, als ob sie auch anderen Kräften, die gegen die Austerität sind, den Weg zeigen, den sie zu befolgen haben, falls sie sich in Zukunft in einer entsprechenden Lage wie die der befinden sollten. Bisher haben sie keine Verhaltensmuster solcher Art gegeben. Im Gegenteil. Sie benehmen sich wie die Schakale, kurz bevor sie ihr Opfer angreifen um es zu zerfleischen.
● Wenn jedoch das „Ja“ überwiegt, wird die Regierung ein sehr ernstes Problem haben. Der Premierminister sagte, er werde das Ergebnis respektieren. Was selbstverständlich ist. Wird seine Regierung das Programm bedienen können, das sie demontierte, weil sie es für das Land als katastrophal betrachtet? Die Logik sagt nein. Also? Sie tritt zurück und schlägt Wahlen vor. Anders gesagt, innerhalb von 40 Tagen werden wir zwei Urnengänge haben. Außer, es ergibt sich aus dem gegenwärtigen Parlament eine neue Regierung mit einer anderen Mehrheit. Damit dieses Szenarium gedeiht, müssen Tsipras und ein großer Teil der parlamentarischen Fraktion der SYRIZA zustimmen.
Ich glaube nicht, dass dies wahrscheinlich ist. Jedenfalls hoffe ich, dass die griechische Regierung nicht impulsiv zu ihrer Entscheidung geführt wurde und alle Parameter berücksichtigt und einen Plan ausgearbeitet hat, um aus der Sache hinauszukommen.
(Quelle: http://www.efsyn.gr/arthro/apories-gia-dimopsifisma" Autor: Tasos Pappas)
Die Bürger in Griechenland sollen bei dem auf den 05 Juli 2015 anberaumten Referendum darüber abstimmen, ob sie für (Ja) oder gegen (Nein) die Annahme des Maßnahmenpakets sind, das der von den Gläubigern des Landes am vergangenen Donnerstag (25 Juni 2015) in Form eines Ultimatums vorgelegte Vorschlag umfasst. Dabei gibt es drei Versionen des Ausgangs dieser Volksabstimmung: Die drei möglichen Ausgänge der Volksabstimmung:
● Die Beteiligung der registrierten Wähler liegt unter 40%, womit das Ergebnis nichtig ist, gleich ob das „Nein“ vorherrscht oder das „Ja“ überwiegt.
● Stimmt die Mehrheit für „Nein“, was auch die Linie der Regierung ist, wird der griechische Premierminister mit der Siegesquote unter dem Arm losziehen und von den Partnern eine neue Verhandlung auf Basis des griechischen Vorschlags verlangen und hoffen, dass sie den Beschluss des Volkes respektieren und in ihren extremen Positionen einknicken. Niemand garantiert jedoch, dass es so geschehen wird. Warum sollten die europäischen Kanzlerämter und die Institutionen nachgeben? Wenn sie es tun, wäre dies, als ob sie auch anderen Kräften, die gegen die Austerität sind, den Weg zeigen, den sie zu befolgen haben, falls sie sich in Zukunft in einer entsprechenden Lage wie die der befinden sollten. Bisher haben sie keine Verhaltensmuster solcher Art gegeben. Im Gegenteil. Sie benehmen sich wie die Schakale, kurz bevor sie ihr Opfer angreifen um es zu zerfleischen.
● Wenn jedoch das „Ja“ überwiegt, wird die Regierung ein sehr ernstes Problem haben. Der Premierminister sagte, er werde das Ergebnis respektieren. Was selbstverständlich ist. Wird seine Regierung das Programm bedienen können, das sie demontierte, weil sie es für das Land als katastrophal betrachtet? Die Logik sagt nein. Also? Sie tritt zurück und schlägt Wahlen vor. Anders gesagt, innerhalb von 40 Tagen werden wir zwei Urnengänge haben. Außer, es ergibt sich aus dem gegenwärtigen Parlament eine neue Regierung mit einer anderen Mehrheit. Damit dieses Szenarium gedeiht, müssen Tsipras und ein großer Teil der parlamentarischen Fraktion der SYRIZA zustimmen.
Ich glaube nicht, dass dies wahrscheinlich ist. Jedenfalls hoffe ich, dass die griechische Regierung nicht impulsiv zu ihrer Entscheidung geführt wurde und alle Parameter berücksichtigt und einen Plan ausgearbeitet hat, um aus der Sache hinauszukommen.
(Quelle: http://www.efsyn.gr/arthro/apories-gia-dimopsifisma" Autor: Tasos Pappas)
6.27.2015
Rauschmiss oder Austritt aus der EU?
Ganz anders ist es mit unseren Nachbarn. Oder habt ihr gelesen, gehört oder gesehen, dass die Österreicher in den nächsten Tagen (bis 1. Juli) in einem Volksentscheid über das Verbleiben oder den Austritt aus der EU entscheiden. Wenn ihr das in "unseren" Medien nicht erfahren konntet, wundert das mich überhaupt nicht. Denn über sowas schweigen unsere Medien. Vielleicht hat die Politik deshalb die schnelle Lösung des Griechenlandproblems so medial in der Vordergrund gerückt.
Ach ja, ich habe es hier hoch geholt, das Ergebnis einer Umfrage von "ScienseFiles" unter Lesern, ob Deutschland in der EU verbleiben sollte. Vielleicht informiert man deshalb nicht über den Volksentscheid in Österreich. Sie haben einfach Angst!
Kosten die EU-Sanktionen gegen Russland in Deutschland 150000 Arbeitsplätze?
Die EU hat auf Drängen der USA die Wirtschaftssanktionen um ein Jahr verlängert. Russland antwortet auf die erneuten und verschärften Saktionen. Und antwortet auf ihre Art, mit einem ausgeweitetem Importverbot. "Der Regierungschef habe in einem Schreiben eine Verlängerung der Maßnahmen beantragt, die wir als Antwort auf Schritte unserer
ausländischen Partner verhängt hatten“, sagte Putin am Mittwoch. „Heute habe ich in Übereinstimmung mit diesem Antrag einen Erlass über die Verlängerung der Gültigkeit der speziellen Wirtschaftsmaßnahmen zur
Gewährleistung der Sicherheit Russlands unterzeichnet. Wie der Regierungsvorsitzende bereits vorgeschlagen habe, verlängern wir unsere Antwortmaßnahmen ab heute um ein weiteres Jahr, so Putin weiter. „Ich denke, dass dies ein guter Orientierungspunkt für die einheimischen Landwirtschaftsproduzenten sein wird.“
*
"Die Exporte nach Russland dürften in diesem Jahr um ein Viertel oder neun Milliarden Euro einbrechen,
nachdem sie bereits 2014 um 6,5 Milliarden Euro gefallen waren," zitiert das „Handelsblatt“ den
Vorsitzenden des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Eckhard Cordes. Das übertrifft selbst unsere schlimmsten Befürchtungen“, betonte Cordes am Freitag in einer Pressekonferenz in Berlin. Daher fordere er einen sofortigen Stopp der Strafmaßnahmen gegen Russland.
Die Ausfuhren würden in diesem Jahr um mehr als 25 Prozent schrumpfen und sich im Vergleich zum Rekordjahr 2012 auf nur noch 20 Milliarden Euro halbieren, warnt der deutsche Top-Manager.
Diese Geschäftslage stelle diesbezüglich eine Bedrohung für die deutsche Wirtschaft im Ganzen dar. Unter anderem gehe es um den Stellenabbau. „Die negative Entwicklung seit Beginn der Sanktionen bedroht in Deutschland unmittelbar 150.000 Arbeitsplätze. Besonders mittelständische Firmen in Ostdeutschland sind gefährdet“,
betonte Cordes.
6.24.2015
Kopfrechnen kann jeder, bloß nicht die EU-ler!
Alle reden über Griechenland, ich meine alle Politiker. Die sollen die Renten im Land weiter absenken und die Löhne auch. Gebe es Syriza nicht, sondern immer noch vorhergehende Regierung, dann wäre das wohl kein Problem Und wen beträfe das? Natürlich die unteren Schichten. Wir, die EU-Führungsländer, wollen sie weiter auspressen, damit sich unsere "Hilfe" für uns auch auszahlt. Was macht das schon, wenn die Renten in GR auf 350 Euro sinken und der durchschnittliche Stundenlohn auf 4,50 Euro und die Mehrwertsteuer für Lebensmittel gleichzeitig nach oben schnellen. Die USA und größten EU-Länder haben aber einen triftigen Grund so zu agieren, wie sie es zur Zeit tun. Das ist hier deutlich zu sehen. Besonders deutlich unter dem Eintrag "öffentliche Schulden pro Einwohner"/ "Public dept per Person"
Quelle: http://www.economist.com/content/global_debt_clock? fsrc=scn%2Ffb%2Fwl%2Far%2Fdebtclock
6.21.2015
Wenn Obama nicht auf die Schnauze fällt,
bahnt sich TTIP weiter und noch zügiger an. Zu merken ist das beispielsweise zur Zeit vor allem am Aufkauf deutscher Unternehmen. Das deutsche Superunternehmen Metro verscherbelt für 2,85 Milliarden Dollar die Kaufhof-Kette an ein kanadisches Unternehmen. Das versichert, die Arbeitsplätze in Deutschland würden erhalten bleiben.Ein deutscher Medikamentenhersteller (Riluzol-Hersteller) hat seine Firma an die englische GENTEK verkauft.
Und in Babelsberg (bei der ehemaligen DEFA (DDR), wird erstmals eine komplette amerikanische Fernsehserie gedreht.
Ein bissel anders läuft es außerhalb von Deutschland, beispielweise in der Schweiz. Der giftige US-Konzern Monsanto, der ja längst in Deutschland vertreten ist, aber in Deutschland keinen guten Stand hat, hat versucht, für 40,5 Milliarden Euro den Agrochemiekonzern Syngenta zu erwerben. Die Schweizer haben abgelehnt. Auch das geht
.
6.13.2015
Die Welt in der wir leben - und was uns die Medien darüber erzählen
Wie viele Menschen leben in Deutschland unter der Armutsgrenze?
"Hallo,Wozu sind Menschen in der Lage, wenn sie nicht genügend zu Essen haben oder ihre Kinder und Familien nicht ernähren können? Wo bleibt die Würde des Menschen, wenn er klang heimlich Mülltonnen nach Gebrauchsgegenständen durchwühlt?
aufgrund des Strassenbildes in meiner Umgebung mache ich mir große Sorgen um die Lage der Menschen in Deutschland. Ich lebe in einem eigentlich gut situiertem Vorort einer Großstadt, aber zunehmend muss ich mir ansehen, wie Menschen "heimlich" sich an die Mülltonnen heranmachen um nach Sachen zu suchen, die sie brauchen könnten. Oder wenn Abends Sperrmüll aufgestellt wird, ist der größte Teil davon am nächsten Tag weggetragen, bevor der Müllwagen gekommen ist.
Ständig erfahre ich, dass Menschen nicht genug zu Essen zu haben oder ihre Kinder nicht mehr in die Schulveranstaltungen schicken, weil sie die anfallenden Kostenanteile nicht mehr aufbringen können. Ich bekomme ständig schreiben von irgend welchen Vereinen die um eine Spende bitten.
Besitzer von Lebensmittelläden berichten mir von Einkäufen auf Raten. Kioskbesitzer berichten, dass häufig Menschen zu denen kommen, die einzelne Zigaretten kaufen wollen.
Dies alles hat sich in den letzten Jahren und Monaten angehäuft und sind für mich ein Zeichen einer sichtbaren Armut.
Gruß . . ."
Die"SZ" ("Sächsische Zeitung") Dresden hat eine Serie begonnen, die die Zeit seit der Einführung der DM in Ostdeutschland betrachten will. Und ich will mich an der Serie beteiligen (allerdings hier nicht da.
Heute 1. Teil
Armutsgrenze
Thema Armutsgrenze: Die Armut steigt
Was ist Armut? Mit wenig Einkommen auskommen?
Neben positiven Export- und Wirtschaftsnachrichten wird in den letzten Monaten vor allem ein Thema immer wieder diskutiert: Armut in Deutschland. Mehr als zwölf Millionen Menschen leben heute an der Armutsgrenze und sind damit stark von Armut gefährdet. Wer an der Armutsgrenze lebt, gilt noch nicht als arm, kann seinen Lebensunterhalt aber nur noch knapp bestreiten. An der Grenze zur Armut lebt, wer lediglich 60 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens zur Verfügung hat.
Auch Haushalte, die immerhin noch 70 Prozent des durchschnittlichen Einkommens beziehen, gelten heute bereits als armutsgefährdet. Echte Armut wird mit einem Nettoeinkommen von 40 bis 50 Prozent des Durchschnitts definiert. Wenn in Deutschland von der sogenannten Armutsgrenze gesprochen wird, sind Einkommen von 60 Prozent des mittleren Einkommens (inkl. staatlicher Sozialleistungen wie Kinder- und Wohngeld) gemeint. Heute leben in Deutschland rund 16 Prozent der Bevölkerung, das sind 13 Millionen Menschen, an der Grenze zur Armut. Dieser Wert ist in den letzten Jahren leicht gestiegen.
Aktuelle Zahlen
- In Deutschland liegt der Anteil der Kinder unter 15 Jahren, die von Armut betroffen sind, bei 15,7 Prozent.
- In der Altersgruppe der 17- bis 64-jährigen sind knapp 18 Prozent der Frauen armutsgefährdet, aber nur 16 Prozent der Männer.
- Bei Alleinerziehenden liegt die Armutsgefährdungsquote bei 35,2 Prozent.
- Bei Arbeitslosen sind 69,2 Prozent von Armut bedroht, während diese Quote bei Erwerbstätigen nur bei 8,6 Prozent liegt.
Wer lebt an der Armutsgrenze?
Als Armutsgrenze gilt in Deutschland für eine allein stehende Person ein Einkommen von 979 EUR monatlich (11.749 EUR im Jahr). Für zwei Erwachsene mit zwei Kindern unter 14 Jahren liegt der Schwellenwert bei 2.056 EUR im Monat (24.673 EUR im Jahr). Hierbei werden staatliche Leistungen mit einbezogen. Die Anzahl aller Personen, die in Armut leben, wird als Armutsquote bezeichnet. Weltweit lebt jeder sechste Mensch in Armut und verdient weniger als einen US-Dollar am Tag. Auch in Deutschland lebt jeder Sechste an der Armutsgrenze – in anderen europäischen Ländern wie Spanien liegt die Armutsquote sogar noch höher.
Wenn das Thema Armut thematisiert wird, ist immer von einer relativen Armut die Rede: Das Einkommen wird mit dem sozialen Umfeld ins Verhältnis gesetzt. Das Nettoäquivalenzeinkommen zur Ermittlung der relativen Armut lag 2003 in Deutschland bei etwa 1.500,- Euro und ist in den letzten Jahren gestiegen. Es gibt statistisch gesehen immer mehr einkommensstarke Haushalte, eine schrumpfende Mittelschicht und deutlich mehr armutsgefährdete Personen als noch vor einem Jahrzehnt. Besonders hoch ist die Armutsquote in Städten wie Berlin.
Relative Armut
Die relative Armutsgrenze wird von den weltweiten Organisationen WHO und OECD für Personen festgelegt, die weniger als 50 Prozent vom Mittelwert des jeweiligen Nettoeinkommens zur Verfügung haben. In der Europäischen Union gelten Personen, die weniger als 40 Prozent vom Mittel des Nettogehalts verdienen, als arm und Personen, die weniger als 50 Prozent dieses Wertes zur Verfügung haben, als relativ einkommensarm.
Bei einem Wert von 60 Prozent gelten Personen laut Statistik als armutsgefährdet. Die Armutsgrenze in den USA liegt 2013 für Alleinstehende bei einem Jahreseinkommen von 11.490 US-Dollar und für eine vierköpfige Familie bei 23.550 US-Dollar. In der Schweiz gelten Einzelpersonen mit einem Einkommen von 1.000 Franken als arm, wobei hier bereits die Mietkosten und Krankenversicherungsbeiträge abgezogen wurden.
Armutsgrenze: Die Betroffenen
In Deutschland leben hauptsächlich erwerbslose Menschen an der Armutsgrenze. Steigend ist die Gruppe der sogenannten Working Poor, den Geringverdienern. Etwa 5,5 Prozent der Erwerbstätigen sind arm und mehr als acht Prozent der Selbstständigen sind von Armut betroffen. Neben Erwerbslosen fallen zudem besonders Alleinerziehende in die Gruppe der Armutsgefährdeten. Dementsprechend leben Frauen häufiger an der Armutsgrenze als Männer. Auch in Deutschland ist Kinderarmut längst ein Thema: Jedes sechste Kind wächst in Armut auf und lebt von Leistungen wie Hartz 4. Fast 35 Prozent der Kinder in Berlin leben in einkommensschwachen Familien, in Bayern sind es lediglich sieben Prozent.
Ältere Menschen sind hingegen seltener von Armut betroffen: Teilweise sind die Werte hier sogar rückläufig. Für die Zukunft wird aber mit einem starken Anstieg der Altersarmut gerechnet. Gefährdet sind hier besonders Geringverdiener und Personen, die lange arbeitslos gewesen sind.
Quelle: http://www.cecu.de/armutsgrenze.html
6.03.2015
Lesen macht schlau - aber liest die Kanzlerin überhaupt?
Ich stoße bei Lesen von Dokumenten auf eine Notiz des Reichsaußenministers Joachim von Ribbentrop aus dem Jahre 1939. Darin heißt es unter anderem:
"Europa den Europäern. Gemeinsame Lösung des bolschewistischen (heute putinistischen) Problems. Ohne die Vernichtung des Bolschewismus (Putinismus) keine Freiheit und Sicherheit für Europa. Gemeinsame Zurückgewinnung und Erschließung jener Räume, die bisher von dem Bolschewismus (Putinismus) zu rein destruktiven Zwecken gegen Europa organisiert wurden zum Wohl ganz Europas.!
Mitte Mai 2015 war Angela Merkel erst einen Tag nach den offiziellen Feierlichkeiten zum Ende des Zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren nach Moskau gereist und hatte dort Tacheles gesprochen:
"Durch die verbrecherische und völkerrechtswidrige Annexion der Krim und die militärische Auseinandersetzungen in der Ostukraine hat die Zusammenarbeit einen schweren Rückschlag erlitten! (1 )
Und wo sie Recht hat, hat sie Recht - unsere (Reichs)Kanzlerin. Und sie hätte es wirklich noch deutlicher ausdrücken können. Zum Beispiel mit einem Zitat von Walther Funk, Reichsbankdirektor, vor der inländischen und ausländischenPresse am 15. Juli 1940:
"Die Krim muß von allen Fremden geräumt und deutsch besiedelt werden."
Die Rücknahme der von Chrustschow in den frühren 50er Jahren an die Ukraine "verschenkte" Krim, - nach dem Abfall der Ukraine in den Faschismus unserer Zeit - durch den Putinismus, hat er Europa und der deutschen Reichs-Kanzlerin einen heftigen Strich - wie von Ribbentrop beschrieben - durch die Rechnung gemacht.
"Europa den Europäern. Gemeinsame Lösung des bolschewistischen (heute putinistischen) Problems. Ohne die Vernichtung des Bolschewismus (Putinismus) keine Freiheit und Sicherheit für Europa. Gemeinsame Zurückgewinnung und Erschließung jener Räume, die bisher von dem Bolschewismus (Putinismus) zu rein destruktiven Zwecken gegen Europa organisiert wurden zum Wohl ganz Europas.!
Mitte Mai 2015 war Angela Merkel erst einen Tag nach den offiziellen Feierlichkeiten zum Ende des Zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren nach Moskau gereist und hatte dort Tacheles gesprochen:
"Durch die verbrecherische und völkerrechtswidrige Annexion der Krim und die militärische Auseinandersetzungen in der Ostukraine hat die Zusammenarbeit einen schweren Rückschlag erlitten! (1 )
Und wo sie Recht hat, hat sie Recht - unsere (Reichs)Kanzlerin. Und sie hätte es wirklich noch deutlicher ausdrücken können. Zum Beispiel mit einem Zitat von Walther Funk, Reichsbankdirektor, vor der inländischen und ausländischenPresse am 15. Juli 1940:
"Die Krim muß von allen Fremden geräumt und deutsch besiedelt werden."
Die Rücknahme der von Chrustschow in den frühren 50er Jahren an die Ukraine "verschenkte" Krim, - nach dem Abfall der Ukraine in den Faschismus unserer Zeit - durch den Putinismus, hat er Europa und der deutschen Reichs-Kanzlerin einen heftigen Strich - wie von Ribbentrop beschrieben - durch die Rechnung gemacht.
5.21.2015
Die Stunde der Abduck - Kommentar
Im Zusammenhang mit dem Lokführerstreik gibt in den Medien eigentlich nur zwei Themen: Weselsky, das A.-Loch und zweitens "die armen Bahnreisenden". Dass es auch anders geht, sah ich heute in meiner Leib- und Magenzeitung "Sächsische Zeitung" in folgendem Kommentar. Den zu lesen und zu verdauen, kann ich nur empfehlen:
Michel Rothe,
über
Grundrechte
und Lokführerstreik
Waren das noch Zeiten, als sich die Obersten von Lokführern Bahn persönlich duelliert haben:
2007/08 bei den ersten großen Streiks, als GDL-Boss und „Ferrari-Fahrer“ Schell Ex-Bahnchef Mehdorn von der Kur aus „Rumpelstilzchen“ schimpfte und jener mit „Terrorist“ konterte. Den Bahnkunden ging es zwar auch nicht besser, aber es hatte wenigstens noch Unterhaltungswert.
Und heute? Da auch die Ex-Geliebte des Lok- und Streikführers Weselsky nichts mehr zur Konfliktlösung beitragen kann, ist die unterste Schublade leer, sind alle nur noch genervt. Zwar bietet Schells Erbe der Bahn und dem Gros der offentlichen Meinung tapfer die Stirn, doch sein
eigentlicher Widerpart, Mehdorns Nachfolger Grube, hält sich tunlichst aus allem heraus. Er schickt seinen Personalvorstand an die Front und die Konzernsprecher in die Butt. Devise: Sollen sich bei den heiligen Themen Streik und Koalitionsfreiheit doch andere Mund und Finger verbrennen! Zumal, wenn es um verbriefte Grundrechte geht.
In der Verfassung steht aber auch: „Eigentum verpf1ichtet“. Besitz sollte dem Allgemeinwohl dienen, nicht schaden. Das gerät beim Staatsunternehmen Bahn in Vergessenheit. Vor allem bei jenen, die, wie Verkehrsminister Dobrindt, popular nach Schlichtung eines Grundrechts rufen und sich aus der Verantwortung stehlen. Wer, wenn nicht er, hat die Macht, auf Bundesbesitz Einfluss und den Vorstand in die Pflicht zu nehmen? Doch es ruft sich leichter: ,,Haltet den Dieb!“
Derweil verbrennt der Streik Hunderte Millionen zulasten der Allgemeinheit. Wenn der Bundestag morgen über das Gesetz zur Tarifeinheit entscheidet, Werden die Abducker in der Masse umd mit
blauer'Stimmkarte für „Ja“ Farbe bekennen: für kunftig nur noch einen Tarifvertrag pro Betrieb. Bei einem Kräfteverhältnis von 504:127 Sitzen zwischen schwarz-roter Koalition und grün-linker Opposition brennt da nichts an. Doch wider mancher Hoffnung sind die Probleme nicht vom Tisch - weder der Streik, noch Berufsgewerkschaften wie GDL & Co. Das Verfassungsgericht lässt grüßen. Gut, dass Deutschland so ein Grundgesetz hat, dass die Bürgerrechte fixiert; Und gut, dass es
Weselskys gibt, die diesen Wert vor Augen führen. Bei allem Für und Wider.
Michel Rothe,
über
Grundrechte
und Lokführerstreik
Waren das noch Zeiten, als sich die Obersten von Lokführern Bahn persönlich duelliert haben:
2007/08 bei den ersten großen Streiks, als GDL-Boss und „Ferrari-Fahrer“ Schell Ex-Bahnchef Mehdorn von der Kur aus „Rumpelstilzchen“ schimpfte und jener mit „Terrorist“ konterte. Den Bahnkunden ging es zwar auch nicht besser, aber es hatte wenigstens noch Unterhaltungswert.
Und heute? Da auch die Ex-Geliebte des Lok- und Streikführers Weselsky nichts mehr zur Konfliktlösung beitragen kann, ist die unterste Schublade leer, sind alle nur noch genervt. Zwar bietet Schells Erbe der Bahn und dem Gros der offentlichen Meinung tapfer die Stirn, doch sein
eigentlicher Widerpart, Mehdorns Nachfolger Grube, hält sich tunlichst aus allem heraus. Er schickt seinen Personalvorstand an die Front und die Konzernsprecher in die Butt. Devise: Sollen sich bei den heiligen Themen Streik und Koalitionsfreiheit doch andere Mund und Finger verbrennen! Zumal, wenn es um verbriefte Grundrechte geht.
In der Verfassung steht aber auch: „Eigentum verpf1ichtet“. Besitz sollte dem Allgemeinwohl dienen, nicht schaden. Das gerät beim Staatsunternehmen Bahn in Vergessenheit. Vor allem bei jenen, die, wie Verkehrsminister Dobrindt, popular nach Schlichtung eines Grundrechts rufen und sich aus der Verantwortung stehlen. Wer, wenn nicht er, hat die Macht, auf Bundesbesitz Einfluss und den Vorstand in die Pflicht zu nehmen? Doch es ruft sich leichter: ,,Haltet den Dieb!“
Derweil verbrennt der Streik Hunderte Millionen zulasten der Allgemeinheit. Wenn der Bundestag morgen über das Gesetz zur Tarifeinheit entscheidet, Werden die Abducker in der Masse umd mit
blauer'Stimmkarte für „Ja“ Farbe bekennen: für kunftig nur noch einen Tarifvertrag pro Betrieb. Bei einem Kräfteverhältnis von 504:127 Sitzen zwischen schwarz-roter Koalition und grün-linker Opposition brennt da nichts an. Doch wider mancher Hoffnung sind die Probleme nicht vom Tisch - weder der Streik, noch Berufsgewerkschaften wie GDL & Co. Das Verfassungsgericht lässt grüßen. Gut, dass Deutschland so ein Grundgesetz hat, dass die Bürgerrechte fixiert; Und gut, dass es
Weselskys gibt, die diesen Wert vor Augen führen. Bei allem Für und Wider.
2.12.2015
Wir sind wie wir sind! - Aber wie sind wir?
Der zeitgenössischen Schule der Verhaltensökonomie (“Behavioral Economics”) verdanken wir erhellende Einsichten darin, wie sich Menschen in bestimmen Situationen verhalten und wie, umgekehrt, die Situationen und die Umstände das Verhalten von Menschen modellieren. Der “Spiegel” berichtete unlängst über eine verhaltensökonomische Spielanordnung folgendes: “Psychologen ließen Studententeams einen kleinen Aufsatz verfassen. Jeweils zwei der Teilnehmer schrieben, einer sollte die Leistung der anderen beiden bewerten. Nach 30 Minuten kam der Studienleiter hinein und brachte einen Teller mit Keksen. Vermeintlich zur Stärkung, tatsächlich aber als Teil des Experiments. Die Aufzeichnung zeigte: Die Leistungsbewerter, also quasi die Vorgesetzten in dieser Situation, griffen nicht nur rücksichtslos nach den letzten Keksen, sondern krümelten auch besonders ungeniert herum. 30 Minuten in einer zufällig zugeordneten Führungsrolle hatten ausgereicht, um ihren Wertekompass zu verändern.
In einem anderen Experiment wurde abgetestet, ob Leute bereit sind, zu lügen und zu betrügen, um 50 Dollar zu gewinnen. Man hat diese Spielanordnung mit Leuten überprüft, die 100.000 Dollar auf ihrem Bankkonto hatten, und mit Leuten, die nur 80 Dollar auf ihrem Bankkonto hatten. Man hätte davon ausgehen können, dass die zusätzlichen 50 Dollar für die Leute aus der 100.000-Dollar-Klasse belanglos, für die aus der 80-Dollar-Klasse dagegen viel wichtiger wären. Tatsächlich aber waren die aus der 100.000-Dollar-Liga eher bereit, moralische Grenzen zu überschreiten, um an den zusätzlichen Fuffy zu kommen. Um genauer zu sein: Sie haben moralische Grenzen als solche gar nicht erkannt.
Autor: Robert Misik - www.misik.at
In einem anderen Experiment wurde abgetestet, ob Leute bereit sind, zu lügen und zu betrügen, um 50 Dollar zu gewinnen. Man hat diese Spielanordnung mit Leuten überprüft, die 100.000 Dollar auf ihrem Bankkonto hatten, und mit Leuten, die nur 80 Dollar auf ihrem Bankkonto hatten. Man hätte davon ausgehen können, dass die zusätzlichen 50 Dollar für die Leute aus der 100.000-Dollar-Klasse belanglos, für die aus der 80-Dollar-Klasse dagegen viel wichtiger wären. Tatsächlich aber waren die aus der 100.000-Dollar-Liga eher bereit, moralische Grenzen zu überschreiten, um an den zusätzlichen Fuffy zu kommen. Um genauer zu sein: Sie haben moralische Grenzen als solche gar nicht erkannt.
Autor: Robert Misik - www.misik.at
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