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9.14.2015

Tschüss, "Mitternachtsspitzen"

Seit Jahren hatte ich im Fernsehen (ARD/WDR) eine Lieblingssendung, die Kabarett-Sendung "Mitternachtsspitzen". Vorgestern gab es wieder eine. Vorfreude groß, aber nach zehn Minuten schlief mir erstmals das Gesicht ein. Wat´n das denn? Das, was da ablief, erinnerte mich zu stark an die Sendung mit Tom Buhrow  vom Februar "WDR-Check" (Was wollen Sie von Tom Burow wissen?)
Damals hieß es "Tom  Buhrow steht Ihnen Rede und Antwort und verrät, wie sich das WDR-Fernsehen ändern wird.
Hätte ich damals gar nicht gucken müssen. Die "Mitternachtsspitzen" von gestern waren die Antwort auf die Februarfrage.  Es gab kaum noch was zum Lachen. Alle Sketche waren Buhrow-System -konform, also neoliberales Systemgeschwätz. Selbst der der kleinste Gag am Ende, dass immer einer aus einem kleinen Kistchen an alle der Sendung beteiligten Kabarettisten je ein Bier verteilte, gibt es nicht mehr. Am meisten enttäuschte  mich Wilfried Schmickler mit "Mensch Becker". Der Text dieser Nummer konnte dieses Mal nur von Buhrow selbst stammen.
Tschüss "Mitternachtsspitzen", tschüss WDR!

7.02.2015

Volksbegehren: 261.000 Unterstützer für EU-Austritt

Das überparteiliche Volksbegehren in Österreich ging Mittwochabend zu Ende und muss nun im Parlament besprochen werden.
Wien. Es war das insgesamt 38. Volksbegehren in der Geschichte der Zweiten Republik. Das Volksbegehren eines überparteilichen Personenkomittees für einen Austritt Österreichs aus der Europäischen Union wurde von rund einer Viertelmillion Stimmberechtigter, genau genommen 261.159 Menschen, unterstützt. Das war nach Informationen des Innenministeriums das Endergebnis nach Auszählung der Unterstützerunterschriften. Das Volksbegehren war seit Mittwoch der vergangenen Woche zur Unterschrift aufgelegen.
Das Volksbegehren für einen EU-Austritt Österreichs hat damit jedenfalls die Hürde von 100.000 Unterschriften für die Behandlung im Parlament deutlich überschritten. Es muss damit zumindest im Hohen Haus behandelt werden. Es liegt allerdings nur auf Rang 23 der nunmehr 38 Volksbegehren und deutlich unter den am meisten unterstützten Volksbegehren – das Volksbegehren im Jahr 1982 gegen das Konferenzzentrum in Wien mit 1,361 Millionen Unterstützern und das Gentechnik-Volksbegehren im Jahr 1997 mit 1,225 Millionen Unterschriften.Das jetzige EU-Austrittsvolksbegehren liegt ungefähr in der Größenordnung des Volksbegehrens „Österreich bleibt frei“ mit FPÖ-Klubobmann und Parteichef Heinz-Christian Strache als Bevollmächtigtem, das im März 2006 auf 258.281 Unterschriften gekommen ist. Darin ging es auch um den Bestand der Neutralität sowie darum, dass die Zustimmung zu einem allfäligen EU-Beitritt der Türkei nicht ohne Zustimmung der österreichischen Bevölkerung erfolgen dürfe.  (ett)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.07.2015)

6.24.2015

NACHRICHTEN: Kaputtgespart, die Zweite

Am 17. Mai habe ich auf dieser Seite ("Schutz der Grenzen kaputtgespart") geschildert, wie die Menschen entlang der Grenzen zu Polen ud Tschechien heftigen Diebstählen ausgesetzt sind. Heute informiert mich meine Leib- und Magenzeitung darüber, warum das so ist und welche Gründe es dafür gibt:
Die Bautzener Bundestagsabgeordnete der Linkspartei, Caren Lay, habe dem Bundesinnenministerium eine entsprechende Frage gestellt. Und die Antwort lautete, dass die Bundespolizei seit 2009 die Zahl der unter anderem für den Grenzschutz zuständigen Beamten um mehr als die Hälfte - also 600 Beamte - reduziert habe. Kein Wunder also, die Geschichte der massenhaften Diebstählen. Und man muss noch bedenken. Die Zahl der noch vorhandenen Beamten sinkt weiter, beispielsweise wenn "Pegida" demonstriert oder ähnliche Protestbewegungen.
Der Vorsitzenden der Polizeigewerkschaft, Jörg Radek, kommentierte diese Erkenntnis auch als einen dramatischen Personalabbau. Keine der freiwerdenden Stelle in der Inspektion würde neu besetzt.
Hallo Herr Radek, da bleibt eine Frage offen. Wieso äußern sie sich erst heute?

6.23.2015

Griechenland ist das fiskalisch verantwortlichste Land der Eurozone

Laut Nobelpreisträger Paul Krugman ist Griechenland, dem eine verrückte Austerität aufgezwungen wurde, das fiskalisch verantwortlichste Land der Eurozone.
Mit einem zweiten Beitrag in seinem Blog (1) in Folge beschäftigt Nobelpreisträger Paul Krugman sich mit Griechenland und dem, was fiskalische Krise genannt wird. Er anmerkt: „Es ist sehr ungerecht, zu behaupten, Griechenland habe nichts getan, um sich anzugleichen. Ganz im Gegenteil, es wurde einer unglaublich harten Austerität unterzogen und hat auf anderen Ebenen signifikante Reformen gemacht.
Auch wenn man sich zu behaupten verlocken lassen könnte, die Resultate zeigen, Griechenland habe nicht genug getan: letztendlich erzielte es im vergangenen Jahr einen sehr kleinen Primärüberschuss und in diesem Jahr kehrte es zu einem primären Defizit zurück. Braucht Griechenland also noch mehr fiskalische Angleichung?

Wenn es die USA und Großbritannien gewesen wären

Nehmen wir an, wir sprächen nicht von Griechenland, sondern von den USA oder von Großbritannien. Wenn wir diese Haushalte betrachten, fokussieren wir uns üblicherweise nicht auf das Primärergebnis, sondern auf das „zyklisch angeglichene Resultat“ bzw. den konjunkturbereinigten Haushaltssaldo (worin die Rezession der Wirtschaft berücksichtigt wird). Dies gestattet, dem Druck zur Durchsetzung pro-zyklischer Politiken zu entgehen, welche die Wirtschaft instabil machen, und bietet ein besseres Bild der langfristigen Tragfähigkeit der wirtschaftlichen Position. Und während die konjunkturbereinigte Angleichung umstritten sein mag, gibt es konkrete Einschätzungen des IWF und der OECD:
Konjunkturbereinigte Haushaltssalden 2014 in der Eurozone
Konjunkturbereinigte Haushaltssalden 2014 in der Eurozone (Quelle: IWF)

Verrückte Austerität

Sich auf die in dem vorstehenden Diagramm präsentierten Daten des IWF für das Jahr 2014 beziehend vertritt Paul Krugman, Griechenland sei das fiskalisch verantwortlichste und sicherlich am meisten unter einer „verrückten Austerität“ stehende Land Europas. Warum gibt es also eine fiskalische Krise? Die Antwort ist laut Krugman, dass die Wirtschaft in einer tiefen Flaute steckt. Wenn wir annehmen, es gäbe einen Weg, die Depression zu beenden, würde das griechische fiskalische Problem sich erledigen.
Gibt es jedoch einen Weg, damit dies geschieht? Die Antwort ist „nein“, solange das Land im Euro bleibt. Es kann Reformen anstreben, die es möglicherweise wettbewerbsfähiger machen, wer jedoch drastische und schnelle Ergebnisse verspricht, weiß nicht, wovon er redet.

Was wird bei einem Grexit passieren?

Auf der anderen Seite wird der Grexit eine steile Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit hervorrufen, allerdings mit den Kosten eines möglichen wirtschaftlichen Chaos. Dies ist – schreibt Krugman – ein Weg, den niemand befolgen möchte, jedoch muss man eingestehen, dass er zu einem logischen Ergebnis wird, je mehr die Krise sich verschlimmert.
Was wir auf jeden Fall zu verstehen haben, ist, dass – wenn es einen Grexit geben wird – die fiskalischen Themen automatisch aufhören werden, im Mittelpunkt der Sache zu stehen. Das zentrale Thema wird dagegen die Handhabung der Bankpanik, die Handhabung des Übergangs zu einer neuen Währung und wahrscheinlich die Beseitigung struktureller Hindernisse für die Steigerung der Exporte sein (was sich in einem großen Grad auch auf den Tourismus beziehen wird).
In Wirklichkeit – endet Krugman – war es niemals eine fiskalische Krise. Im Grunde genommen war es immer eine Krise der Zahlungsbilanz, die sich zum Teil zu einer Haushaltskrise wandelte, die als solche von der Ideologie in den Mittelpunkt gerückt wurde …
(Quellen: (1) http://krugman.blogs.nytimes.com/2015/06/19/does-greece-need-more-austerity/
(2) http://www.griechenland-blog.gr

6.21.2015

Wenn Obama nicht auf die Schnauze fällt,

bahnt sich TTIP weiter und noch zügiger an. Zu merken ist das beispielsweise zur Zeit vor allem am Aufkauf deutscher Unternehmen. Das deutsche Superunternehmen Metro verscherbelt für 2,85 Milliarden Dollar die Kaufhof-Kette an ein kanadisches Unternehmen. Das versichert, die Arbeitsplätze in Deutschland würden erhalten bleiben.

Ein deutscher Medikamentenhersteller (Riluzol-Hersteller) hat seine Firma an die englische GENTEK verkauft.
Und in Babelsberg (bei der ehemaligen DEFA (DDR), wird erstmals eine komplette amerikanische Fernsehserie gedreht.

Ein bissel anders läuft es außerhalb von Deutschland, beispielweise in der Schweiz. Der giftige US-Konzern Monsanto, der ja längst in Deutschland vertreten ist, aber in Deutschland keinen guten Stand hat, hat versucht, für 40,5 Milliarden Euro den Agrochemiekonzern Syngenta zu erwerben. Die Schweizer haben abgelehnt. Auch das geht
.

6.19.2015

ScienceFiles: 101 Millionen kostete dem Steuerzahler der G7-Gipfel

Im Juni 2014 hat Deutschland die Präsidentschaft der G7 übernommen – damals auf dem Gipfel in Brüssel. 
G7 GermanyZweck einer Präsidentschaft ist es im Wesentlichen, die anderen Mitglieder der G7 samt Tross und Anhang ein paar Tage durchzufüttern und hinterher ein paar Stellungnahmen Reportern vor die Füsse zu sprechen, die von Letzteren begierig aufgenommen werden.
Ein G7-Gipfel ist ein Event, eine politische Inszenierung, die nicht nur, weil Schloss Elmau als Ort der diesjährigen Aufführung gewählt wurde, an Ludwig den XIV und sein Hofhalten erinnert.
So ein Gipfel besteht nicht nur aus Blasmusik und Bier aus dem Maßkrug, er besteht auch aus gemeinsamem Essen und Trinken und endet in einer Demonstration von Geschlossenheit. Umrahmt wird das Treffen von den obligatorisch Anwesendenn des anti-G7-Wanderzirkus’, der sich jährlich zu den G7-Treffen einstellt, um eine große Zahl von Polizeibeamten zu binden und vielleicht die Nase von Obama oder den Rücken von Frau Merkel zu sehen.
Wer zwei Tage ausgiebig gegessen und getrunken und sich ansonsten im Komfort von Schloss Elmau wohlgefühlt hat, der kann gut Geschlossenheit zeigen, zumal niemand danach fragt, ob das Ergebnis des G7-Treffens den Aufwand auch nur annähernd rechtfertigt. Das gehört zu den erstaunlichsten Dingen überhaupt, dass sich niemand für die Kosten von Veranstaltungen wie dem G7-Treffen im Schlosshotel Elmau interessiert.
Niemand? Stimmt nicht.
Ulla Jelpke interessiert sich für die Kosten des G7-Gipfels, und so kommt es, dass wir etwas Positives über Ulla Jelpke von der LINKEN zu sagen haben.
Und das ist, was Jelpke in der Fragestunde zur 111. Sitzung des Deutschen Bundestags am 17. Juni 2015 gefragt hat:
“Auf welche – gegebenenfalls nur vorläufig geschätzten – Gesamtkosten aufseiten des Bundes belaufen sich die Ausgaben in Zusammenhang mit dem G-7-Gipfel in Elmau – einschließlich etwaiger Zahlungen oder Rechnungsverzichte gegenüber dem Freistaat Bayern –, und wie verteilen sich diese Kosten auf die einzelnen Bundesministerien bzw. Bundesbehörden?”
Und sie hat eine ausweichende Antwort bekommen:
Was genau, so die Antwort, der G7-Gipfel gekostet habe, das wisse man noch nicht zu sagen, so die Antwort, die zeigt, wie verantwortlich mit Steuergeldern umgegangen wird, so verantwortlich, dass die Verantwortlichen hinterher nicht einmal wissen, wieviel sie wofür ausgegeben haben.
Aber die Verantwortlichen wissen, was Sie ausgeben wollen, für den G7-Gipfel und das Drumherum der Deutschen G7-Präsidentschaft, was im Haushalt bereitgestellt wurde.
Hier die Aufstellung:
  • Bavarian drinking mugDas Bundeskanzleramt steuert aus seinem Haushalt 16,9 Millionen Euro bei.
  • Das Auswärtige Amt gibt aus seinem Haushalt 21,0 Millionen Euro für den guten Zweck.
  • Das Bundesministerium des Innern will sich nicht lumpen lassen und gibt satte 23,1 Millionen Euro in den gemeinsamen Topf.
  • Und dann gibt es noch eine Verwaltungsvereinbarung mit Bayern, die – aus welchen Quellen auch immer – 40 Millionen Euro für die Ausrichtung des G7-Gipfels stiftet.
  • Insgesamt kostet die G7-Präsidentschaft bzw. der G7-Gipfel die deutschen Steuerzahler 101 Millionen Euro.
Da kann man nur sagen: oans, zwoa, G’suffa und hoffen, dass es sich wenigstens für die G7-Teilnehmer gelohnt hat.

5.21.2015

Die Stunde der Abduck - Kommentar

Im Zusammenhang mit dem Lokführerstreik gibt in den Medien eigentlich nur zwei Themen: Weselsky, das A.-Loch und zweitens "die armen Bahnreisenden".   Dass es auch anders geht, sah ich heute in meiner Leib- und Magenzeitung "Sächsische Zeitung" in folgendem Kommentar. Den zu lesen und zu verdauen, kann ich nur empfehlen:



Michel Rothe,
über
Grundrechte
und Lokführerstreik

Waren das noch Zeiten, als sich die Obersten von Lokführern Bahn persönlich duelliert haben:  
2007/08 bei den ersten großen Streiks, als GDL-Boss und „Ferrari-Fahrer“ Schell Ex-Bahnchef Mehdorn von der Kur aus „Rumpelstilzchen“ schimpfte und jener mit „Terrorist“ konterte. Den Bahnkunden ging es zwar auch nicht besser, aber es hatte wenigstens noch Unterhaltungswert.
Und heute? Da auch die Ex-Geliebte des Lok- und Streikführers Weselsky nichts mehr zur Konfliktlösung beitragen kann, ist die unterste Schublade leer, sind alle nur noch genervt. Zwar bietet Schells Erbe der Bahn und dem Gros der offentlichen Meinung tapfer die Stirn, doch sein
eigentlicher Widerpart, Mehdorns Nachfolger Grube, hält sich tunlichst aus allem heraus. Er schickt seinen Personalvorstand an die Front und die Konzernsprecher in die Butt. Devise: Sollen sich bei den heiligen Themen Streik und Koalitionsfreiheit doch andere Mund und Finger verbrennen! Zumal, wenn es um verbriefte Grundrechte geht.
In der Verfassung steht aber auch: „Eigentum verpf1ichtet“. Besitz sollte dem Allgemeinwohl dienen, nicht schaden. Das gerät beim Staatsunternehmen Bahn in Vergessenheit. Vor allem bei jenen, die, wie Verkehrsminister Dobrindt, popular nach Schlichtung eines Grundrechts rufen und sich aus der Verantwortung stehlen. Wer, wenn nicht er, hat die Macht, auf Bundesbesitz Einfluss und den Vorstand in die Pflicht zu nehmen? Doch es ruft sich leichter: ,,Haltet den Dieb!“
Derweil verbrennt der Streik Hunderte Millionen zulasten der Allgemeinheit. Wenn der Bundestag morgen über das Gesetz zur Tarifeinheit entscheidet, Werden die Abducker in der Masse umd mit
blauer'Stimmkarte für „Ja“ Farbe bekennen: für kunftig nur noch einen Tarifvertrag pro Betrieb. Bei einem Kräfteverhältnis von 504:127 Sitzen zwischen schwarz-roter Koalition und grün-linker Opposition brennt da nichts an. Doch wider mancher Hoffnung sind die Probleme nicht vom Tisch - weder der Streik, noch Berufsgewerkschaften wie GDL & Co. Das Verfassungsgericht lässt grüßen. Gut, dass Deutschland so ein Grundgesetz hat, dass die Bürgerrechte fixiert; Und gut, dass es
Weselskys gibt, die diesen Wert vor Augen führen. Bei allem Für und Wider.

5.19.2015

Die Gangster sind Schuld? Wen meinen die?


Also jetzt wird es ernst, die Zeit ohne Bargeld kommt. Ich hoffe, euer Kellner oder Barmann hat euch dann noch lieb ohne bares Trinkgeld. Für die großen Geldeinnehmer wie beispielsweise die Großmarktkonzerne ist das verständlich. Die wollen die Weiber an den Marktkassen loswerden, die kosten zuviel Geld. Darum muss es bargeldlos auch erst recht besser gehen.
Eine Frage hätte ich trotzdem. Wie geht das dann im Puff? Ham dann die Mädels alle einen Geldkartenscanner in der Scheide? Ich meine, dann könnte ich Schäuble verstehen. Er wäre dann beim Bezahlen auf der richtigen Höhe (falls er in den Puff gehen sollte).
Und was ist mit dem Taschengeld für unsere Kinder? Bekommen die demnächst Geldkarten.
Nö, ich denke die Gangster sind die, die sich sowas ausdenken! 




2.13.2015

Ab in die Anstalt . . .

WIEN. Die österreichische Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) hat mit einer Broschüre für Aufregung gesorgt, die eine Diskriminierung der Frauen bei Steinigungen beklagt. Konkret heißt es dort, „daß die Durchführung der Steinigung eindeutig Nachteile für Frauen aufweist“. So würden Männer bei einer Steinigung nur bis zur Hüfte, Frauen hingegen bis zu den Schultern eingegraben, heißt es in dem Text.
„Dies ist bedeutend, weil im Falle des ‘Sich- Befreiens’ der (oder des) Verurteilten eine Begnadigung durchgesetzt werden kann. Dies ist bei Männern somit weitaus wahrscheinlicher“, belehrt die Broschüre des Frauenministeriums weiter.
Eine der Antworten auf den "Dünnschiss": Vielleicht sollte man die Dame vollständig und sehr tief in den Sand vergraben und dabei gleich ihre Gender Ideologie mitversenken. Dann wäre uns allen geholfen und würden solche schwachsinnige und überflüssige Diskussionen nicht mehr geführt werden.  Dieser Vorfall erinnert mich sofort an die genderorientierte Definition für Sexismus einer Osnabrücker Professorin der Sozialpsychologie, Frau Becker, die alleine die reale Feststellung auf Ungleichheit der Geschlechter schon für Sexismus hält! So sind die olympischen Spiele z.B. nach dieser Definition eine rein "sexistische" Veranstaltung.

7.09.2014

Schulbildung in Griechenland ist Schlusslicht

Zwei britische Untersuchungen über nationale Bildungssysteme verweisen Griechenland auf den letzten Platz unter allen europäischen Ländern.
Laut einer britischen Untersuchung befindet sich Griechenland bei Themen der Bildung und der Entwicklung seines Bildungssystems unter allen europäischen Ländern auf dem letzten Platz. In einer zweiten, weltweit in 40 Ländern durchgeführten Untersuchung belegt es Platz 37 und befindet sich in der selben Gruppe mit Ländern wie Indonesien, Mexiko und Brasilien.
Die erste Untersuchung erfolgte auf Initiative der Mediengruppe Pearson, von der die Vollendung der Untersuchung über die besten Bildungssysteme der Welt der Zeitschrift Economist angetragen wurde.
Die Untersuchung stützte sich auf die Ergebnisse der Studenten des tertiären Bildungszweigs, den Anteil der Absolventen des tertiären Bildungszweigs, auf zwei amerikanische Bildungsstudien sowie auch die Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die sich aus der PISA-Studie ergeben (Überprüfung der Fähigkeiten in mathematischen Problemen unter Schülern verschiedener Länder).
Es sei daran erinnert, dass Studien wie die obigen von Zeit zu Zeit von Akademikern großer europäischer Institute angezweifelt worden sind, die kommentierten, es kämen Bewertungskriterien zur Anwendung, die sich auf die Bildungsprioritäten konkreter Bildungssysteme – wie des angelsächsischen – beziehen. Eine weitere internationale Bewertung verweist Griechenland auf das niedrigste Niveau der Bildungssysteme in Europa und führt es zu einem Vergleich nur mit Ländern wie Indonesien, Mexiko und Brasilien.
Das griechische Bildungsministerium reagierte auf die Bekanntgabe der Ergebnisse der Untersuchung im Economist mit einer Bekanntmachung, in der es lautet: “Die konkrete Untersuchung bestätigt die – seit dem ersten Tag der Aufnahme der Aufgaben getroffenen – Feststellung der Führung des Bildungsministeriums, dass unser Bildungssystem seit vielen Jahren ohne Strategie, antipädagogisch und wachstumsfeindlich und dies einer der grundsätzlicheren Anlässe für die Krise war, die wir heute durchleben.

Bei der Bekanntgabe der Ergebnisse der konkreten Untersuchung führte der geschäftsführende Vorstand der Mediengruppe Pearson jedenfalls an, die Ergebnisse der Untersuchung zeigen den engen Zusammenhang auf, der zwischen der wirtschaftlichen Situation eines Landes und seinem Bildungssystem existiert.
Gemäß den am vergangenen Donnerstag (08 Mai 2014) bekannt gegebenen Ergebnissen der Untersuchung belegt auf der Liste der Länder mit dem besten Bildungssystem den ersten Platz Südkorea, gefolgt von Singapur und Honkong. Laut den Schlussfolgerungen der Untersuchung beruht der große Aufstieg der asiatischen Länder auf dem Bildungssektor auf der engen Kooperation zwischen Familie, Schülern und Lehrkörper sowie auch dem in diesen Ländern gegenüber den Lehrern gehegten Respekt.
Großbritannien rangiert auf internationalem Niveau unter den übrigen Ländern auf dem sechsten Platz, während Finnland mit seinem berühmten, vielgelobten und -prämierten Bildungssystem auf den fünften Platz “gefallen” ist. Imposant ist der Aufstieg Polens, das sich – wie von der Untersuchung aufgezeigt – weltweit auf dem zehnten Platz befindet.
Die ersten 20 Länder bezüglich ihres Bildungssystems sind laut der in Rede stehenden Untersuchung:
Südkorea


Das unzureichende Bildungssystem ist einer der Anlässe der heutigen Krise
Imposanter Aufstieg asiatischer Länder
Japan
Singapur
Hongkongκ
Finnland
Britannien
Kanada
Holland
Irland
Polen
Dänemark
Deutschland
Russland
USA
Australien
Neuseeland
Israel
Belgien
Tschechische Republik
Schweiz 

(Quelle: in.gr)  

Ende der Renten in Griechenland ab 2015

By Jörg on 27. Juni 2014

Ab 2015 geht es in Griechenland mit den Renten in der bisher bekannten Form zu Ende, da der der Staat fortan nur noch eine Grundrente von 360 Euro garantieren wird.
Die griechische Regierung unter Premierminister Antonis Samaras befürchtet neue … Explosionen im Versicherungssystem, die sehr wahrscheinlich auch die Zeit der politischen Entwicklungen drastisch beschleunigen werden. Die harte Memorandums-Klausel bezüglich einer dramatischen Einschränkung der Finanzierung der Rentenkassen aus dem staatlichen Haushalt und die Aktivierung der sogenannten Lex Loverdou (gemeint ist das einschlägige Gesetz aus dem Jahr 2010, als Andreas Loverdos das Amt des Ministers für Arbeit und Sozialversicherung bekleidete) ab dem 01 Januar 2015 bezüglich einer staatlich garantierten Rente von gerade einmal 360 Euro führen zum Ende der wie bisher bekannten Renten und zu einer gefährlichen Bedrohung für das politische System.

7.06.2013

Kurz geschnüffelt und schon wieder "high"!

Gerade in meiner abonnierten (früher habe ich sie mein Leib- und Magenblatt genannt) Zeitung gelesen: "Die Uni Potsdam bietet zum Wintersemester einen neuen Bachelor-Studiengang an. Politik und Wirtschaft dauert sechs Semester, teilt die Uni mit. In dem Studium geht es etwa um die Frage, inwieweit Regierungen wirtschaftliche Entwicklungen beeinflussen können. Bewerbungsschluss ist der 15. Juli". (dpa)

1.31.2013

Die wahre Bedeutung des sogennanten '' New Age''


„New Age“ (Neues Zeitalter) ist ein Begriff, den wir in den letzten Jahren immer öfter zu hören bekommen. Und immer öfter bekommen wir den Regenbogen zu sehen, die Pyramide, die Zahl 666, das Pentagramm, lauter beliebte Symbole des „New Age“. Ebenso häufig ist die Rede von Globalisierung und einer Neuen Weltordnung. Treten wir etwa in ein goldenes Zeitalter allgemeinen Glücks ein - oder wird uns vielleicht etwas verheimlicht?

Das „New Age“ hat seine Wurzeln in der Astrologie und im Okkultismus

Das sogenannte New Age gründet in einer alten Vorstellung, die in außerchristlichen Religionen zu finden ist. Es handelt sich um eine Auffassung der Astrologie, wonach angeblich ungefähr alle 2000 Jahre die Menschheit in ein neues Zeitalter eintritt. Die vorherige Epoche - so sagt man uns – sei das Zeitalter der Fische, das Zeitalter des Christentums gewesen.
Jetzt würden wir – heißt es – in eine neue Epoche, in das Zeitalter des Wassermanns eintreten, in ein goldenes Zeitalter für die Menschheit. Das Christentum werde eine Randerscheinung der Geschichte sein, neue Wahrheiten würden auftauchen, die den „Messias“ oder Christus des "New Age" herbeibrächten, d.h. den Antichristen. Dies genügt freilich schon, um zu erkennen, dass das sogenannte "New Age" in einem unvereinbaren Gegensatz zu unserem orthodoxen Glauben steht.

Was ist das „New Age“?



Es ist ein „unsichtbares Netz“ von weltweiten Sektenorganisationen. Hinduistische, buddhistische, guruistische, neognostische Organisationen, Seelenkult, „positives Denken“, Freimaurerei, Theosophie, Neogötzenkult, Neosatanismus, Magie, Astrologie, Hypnose, Spiritismus, Sufismus, „alternative Heilmethoden“, „östliche Kampftechniken“ u.a.. Der harte Kern des "New Age" wird von Gruppen mit totalitärem Charakter gebildet, die ihre wahren Ziele geheim halten und hinter einer irreführenden Maske agieren. Alle diese Organisationen sind durch gemeinsame Ziele miteinander verbunden und haben eine gemeinsame Vorstellung über Gott, den Menschen und die Welt, die den östlichen Religionen und dem Okkultismus entnommen sind.

Was glaubt das „New Age“?



Das grundlegende Element der Lehre des New Age ist der Glaube an einen unpersönlichen Gott, an das „Gesetz“ des Karma und der Wiedergeburt, an die Möglichkeit des Menschen, sich aus eigener Kraft mittels „Meditation“ substantiell in Gott zu verwandeln. An zentraler Stelle steht in der Lehre des New Age der absolute pantheistische Monismus („en to pan“ (alles ist eins) der Theosophie –„holistisches Modell“). Sie glauben zudem, dass wir in uns „verborgene Kräfte“ haben und dass die Erde beseelt ist („Gaia“). Das alles sind Einflüsse aus den östlichen Religionen (Buddhismus-Hinduismus), vermittelt durch die Freimaurerei und die Theosophie. Ihre Botschaft ist knapp umrissen die große luziferische Lüge, dass der Mensch von Natur aus Gott sei und Gott zu seiner Rettung nicht brauche.
Die Botschaften des New Age und vor allem die Dreiheit Sex, Gewalt und Vertrautheit mit Magie und dem dämonischen Element werden hauptsächlich über die Massenmedien verbreitet, über die Musik, die sogenannten östlichen Kampftechniken, die sogenannten alternativen Heilmethoden, die „Kinder“- Spiele u.a.
Das New Age treibt Verwirrung, indem es Begriffe wie Christus, Gebet, Liebe, Freiheit gebraucht, allerdings in einem anderen Sinn, und oftmals sogar in einem Sinn, der dem von uns Christen gebrauchten Wörtern diametral entgegengesetzt ist.

Ziele des „New Age“

Jene, die die Bewegung des New Age steuern, haben zwei fundamentale Ziele im Auge:
 1.) Die Errichtung einer Neuen Weltordnung auf politisch-sozialer Ebene, was auf die Durchsetzung einer Weltregierung hinausläuft, deren Haupt ein Weltherrscher (Diktator) ist, der von ihnen erwartete „Messias“ des Neuen Zeitalters.

 2.) Die Errichtung einer Neuen Weltordnung auf religiöser Ebene, d.h. die Schaffung einer neuen Weltreligion (Panreligion), die aus der Verschmelzung der bekannten Religionen bestehen soll. So sehen wir, wie Vertreter aller Religionen zu Diskussionen zusammengeführt werden, um herauszufinden, was sie „eint“. (Interchristlicher und interreligiöser Synkretismus). Wir erkennen unschwer, dass es sich dabei um eine dämonische Absicht handelt.
Unser Herr Jesus Christus sagt unmissverständlich: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“. (Joh. 14,6)
Dagegen behauptet das New Age, dass alle Wege, alle Religionen, zur Wahrheit führen. Wer - wie z.B. wir Orthodoxe – sagt, dass nur unser Glaube der wahre ist und den Menschen rettet, wird von ihnen als jemand angesehen, der „dem alten Zeitalter anhaftet“, er gilt als Feind des New Age und wird als fanatisch, intolerant, rassistisch, fundamentalistisch etc. verleumdet.

 Christus – so die Verfechter des New Age – sei einer von den vielen Eingeweihten und Lehrern der Menschheit. Er sei ein Mensch gewesen, der aus seinen eigenen Kräften hoch aufgestiegen sei.
 Wie wir weiter oben sagten, ist der antichristliche Charakter des New Age offensichtlich. Ebenso tritt zutage, dass das Hauptziel des New Age die Weltherrschaft ist. Dieses Ziel war und ist der Hauptzweck und der Plan der sogenannten Geheimgesellschaften wie Freimaurerei, Theosophie, Illuminaten (Aufgeklärte), und der „Clubs“ wie Trilaterale Kommission und Club Bilderberg. Eben dieses Ziel, nämlich die Weltherrschaft, ist auch der Traum der Zionisten. Die zionistischen Juden warten noch auf den Messias. Sie erwarten ihn als den, der ihnen die politisch-ökonomische Weltherrschaft sichert.

 Um die oben genannten Ziele zu erreichen, entscheiden die Planer des New Age, dass es ein System vollständiger Kontrolle über die Weltökonomie, den Handel, die Ernährung geben muss. Genau das bezweckt die vieldiskutierte Globalisierung, und nicht die Maximierung des Wohlstands, wie sie propagieren.
Damit die Welt völlig kontrollierbar wird,  ist die Abschaffung des uns bekannten Geldes vorgesehen und die Einrichtung des sogenannten virtuellen Geldes mittels der Karten. 

Um die zu erwartenden Proteste zu kontrollieren und zu filtern, geht ein Regime weltweiter polizeilicher Kontrolle voraus durch die elektronischen Personalausweise und die elektronische Datenerfassung. Hierzu gehört sowohl das Schengener Abkommen als auch das Gesetz 2472/97 zum angeblichen „Schutz des Bürgers vor der Verarbeitung personenbezogener Daten“. Privates Leben und Freiheit werden beschränkt, und das Ziel ist, sie gänzlich anzuschaffen. Albtraumhafte Szenarien einer Gesellschaft von kontrollierten Menschen-Robotern, so wie sie von Orwell in seinem berühmten Buch „1984“ beschrieben wurden, bilden ein stetiges Ziel der Neuen Weltordnung. Alles unter der Kontrolle und Führung des „Großen Bruders“.

Die Taktik des New Age

1

Um auf politisch-ökonomischer Ebene zu herrschen, wenden die Vertreter des New Age hauptsächlich zwei Mittel an:  

a) Zum einen agieren sie als Wegbereiter für die Nivellierung von Sprachen, Kulturen, Traditionen, ethnischen Besonderheiten, indem sie die Amerikanisierung der Völker unterstützen in dem Sinne, dass die Abfallprodukte des „amerikanischen Lebensstils“ übernommen werden. Sie fördern die Unterwerfung der Völker, indem sie der staatlichen Unabhängigkeit und der Volkssouveränität grundlegend ein Ende setzen. Schon jetzt haben die staatlichen Machtzentren keine volle Kontrolle mehr über die Finanzpolitik. Sie sind verpflichtet, sich den Vorschriften anderer internationaler Zentren anzupassen.

 Auf politischer Ebene werden viele der demokratischen Verordnungen unterminiert und ihre Kraft, Gültigkeit und Wirksamkeit geschwächt.

 b) Auf der anderen Seite fördert und verschärft das New Age die staatlichen Konfrontationen („Teile und herrsche“). Die Rechte der wirklichen oder, üblicher, der künstlich erzeugten nationalen oder religiösen „Minderheiten“ sind der Hebel für den Umsturz der alten und die Installierung der Neuen Weltordnung. Dogma der neuen NATO ist, dass überall auf der Welt in die nationale Herrschaft eingegriffen werden kann (durch die NATO), wenn sie urteilt, dass die Rechte von Minderheiten verletzt werden!

  2.) Um auf religiöser Ebene zu dominieren, um seine dämonische Panreligion zu installieren,  behauptet das New Age, dass alle Religionen doch eigentlich gleich seien, und versucht international, die Sphäre der Orthodoxen Kirche auszuhöhlen, d.h. von innen her in den Griff zu bekommen, da ja die übrigen „Kirchen“ oder Religionen mehr oder minder mit im Spiele des New Age sind, und, ja, mit dem Papst als Oberhaupt, dem mutmaßlichen religiösen Weltherrscher.

 Die Vertreter des New Age, treten – irreführend und irregeführt – gewöhnlich als Christen auf, um Verwirrung zu stiften! Gleichzeitig verleumden sie schrittweise die Heilige Schrift.
 Ihr Ziel ist es nicht, die Kirchen zu leeren, sondern sie mit Menschen zu füllen, die eine verfälschte Geisteshaltung haben! Daneben werden solche Vorbilder durch die Werbung geschleust, die darauf abzielen, dass sich der Mensch in ein Wesen umwandelt, dessen „Leben und Bewegung sich, wie gesagt wurde, auf zwei Geräte, das Fernsehen und den Kühlschrank, einschränkt. Auf diese Art und Weise wird die ganze Welt kontrolliert und gesteuert.“ („Christlicher Funke“ [«Χριστ. Σπίθα»], Blatt 543, Juli 1977).

Schlussfolgerung

 

Das sogenannte Neue Zeitalter ist keineswegs neu. Es ist die archaische luziferische Lüge, dass der Mensch seiner Natur nach Gott sei. Es ist die alte Begier der dunklen Mächte, der „Geheimgesellschaften“, nach der Weltherrschaft. Das New Age besteht nicht aus einer höchsteigenen, inneren Suche der Menschen und der Gesellschaften. Es ist geplant und wird von außen aufgezwungen.

Die Haltung der Christen


Diesen dunklen und gefährlichen Plänen, die nach einer Neuen Weltordnung und einer Globalisierung ohne Christus und gegen Christus trachten, haben wir Christen das Licht und die Wahrheit Christi entgegenzusetzen. Der lügnerischen und luziferischen Hypothese der Selbstvergottung haben wir die wahre Gottwerdung - der Gnade nach - entgegenzuhalten, zu der wir von unserem Herrn Jesus Christus gerufen werden, in Gemeinschaft der Liebe zu Ihm und des Gehorsams in Seinen allheiligen Willen.

Alle diese tiefen Veränderungen, die systematisch und nicht zufällig um uns herum geschehen, sollten wir mit der „guten Unruhe“ sehen, wie der selige Gerontas Paisisos vom Heiligen Berg betonte. Und „dass wir nicht wachend schlafen“, in dem Moment, wo auch weltliche Menschen schon beginnen aufzuwachen und sich bewusst zu werden, was es mit dieser Globalisierung in Wirklichkeit auf sich hat. Die gute Unruhe muss sich in geistiger Wachsamkeit ausdrücken, in der Intensivierung des geistlichen Kampfes, des Gebets und der Metanoia. Aber auch in Form eines Eingriffs, wo und wann es nötig ist und uns die Kirche dazu aufruft. So können wir denjenigen Menschen beistehen, die sich aus Unwissenheit in der großen Lüge des New Age verirrt haben. Wir müssen „Wege finden für das Überleben des Menschen und der Kultur… Widerstehen wir der Auflösung der nationalen Identitäten und Sprachen, dann werden wir nicht nur dem amerikanischen Imperialismus widerstehen, sondern auch der Übermacht des internationalen Verbrechens“ (aus der Rede von Erzbischof Christodoulos bei der „Versammlung der Athener“ im Jahre 1999).

Und vergessen wir nicht: Jene, die Globalisierungen ohne Christus und gegen Christus und auch gegen die Menschen planen, machen „die Rechnung ohne den Wirt“, denn der einzige und wahre Herr der Geschichte und der Welt ist unser Herr Jesus Christus.

Autor dieses Beitrages ist ein Freund namens Evangelos. Er wohnt in Athen und ist, wie 90 Prozent aller Griechen Mitglied der Orthodoxen Kirche Greichenlands, ein heller und streitbarer Kopf, ein Verbündeter im Kampf gegen die zerstörerische Globalisierung.   

9.04.2012

„Pussy Riot“ - Lady Suppenhuhn

25.08.2012
Böser Staat contra unschuldige Mädchen: Das war das Bild, das von Pussy Riot gezeichnet wurde. Dabei erinnern die Aktionskünstler mit ihren vulgären Provokationen viel mehr an die erste RAF- Generation.


Von MORITZ GATHMANN

Das Urteil ist gesprochen: Ein russisches Gericht hat drei Frauen von „Pussy Riot“ zu je zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Wochenlang trieben ausländische Journalisten und Medien im Pussy-Riot- Rausch, malten sich und der Welt ein Bild. Es trägt den Titel: „Böser russischer Staat gegen unschuldige kleine Mädchen“. Die Wirklichkeit verzerrten die Journalisten, das Bild sollte möglichst perfekt sein. Bitte kein grau. Eine Frage wurde gar nicht mehr gestellt, sie ging unter in der Solidarisierungswelle. Eine wichtige Frage: Für wen setzen wir uns da eigentlich ein?
Die 22 Jahre alte ehemalige Philosophiestudentin Nadjeschda Tolokonnikowa, die als Ikone der Russischen Revolution, als Heldin gezeichnet wird, ist seit Jahren Mitglied der russischen Aktionskunstszene. Mit der Gruppe „Woina“ veranstalteten sie, ihr Mann Pjotr Wersilow und einige andere im Frühjahr 2008 eine Gruppensex-Orgie im Moskauer Museum für Biologie. Tolokonnikowa war damals im neunten Monat schwanger - der Gruppensex machte sie und die anderen auf einen Schlag in ganz Russland bekannt.

Pornographie als Kunst
Weitere provokative und vulgäre Aktionen folgten:
Im September 2008 erhängte die Gruppe symbolisch fünf Menschen in einem Moskauer Supermarkt: Zwei Homosexuelle ließen sich freiwillig „hängen“, drei Gastarbeiter bekamen Geld. Mit Stricken um den Hals, allerdings ohne Gefahr für ihr Leben, baumelten sie an der Decke, bis Mitarbeiter des Supermarktes sie abnahmen.
Am ersten Tag des Prozesses gegen den Kunstkuratoren Andrej Jerofejew im Mai 2009 packten Tolokonnikowa und andere „Woina“-Mitglieder im Gerichtssaal E- Gitarren aus und sangen das Lied „Vergiss nicht, dass alle Bullen Missgeburten sind“. Die Aktion trug den Namen „Schwanz in den Arsch“.
Im Juli 2010 entwendete eine Aktivistin von „Woina“ ein Suppenhuhn aus einem Petersburger Supermarkt. Mit einigen Männern und kleinen Kindern im Schlepptau wanderte sie im Markt umher, schließlich stopfte sie sich das Suppenhuhn so tief wie möglich in ihr Geschlechtsorgan und verließ den Laden. Die Gruppe filmte die Aktion und stellte den Clip ins Netz, alles, was sie tun,
dokumentieren sie. Pornographie als Kunst. Das Video ist mittlerweile schwer zu finden, manche Plattformen haben es gelöscht, andere Versionen sind großflächig verpixelt.

Arroganter, rechthaberischer Duktus
Und was sollte das Ganze? Die Woina- Mitglieder nannten die Aktion „Bjesbljadno“. Das bedeutet „nicht anschaffend“. „Woina“- Gründer Oleg Worotnikow erklärte den Titel so: „Nicht anschaffen gehen ist das Lebensprinzip von Woina. Unsere Aktivisten sind keine Schlampen, sie verkaufen nichts und kaufen nichts. Sie leben, ohne Geld auszugeben, also ohne anschaffen zu gehen. Sie vögeln nach allen Regeln der Kunst die zuhälterische russische Wirtschaft und das Regime, das das Volk vernichtet. Alles, was Woina braucht, nimmt es sich umsonst. Lebe umsonst, stirb ohne anschaffen zu gehen. Nieder mit der Küchensklaverei, es lebe die russische Frau!“
Im Herbst 2009 hatte ein ukrainischer Blogger Geschlechtsverkehr mit einer Frau vor dem Parlament in Kiew. Ein Nachahmer von „Woina“. Die russischen Aktivisten waren mit von der Partie, sie kümmerten sich um die Organisation und um die mediale Vermarktung des Events. Der Blogger kam in Untersuchungshaft und wurde später zu einer Gefängnisstrafe auf Bewährung verurteilt. Auch die Mitglieder von „Woina“ wurden von der ukrainischen Polizei beinahe in einer Wohnung festgenommen. Die Gruppe spaltete sich, ihr Mitbegründer Oleg Worotnikow behauptete, Wersilow und Tolokonnikowa hätten den Blogger und die Gruppenmitglieder an die Polizei verraten.
Der arrogante, rechthaberische Duktus der Pamphlete und Interviews von Worotnikow, Wersilow und Tolokonnikowa ähnelt jenem der deutschen Sponti-Szene in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts: Der Name der Künstlergruppe „Woina“ bedeutet „Krieg“. Sie führen ihn gegen das Establishment, den Staat und die Polizei. Beim Sturm einer Modenschau in Moskau zündeten sie Brandpulver und riefen „Fickt die Sexisten, die verfickten Putinisten“. Über die Reaktion des Publikums sagten sie stolz: „Die Idioten in ihren Pelzmäntelchen blieben einfach sitzen wie dumme Kühe. Sie sind so debil, dass sie gar nicht wussten, was sie tun sollen.“

Selbst Oppositionelle haben die Aktion in der Kirche kritisiert
Sich selbst sehen sie als Speerspitze einer Bewegung, die dem Rest der Gesellschaft die Augen öffnen muss. „Alle drei wollen Russland vom Mittelalter in die Moderne bringen“, beschrieb Wersilow die Motivation der inhaftierten Pussy-Riot- Aktivistinnen. Ihre Verachtung gegenüber praktisch allen anderen russischen Künstlern, die sich angeblich mit dem System arrangiert haben, ist grenzenlos. Ihre politische Ausrichtung nennen sie „linken Antiautoritarismus“. Sie fordern „mehr Selbstverwaltung und Selbstorganisation“ und dass es „keine beschissenen Führer“ gibt. Außerdem wollen sie „Putin die Nase brechen“ und „dass die feministische Bewegung aktiver wird, dass Feministinnen nicht nur unzufrieden, sondern auch gegen Putin sind“.
Die Aktivistinnen neigen nicht zur Bescheidenheit: „Wir sind Figuren aus
Filmen über Superhelden, die aus dem Fernseher gekommen sind, um die Straßen zu erobern“, sagten sie in einem Interview. Vor dem Urteil schrieb Tolokonnikowa in einem Brief, ihr Fall habe völlig unterschiedliche Kräfte der Gesellschaft vereint: „Es geschieht, was für die heutige russische Politik unglaublich ist: Die Gesellschaft nimmt Einfluss auf das Regime, fordernd, beharrlich, machtvoll und konsequent. Egal, wie das Urteil sein wird, wir siegen, ihr siegt schon. Weil wir gelernt haben, zornig zu sein und politisch zu sprechen.“ Dem „Spiegel“ erzählte Wersilow, die drei jungen Frauen seien „Vorbilder für Millionen von Russen“. Die Behauptung ist bodenlos: Selbst russische Oppositionelle wie Boris Akunin und Alexej Nawalny haben die Aktion in der Kirche kritisiert und lediglich gegen die zu harte Reaktion des Staates protestiert. „Wir stehen vor einer unbestreitbaren Tatsache: Dumme Hühner, die einen Akt geringfügigen Rowdytums begangen haben, um Publicity zu bekommen“, schrieb Nawalny.
Auch der Vergleich der herrschenden Verhältnisse mit jenen der totalitären Vergangenheit erinnert an die sechziger Jahre: „In Russland hat sich in den vergangenen 50 Jahren wenig geändert: Wahre Anerkennung kann ein Mensch aus der Kultur nur erlangen, indem er sich dem Regime entgegenstellt, indem er ins Gefängnis geht und verfolgt wird“, schrieben Tolokonnikowa und ihre Gefährtinnen aus der Untersuchungshaft an den damaligen Präsidenten Dmitrij Medwedjew. In ihrem Schlusswort am letzten Gerichtstag verglich Tolokonnikowa das Verfahren mit der Inquisition und der Praxis der „Stalinschen Troikas“, jener NKWD- Kommissionen mit drei Mitgliedern, die vor allem in den dreißiger Jahren in der
vor allem in den dreißiger Jahren in der Sowjetunion wüteten.

All die Suaden erscheinen heuchlerisch
Parallelen zur ersten RAF-Generation gibt es auch in der Rücksichtslosigkeit gegenüber den eigenen Kindern. Ulrike Meinhof ließ ihre Zwillingstöchter in Sizilien verstecken, um sich voll und ganz dem Kampf gegen das System widmen zu können. Bei den russischen Aktionskünstlern werden die Kinder sogar zum Instrument oder Schutzschild der Gruppe. „Woina“-Mitbegründer Worotnikow stürmte auf einer nicht genehmigten Demonstration in Sankt Petersburg inmitten von Mitgliedern der autonomen Szene mit seinem zwei Jahre alten Sohn auf dem Rücken über den Newskij-Prospekt. Dabei bespritzte er Polizisten mit Urin, das er in mehrere Flaschen abgefüllt hatte. Als die Polizei ihn festsetzte und ihm den schreienden Sohn entwand, beschwerte Worotnikow sich über die unmenschlichen Methoden der Polizei.
Nur Tage nach dem Gruppensex im Museum gebar Tolokonnikowa ihre Tochter Gera. Nach Streitigkeiten mit ihren Eltern, die ihren Lebensstil missbilligten, musste Tolokonnikowa die von ihnen zu Verfügung gestellte Wohnung verlassen. Die junge Familie zog daraufhin von Wohnung zu Wohnung, bis sich die wenige Monate alte Gera bei einem nächtlichen Sturz von einem Computertisch schwer verletzte. Als Wersilow und Tolokonnikowa in Kiew den Blogger beim öffentlichen Geschlechtsverkehr unterstützten, befand sich die inzwischen anderthalb Jahre alte Tochter schon seit längerem in der Obhut von Wersilows Eltern.
In den vergangenen Monaten setzte Wersilow seine Tochter Gera medienwirksam ein. Für CNN spazierte er mit ihr im Garten. Im Internet veröffentlichte er ein Foto des nun vier Jahre alten Mädchens. In der Hand hält sie ein Plakat mit der Aufschrift: „Ich gehe auf die Demo, damit meine Mutter entlassen wird.“ Einen Tag nach dem Urteil erzählte er russischen Medien, Gera zeichne für ihre Mutter Fluchtpläne. All die Suaden über den unmenschlichen russischen Staat, der die Mütter zweier kleiner Kinder ins Gefängnis stecke, erscheinen vor diesem Hintergrund zumindest fragwürdig, wenn nicht sogar heuchlerisch.

Nicht vergleichbar mit Deutschland im Jahr 2012
Wussten Tolokonnikowa und ihre Mitstreiterinnen, welche Tragweite ihre Aktion haben würde? In Briefen aus dem Gefängnis und Äußerungen vor Gericht behaupten die drei, dass sie sich eine solche Reaktion nicht hätten vorstellen können. Auch hätten sie nicht geahnt, dass ihre Aktion die Gefühle von orthodoxen Gläubigen verletzen könnte. Dafür gibt es zwei mögliche Erklärungen: Entweder sind die Frauen sehr naiv oder sie sagen nicht die Wahrheit. Da zumindest Tolokonnikowa seit nunmehr fünf Jahren Mitglied der Aktionskünstlerszene ist, lässt sich Naivität in ihrem Fall ausschließen.
Ganz nüchtern betrachtet: Die Frauen drangen in die wichtigste Kathedrale des Landes ein, sangen dort „Scheiße, Scheiße, Gottesscheiße“ (etwa vergleichbar mit dem italienischen „porco dio“) und dass der Patriarch ein „Schweinehund“ (das russische Wort entspricht stilistisch dem englischen „bitch“) sei. Zuvor hatten sie bei einem ähnlichen Auftritt in einer kleineren Kirche schon Material gesammelt. Aus beiden Videoaufnahmen bastelten sie dann den Clip, der im Internet mehrere Millionen Klicks sammelte.
Die heutige russische Gesellschaft ist nicht vergleichbar mit jener Deutschlands im Jahr 2012. Sie ähnelt eher der westdeutschen Gesellschaft der sechziger Jahre und ihrer verbreiteten Intoleranz. Das „Punkgebet“ in der Christ-Erlöser- Kathedrale war für jeden gläubigen oder zumindest konservativen Russen die maximal mögliche Provokation. Nicht etwa wegen der Worte „Gottesmutter, vertreibe Putin“, sondern wegen der Tänze vor der Ikonostase, der Schimpfworte an einem religiösen Ort, wegen der erschrocken umherlaufenden älteren Frauen. Hätten die jungen Frauen, so wie bei früheren Aktionen – darunter der Auftritt „Putin hat sich in die Hosen gemacht“ auf dem Roten Platz – einen weniger „heiligen“ Ort gewählt, sie säßen nicht im Gefängnis.
Viele Russen sind zynisch geworden
Umfragen des unabhängigen Meinungsforschungsinstituts Lewada zeigen, dass sich vor dem Prozess 86 Prozent der Russen für eine Bestrafung der Frauen aussprachen und 37 Prozent sogar für eine Gefängnisstrafe. In den Augen der russischen Bevölkerung hat der Staat mit dem Urteil einigen Provokateuren eine Lektion erteilt, und dies nach Recht und Gesetz. Laut Lewada-Umfragen ist fast die Hälfte aller Russen überzeugt, dass das Gerichtsverfahren objektiv, unvoreingenommen und gerecht verlaufen sei.
Das Ende der Sowjetunion und der Verlust der kommunistischen Ideologie hat in der russischen Gesellschaft ein Wertevakuum hinterlassen, an dem das Land bis heute krankt. Die Gesellschaft ist stark individualisiert, als einzige funktionierende soziale Einheit ist oft nur die Familie übriggeblieben. Viele Russen sind zynisch geworden, vertrauen ihrem Bürgermeister ebenso wenig wie ihrem Nachbarn.
Der orthodoxe Glaube ist dabei für sie der einzige „Anker“, der ihnen Identität stiftet, eine Institution, die die Gesellschaft über alle Einkommens-, Herkunfts- und Bildungsunterschiede zusammenhalten kann. Dass der Staat die Kirche propagandistisch für seine Zwecke nutzt, ist ihnen bewusst, wird von Priestern und einfachen Gläubigen auch kritisiert. Aber auch diese Kritiker hat das Punkgebet von „Pussy Riot“ vor den Kopf gestoßen.

Von Widersprüchen geprägt
Dass derartige Kunstaktionen nicht nur in Russland strafbar sind, mussten am Sonntag drei Pussy-Riot-Unterstützer erkennen, die im Kölner Dom Solidaritätslieder sangen. Sie erhielten eine Anzeige wegen Störung der Religionsausübung (bis zu drei Jahren Freiheitsentzug), Hausfriedensbruch (bis zu einem Jahr Freiheitsentzug) und Verstoß gegen das Versammlungsrecht. Die Rechtspraxis in Deutschland unterscheidet sich allerdings von der russischen: Eine solche Tat wird als Ordnungswidrigkeit gewertet, und die Angeklagten kommen mit Geldstrafen davon. Das Urteil fiel in Russland viel härter aus – viel zu hart.
Deutsche Redaktionen fordern von ihren Moskau-Korrespondenten gerne den
„Rundumschlag“, damit das Thema für den Leser leicht verdaulich ist. In diesem Fall hieß das: der Fall „Pussy Riot“ als Zeichen dafür, dass der russische Staat unter Putin III. in die Diktatur abgleitet. So wurde es dutzendfach geschrieben, obwohl die These gewagt ist. Echte Diktaturen wie Nordkorea oder Usbekistan gehen gegen ihre Kritiker mit ganz anderer Härte vor. Prozesse sind dort häufig nicht öffentlich, und Kritiker verschwinden für Jahre hinter Gefängnismauern, ohne dass ihr Schicksal im Westen viel Aufmerksamkeit findet.
Die russische Wirklichkeit war und ist von Widersprüchen geprägt. Ja, Nichtregierungsorganisationen müssen sich seit neuestem als „ausländische Agenten“ bezeichnen, und das Demonstrationsgesetz wurde radikal verschärft. Andererseits wurde im Frühjahr das Parteiengesetz radikal entschärft, lange verbotene Parteien sind nun wieder offiziell registriert worden. Auch die 2005 abgeschafften Direktwahlen der Gouverneure wurden im Januar wieder eingeführt – was als direkte Reaktion des Regimes auf die Winterdemonstrationen interpretiert wurde.

Putin liebt es, die Rolle des bösen Buben zu spielen
Ganz allgemein gesagt: Offene Kritik an Putin bedeutet nicht, dass man dafür ins Gefängnis kommt. Viel eher ist das Gegenteil der Fall. Der Schriftsteller Sachar Prilepin, ein erbitterter Gegner von Putin, beklagte einmal, dass die russische Demokratie so angelegt sei, dass man über sich selbst, das System und seine Führer alles sagen und schreiben könne – das einzige Problem sei, dass das den
Vertretern des Regimes völlig schnurz sei.
Der internationale Aufruhr rund um die drei jungen Frauen mag für viele im Westen, die sich an den Protesten beteiligt haben, eine Herzenssache gewesen sein. In Russland selbst jedoch hat die mediale Aufblähung des Verfahrens Präsident Putin nicht nur nicht geschadet, sondern sogar genützt. Wie es der Kunstkurator Andrej Jerofejew, der vor zwei Jahren wegen eines ähnlichen Verfahrens vor Gericht stand, ausgedrückt hat: Putin liebt es, die Rolle des bösen Buben zu spielen. Zudem weiß er aus der Vergangenheit: All die internationalen Proteste gehen an den bestehenden politischen und wirtschaftlichen Beziehungen vorbei wie ein lauer Sommerwind. Dafür ist Russland zu wichtig, als Kunde der deutschen Wirtschaft und unverzichtbarer Rohstofflieferant in Europa, als Vetomacht im UN-Sicherheitsrat.

Sympathie und Verständnis vor allem im Ausland
Nach dem Urteil kamen bekannte Oppositionelle wie der Schriftsteller Boris Akunin und der Anwalt Alexej Nawalny zum Chamowniki-Gericht, um gegen das Verfahren zu demonstrieren. Massenproteste gab es nicht. Die meisten oppositionell gesinnten und gut informierten Russen, und davon gibt es in Moskau Hunderttausende, wollten offenbar nicht für „Pussy Riot“ auf die Straße gehen. Aus ihrer Sicht sind „Pussy Riot“ keine Dissidenten, ihren Aktionen fehlte es an Relevanz. Würde dagegen ein Gericht Nawalny oder Akunin verurteilen – die Reaktion der Bürger wäre ganz anders.
Millionen mögen die Petition an Putin unterschreiben, Madonna mag für „Pussy Riot“ singen, die grüne Bundestagsabgeordnete Marie-Luise Beck sogar extra zum Prozess nach Moskau kommen – Sympathie und Verständnis wecken solche Aktionen vor allem im Ausland. „Pussy Riot“ hätten „der russischen Protestbewegung ein Gesicht gegeben“, sagt Wersilow. Wunschdenken. Der Protestbewegung hat die Affäre keinen neuen Auftrieb gegeben. Sie hat ihr sogar zutiefst geschadet.

  Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung

8.21.2012

Kringeln wir uns nicht mehr?

Schreibschrift in Seenot

Unsere deutsche Sprache hat es auch nicht leicht! Wir wissen mittlerweile alle, daß im Hundekuchen kein Hund drin ist und daß ein Zitronenfalter kein Küchengerät ist. Und dann steckt uns allen noch die letzte Rechtschreibreform tief in den Knochen, da man seither ohne Wörterbuch nicht mehr sicher schreiben kann. Vom Coffee-Shop, der Lounge und anderen Highlights zur After-Hour wollen wir internationalistisch aufgeschlossen gerne schweigen. Haben Sie eigentlich schon mal »Gratisgeschenk« gegoogelt? Macht 42 Millionen Einträge. Erst kürzlich berichtete das Hamburger Abendblatt von »runden Kugeln«. Und unsere Kinder? Angeblich schrumpft der von ihnen beherrschte Wortschatz. In den westlichen Bundesländern soll er sich seit den 1970er Jahren sogar halbiert haben. Dazu passen Pläne des Grundschulverbandes, die uns bekannte Schreibschrift (Schul-Ausgangsschrift beziehungsweise vereinfachte Ausgangsschrift) gegen eine Druckschrift (»Grundschrift«) zu ersetzen. Man meint, das Schreibenlernen würde den Kindern damit viel leichter fallen. Besonders Kinder aus dem sogenannten bildungsfernen Milieu bekämen so bessere Startmöglichkeiten im Land der begrenzten Bildungsmöglichkeiten. Kritiker verweisen darauf, daß die persönliche Handschrift dann der Vergangenheit angehöre und der nächste logische Schritt nur der sein kann, die Buchstaben gleich in die Tastatur einzugeben. In Hamburg ist die »Grundschrift« schon möglich. In Bayern wird bald darüber entschieden. In vielen Bundesländern werden bislang erst die Druckbuchstaben gelernt und dann erst die Schreibschrift. Sind wir bald alle schnörkellos? Kringeln wir uns nicht mehr? Der einzeln gestellte Druckbuchstabe, ist das nicht Isolation, Entfremdung und Stanzwerk? Das Einüben der Schreibschrift ist eine Kulturfertigkeit, die gleichzeitig Inhalt und Ergebnis einer hochverdichteten Koordinations- und Konzentrationsleistung ist. Andererseits zeigt die Geschichte der »deutschen Schreibschrift« (Sütterlin, Kurrent), daß Schreibschriften tatsächlich einmal aufgeschüttete Bildungsbarrieren einer aristokratischen Oberschicht waren und bürgerlichen und besonders proletarischen Schichten den Bildungserwerb künstlich erschwerten. Hieße das zukünftig, Bremens Grundschüler drucken und die in Hamburg schreiben in ihre Hefte? In diesem Sinne: »Schakkeline, Schastin, Käwinn – tu die Omma aus Meck-Pomm ma winken! Hagen Bonn

Quelle: "Junge Welt/Feuilleton/21.08.2012

8.11.2012

Syrien: 4-jähriges Kind von den "Rebellen" öffentlich hingerichtet


Editor 08/08/2012 17:01:00
Die syrischen Terroristen, die sich "Freie syrische Armee " und "Opposition" nennen, haben in Damaskus einen vierjährigen Knaben in seinem Kinderschlafanzug erhängt, nachdem sie vor seinen Augen die ganze Familie ermordet hatten.

Laut einem Bericht von irakischen Menschenrechtlern, hatten die bewaffneten Rebellengruppen das Haus einer schiitisch - irakischen Familie im Seyede Zainab Quartier in der Hauptstadt Damaskus gestürmt und die Mutter, den Vater, Schwestern und Brüder und die Grosseltern getötet. Danach wurde das jüngste Kind der Familie von den "Rebellen" mit Schlägen und Tritten grauenhaft misshandelt und dann öffentlich gehängt. Zuvor wurde es gezwungen die Tötung seiner Familie mit anzusehen.
Bei der Obduktion wurde festgestellt, dass der Tod aufgrund zerebraler Ischämie ( akute Durchblutungsstörung eines Hirnteils) und aufgrund des Drucks des Strickes auf die Halsgefäße eintrat. Auch wurden starke Verletzungen im Analbereich festgestellt, da das Kind zuvor vergewaltigt wurde. Wie sich weiter herausstellte, wurde das Vorhandensein von vielen Abschürfungen und Wunden dadurch verursacht, dass der Knabe eine lange Strecke über den Boden geschleift wurde, bevor man ihn tötete.
Bei einem ähnlichen Verbrechen in der vergangenen Woche hatten die "Rebellen" im Nordwesten der Stadt Aleppo brutal 15 Zivilisten unter dem Vorwurf der Unterstützung der Bashar al-Assad Regierung hingerichtet. Hunderte Menschen, darunter Angehörige der Sicherheitskräfte, wurden bei diversen Protestkundgebungen getötet, die sich dann in bewaffnete Auseinandersetzungen verwandelten.
Die Assad Regierung beschuldigt Outlaws, Saboteure, und bewaffnete terroristische Gruppen zahlloser Tötungen und betonte, dass die Unruhen aus dem Ausland orchestriert werden. Die USA und viele weitere westliche Länder unterstützen diese Kindermörder finanziell.
Anmerkung der Redaktion
Aufgrund vieler Proteste und Drohungen uns anzuzeigen, haben wir das Bild des erhängten Jungen auch wegen seiner Grausamkeit wieder entfernt. Insgesamt liegen uns 8 Photos vor, Bilder in Grossaufnahme vom zerschlagenen und zertrümmerten Gesicht und noch Schlimmeres. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir diese Photos nicht länger oder generell nicht veröffentlichen können. Sie sind so fürchterlich, dass selbst erwachsene Männer dabei weinen müssten.

Quelle: http://www.schweizmagazin.ch/news/ausland/10757-Syrien--jhriges-Kind-von-den-Rebellen-ffentlich-hingerichtet.html?print Seite 1 von 1