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10.16.2015

Das sollte man unbedingt mal ausprobieren . . . .






14. Oktober 2015 - 10:00

Kommunen lassen Verweigerern von Rundfunkgebühren Luft aus den Reifen. Foto:  Jeydie/ Unknown/ Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Kommunen lassen Verweigerern von Rundfunkgebühren Luft aus den Reifen.
In Deutschland gehen Kommunen hart gegen Bürger vor, die ihre Rundfunkgebühr nicht bezahlen. Wie Focus Online berichtet, wird Schuldnern einfach die Luft aus den Autoreifen gelassen. Diese Vollstreckungsmethode habe sich bewährt - ein Ventilaufsatz sorgt dafür, dass nach etwa 600 Metern die Luft aus den Reifen entweicht.
891.000 Schuldner bei Rundfunkanstalten
Wenn schon ein Pfandsiegel am Türschloss klebt und eine Mahnung im Briefkasten liegt, ist das alles nicht so schlimm. Die eigentliche Drohung ist ein leuchtend gelber Stöpsel unten am Autoreifen - auf dem Ventil. Die mit Schlössern gesicherten Ventil-Aufsätze sorgen dafür, dass ein Auto, wenn es dennoch gefahren wird, nach wenigen Metern einen „Plattfuß“ hat. Die Ventilaufsätze werden in Deutschland bereits seit mehr als zehn Jahren gegen Schuldner eingesetzt, wenn Mahnungen und Zahlungsaufforderungen nicht gefruchtet haben.  
Im vergangenen Jahr baten die Rundfunkanstalten fast 891.000 Mal um Amtshilfe der zuständigen Vollstreckungsbehörden - ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 27 Prozent. 2013 waren es noch knapp 701.000 solcher Ersuchen.

Quelle:  https://www.unzensuriert.at/

8.13.2015

Natürlich gibt es keine Flüchtlinge zweiter Klasse - oder?

Meine Leib- und Magenzeitung hat mit Sachsens Ministerpräsident gesprochen und veröffentlicht entsprechende Beiträge.  "Es ist eine zutiefst humanitäre Pflicht, Menschen vorurteilsfrei zu begegnen und sie auch so zu behandeln", soll Tillich gesagt haben.
Das sollte auch so sein. Aber ist es so? Oder gibt es einwanderungswillige Menschen, die wir nicht hier haben wollen?  Nein? Doch! Da haben wir beispielsweise die Südosteuropäer ((Albanien, Bosnien, Bulgarien, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Rumänien und Serbien). Seit dem Balkankrieg - an dem auch Deutschland aktiv beteiligt war - und der mörderischen Auflösung Jugoslawiens, ist es dort wirtschaftlich mittlerweile so weit bergab gegangen, dass die Menschen in diesen Ländern katastrophale Not leiden. Viele Menschen aus diesen Ländern würden gerne nach Deutschland einreisen.
Aber: "Die Bundesregierung  will die ansteigende Fluchtbewegung aus Südosteuropa nun mit Aufklärung und Propaganda eindämmen. Mit einer dramatisch formulierten Anzeigenkampagne, die in den sechs meistgelesenen albanischen Zeitungen initiiert wurde, sollen potenzielle Flüchtlinge  aus dem verarmten Balkanland abgeschreckt werden.
Die Bewohner Albaniens sollten "skrupellosen Geschäftemachern keinen Glauben" schenken, die "aus Profitgier Märchen über Asylgewährung, Arbeitsstellen, und Wohnungen in Deutschland" verbreiten, hieß es in den "Wirtschaftsasyl  in Deutschland" betitelten Zeitungsanzeigen der Bundesregierung . Deutschland droht mit der Kampagne potenziellen Asylbewerbern ungeschminkt mit dem finanziellen Ruin, sollten sie sich in die Bundesrepublik wagen: Ruinieren Sie nicht durch die Aufgabe ihrer Lebensgrundlage  in Ihrem Wohnort nicht Ihre Zukunft und die Zukunft ihrer Kinder!"  (1) Wieso gilt das für Flüchtlinge aus Südosteuropa?
Das wiederum übereinstimmt mit mindestens einem weitere Tillich-Zitat aus meiner LuM-Zeitung: "Vom Tisch dagegen für alle in der Landesregierung der Vorschlag "Abschiebe-Camps" für Balkan-Flüchtlinge mit geringen Bleibe-Chancen einzurichten". Klar doch, wenn das mit der Anzeigen-Kampagne in Albanien und sicher auch noch anderen Ländern in Südosteuropa funktioniert.
Erst kürzlich wurden us dem Landkreis Görlitz wieder 58 Asylbewerber abgeschoben.  Es sollen Flüchtlinge aus den "sicheren südosteuropäischen Ländern" gewesen sein.

Weiterlesen: http://www.heise.de/tp/artikel/45/45671/1.html

6.21.2015

Wenn Obama nicht auf die Schnauze fällt,

bahnt sich TTIP weiter und noch zügiger an. Zu merken ist das beispielsweise zur Zeit vor allem am Aufkauf deutscher Unternehmen. Das deutsche Superunternehmen Metro verscherbelt für 2,85 Milliarden Dollar die Kaufhof-Kette an ein kanadisches Unternehmen. Das versichert, die Arbeitsplätze in Deutschland würden erhalten bleiben.

Ein deutscher Medikamentenhersteller (Riluzol-Hersteller) hat seine Firma an die englische GENTEK verkauft.
Und in Babelsberg (bei der ehemaligen DEFA (DDR), wird erstmals eine komplette amerikanische Fernsehserie gedreht.

Ein bissel anders läuft es außerhalb von Deutschland, beispielweise in der Schweiz. Der giftige US-Konzern Monsanto, der ja längst in Deutschland vertreten ist, aber in Deutschland keinen guten Stand hat, hat versucht, für 40,5 Milliarden Euro den Agrochemiekonzern Syngenta zu erwerben. Die Schweizer haben abgelehnt. Auch das geht
.

6.19.2015

Bisher sind 1,6 Millionen Syrier in die Türkei geflüchtet

"Weltweit sorgten vor wenigen Tagen diese Bilder hier für Aufsehen. Syrische Flüchtlinge - Frauen, Kinder und Männer - suchen in  der Türkei Schutz. Sie flüchten vor dem IS-Teror. Doch das türkische Militär drängte sie über Stunden mit Gewalt, Wasserwerfern und Schüssen zurück.
Hilflose Flüchtlinge im Stich lassen - undenkbar für die Politik in Deutschland" , plärrte die Moderatorin von "kontraste" gestern Abend aus der Bildröhre.


Gibts da was zu Lachen? Und ob! Nach einem aktuellem Bericht der UNHCR "eroberten" bislang 1,6 Millionen Syrier die Türkei, in Deutschland stellten bisher im Vergleich 173.000 Flüchtlinge aus Syrien und anderen Ländern einen Asylantrag.
Die Propaganda ist uns heilig? Übrigens: Spitzenreiter bei neugestellten Asylanträgen ist Russland. 274.000 Anträge wurden gestellt. 99 Prozent davon kamen von Ukrainern.
Und noch was. Eine Schlagzeile in der "Junge Welt": Verschärftes Grenzregime: EU-Innenminister beraten in Luxemburg ihr Vorgehen gegen Flüchtlinge. 

Also, ausschalten und selbst darüber nachdenken!

6.06.2015

Oberbürgermeisterwahlen in Dresden: PEGIDA will »Signal an ganz Europa senden«

Heinz-Wilhelm Bertram

Die Spannung steigt mit jedem Tag: Am kommenden Sonntag, 7. Juni, will Tatjana Festerling (51, parteilos) als Einzelkandidatin Oberbürgermeisterin von Dresden werden. Das Delikate: Die gebürtige Hamburgerin kommt mitten aus der Bürgerbewegung »PEGIDA«. Deren Gründer und Chef Lutz Bachmann zeigt sich alles andere als bescheiden: »Wir haben in Dresden die einmalige Chance, ein Signal an ganz Europa zu senden.«
Dresden, so Bachmann, könnte damit »Vorreiter eines Umbruchs werden, der seinesgleichen sucht«. Die »Freiheits- und Widerstandsbewegung«, wie er sie gerne nennt, habe die Möglichkeit, »einen mächtigen Nagel in die Achillesferse der etablierten Volksverräter und der Blockflötenparteien zu schlagen, wenn ihr alle am 7. Juni unsere Kandidatin Tatjana Festerling zur Bürgermeisterin wählt«. So rief er es den Teilnehmern des 27. PEGIDA-Spaziergangs am 18. Mai zu.
Die Kandidatin selbst sagt: »Diese OB-Wahl ist ein Volksentscheid« mit dem Potenzial, Deutschland aus der Lethargie zu holen. Von vielen Dresdnern habe sie immer wieder die Aussage gehört: »Für diese Scheiße sind wir 1989 nicht auf die Straße gegangen und haben unser Leben riskiert
 Entsprechend gehe es bei dieser Wahl um viel mehr als nur um Dresden: »Es geht darum, festzustellen, ob die Steuerzahler, Väter und Mütter, gegen die Kaste der neuen Feudalherren noch ein Zeichen setzen können oder nicht.«

 Viele Pegidianer verteilten über 100 000 Flyer
 Über 100 000 Flyer haben die Pegidianer in den vergangenen Wochen in Dresden verteilt. Die Planung verlief generalstabsmäßig. An der Rückwand des PEGIDA-Sprecherwagens befand sich ein überdimensionaler Stadtplan, in den die Freiwilligen ihre Verteilungsgebiete eintrugen.
 Auch die Standorte der über 4000 Wahlplakate mit dem Konterfei Festerlings wurden hier eingetragen. Dies garantierte eine flächendeckende Bewerbung. Außerdem wurden Tausende Festerling-Postkarten zur OB-Wahl gedruckt. In den verbleibenden Tagen sollen noch einmal ein Riesenbatzen Werbemittel wie Flyer verteilt und Großbanner aufgehängt werden. Die finanziellen Mittel hierzu kamen von Sponsoren. Einer aus ihrem Kreis stellte ein Aufsehen erregendes PR-Fahrzeug mit großer Werbefläche zur Verfügung.
Vor allem die Nichtwähler möchte Bachmann mobilisieren. »Denn jeder, der nicht wählt, stimmt für Rot-Rot-Grün.« Die Umfragewerte für Festerling klettern, was, so Bachmann, den etablierten Politikern bereits »die Schweißperlen auf die Stirne« treibe.

Kein einziges Interview für die Lügenmedien
 Den einigen deutschen Lügenmedien gibt Festerling seit Monaten kein Interview. Die Berichterstattung sei grundsätzlich negativ. Bachmann formuliert es wie ein Zimmermann: »In den Berichten über PEGIDA wird gelogen, dass sich die Balken biegen.«

Quelle: Kopp aktuell

5.31.2015

Was wollen die Deutschen eigentlich? Die EU?

Da macht eine Umfrage unter Lesern des Blogs "ScienceFiles" in den letzten Tagen Furore. Was wäre, wenn in Deutschland eine Befragung der Bevölkerung - wie demnächst in England - organsiert würde? Hätte die EU dann noch eine vorletzte Cance? Glaubt man an die Ergebnisse der Umfrage, dann wohl eher nicht! Und liest man den Kommentar unter der Statistik, dann könnte man die EU schon  heute in den Sondermüll werfen





hope sagt:
“Besser man fragt sie nicht.” So hat Theo Waigel auch gedacht: Hätten wir die Deutschen gefragt, hätte es keinen Euro gegeben. (SZ)
Die Deutschen sind auch nicht gefragt worden, als Schröder, Fischer, Schily aus Deutschland ein Einwanderungsland gemacht haben. Das ist irgendwo versackt, denn darüber spricht heute kein Mensch mehr. Das heißt, daß viele Flüchtlinge auch Einwanderer genannt werden dürfen. 
In anderen Ländern sind Referenden mehrmals wiederholt worden zum Euro und zur EU-Verfassung. Die ersten Nein waren zu groß, um Ja zu verstehen. Schwer vorstellbar, daß die Referenden ohne Manipulation auskamen. 
Und auf den Teletextseiten von ZDF und SAT1 hat es während der Einführungsphase mehrere Abstimmungen per Ted zum Euro gegeben. Im Schnitt nahmen 6000 Zuschauer teil und mindestens 95 % sprachen sich für die DM aus. Und noch eine bemerkenswerte Abstimmung sollte erwähnt werden, nämlich die der BILD zur EU-Verfassung. 380.000 Teilnehmer wurden gezählt und 97% stimmten gegen die Verfassung. Das war für Brüssel ein klares Ja. 
Schröder, Fischer, Schily, Müntefering, Clement, und dieser alte Knacker mit Pfeife, dessen Name ich verdrängt haben, das waren schaurige Zeiten. CIA-Foltergefängnisse, Entführungen, VISA-Affäre und dann noch Schröders Knicks vor Putin.
Schröder, Chirak, Putin konstruierten damals eine Achse Paris-Berlin-Moskau. Das war schon ein richtiger Affront für die USA. Untertänigst bot Steinmeier Putin eine Freihandelszone mit der EU an und Schröder verteidigte sie mit russischem Öl. 
Und jetzt sind die Linken auf Schröders Spur, gegen TTIP, gegen die USA und für Rußland. Komischerweise ist auch die Neue Rechte auf genau diesem Weg, will sich aber nicht eingestehen, daß sie dassselbe will wie die Linke. Das ist schon lustig. 
So kommt man vom Hundertsten ins Tausendste…
Das schöne Wetter zwischen den häßlichen Schwestern SPD und CDU ist nur gemacht. Sigmar Gabriel hatte kürzlich auf seiner Facebookseite Israel einen Apartheidsstaat genannt und trat damit in Schröders Fußstapfen. Eine SPD-Regierung würde wahrscheinlich eine Kehrtwende in der Aussenpolitik einläuten. Ich aber sage Euch, daß würde richtig furchtbar mit Rußland.

http://sciencefiles.org/2015/05/30/dexit-laufende-sciencefiles-umfrage-immer-mehr-wollen-aus-der-eu-austreten/

9.25.2014

Auf dem Weg zur Weltherrschaft


Was ist da los im Irak und in Syrien? Woher kommt ISIS, neuerdings nur noch IS genannt?Kurz und knapp oder Verschwörungstheorie: Nachdem es Bashar el Assad gelungen ist, Syrien gegen bürgerliche Terroristen (Lumpenproletariat) zu verteidigen, mussten sich die USA, die - wie in Lybien und dem Irak - vor allem an den Ölvorkommen interessiert und darum an der Vernichtung unabhängiger Saaten - was einfallen lassen:
Und eingefallen ist ihnen ISIS (die mehrfach umbenannte Al Qaida). Die stürmt nach "Demonstrationseroberungen" im Irak und in kurdischen Gebieten jetzt nach Syrien. Und die USA zeigen mit den Mordfingern auf IS und wollen genau die mit Massenmord daran hindern einen "Islamischen Staat" zu erreichten. (grins). In Wirklichkeit geht es darum, die gescheiterte Zerstörung Syriens durch die bürgerlichen Terroristen (Lumpenproletariat) Syriens jetzt zu vollenden mit Flächenbombardements, Raketen- und Drohneneinsätze. Basar el Assad und der von ihm vertretene Staat sollen sterben.

Randnotizen:  Jetzt "melden gut informierte jordanische Stellen, dass Schlüsselmitglieder des ISIS 2012 von amerikanischen CIA- und Sondereinsatzkräften in geheimen Lagern in Jordanien ausgebildet wurden. Der amerikanische, türkische und jordanische Geheimdienst hätten in der jordanischen Stadt Safawi in der nördlichen Wüstenregion unweit der Grenze zu Syrien und zum Irak ein Trainingscamp für syrische Rebellen unterhalten. Saudi-Arabien und Katar, die beiden Golfmonarchien, die den Krieg gegen Assad in Syrien maßgeblich finanzieren, hätten auch für das Training des ISIS in Jordanien bezahlt.
Öffentlich war von einem Training »nicht- extremistischer« muslimischer Dschihadisten für den Kampf gegen das Assad-Regime in Syrien die Rede, in Wirklichkeit wurden in den geheimen US- Trainingscamps in Jordanien und anderen Ländern vielleicht mehrere Tausend muslimische Kämpfer in Techniken der irregulären Kriegsführung, Sabotage und allgemeiner Terroroperationen ausgebildet.
Washingtons Behauptung, man habe besonders darauf geachtet, keine »Salafisten« oder Dschihad-Extremisten auszubilden, ist ein Witz. Wie wollen sie denn testen, ob ein Rekrut kein Dschihadist ist? Gibt es eine spezielle Dschihad-DNS, die CIA-Ärzte entdeckt haben?
Jordanische Regierungsvertreter enthüllen die Einzelheiten, weil sie fürchten, dass dieselben ISIS- Terroristen, die heute auf den Straßen Mosuls »Ungläubige« zu Dutzenden oder – wenn wir ihrer eigenen Propaganda Glauben schenken – zu Hunderten enthaupten, ihre Schwerter schon bald gegen Jordaniens König Abdullah richten könnten, um ihr angehendes Kalifat zu erweitern. Der frühere Mitarbeiter im US-Außenministerium Andrew Doran schrieb in dem konservativen Magazin National Review, einige ISIS-Kämpfer besäßen US-amerikanische Pässe. Das bedeutet natürlich keine Unterstützung durch die Obama-Regierung". (1)

Gedankensprung: Es gibt nur eine Lösung diese Weltproblems. Die Amerikaner müssen ausradiert werden, also der Kontinent solange mit A-Waffen bombardiert werden bis er bis in wenigstens drei Kilometer Tiefe ausgebrannt ist.
Quatsch: Wir müssen  nochmal gegen den Kapitalismus kämpfen und ihn abschaffen.  

(1) info.kopp-verlag.de/ hintergruende/ geostrategie/ f-william-engdahl/ isis-im-irak-riecht-nach-einer-operation-schmutziger-krieg-von-cia-und-nato.html

Tags:Syrien, ISIS, IS, USA, arabische Staaten, Krieg, Mord, Mörder 

7.11.2013

Vom großen Bruder lernen, heißt siegen lernen . . .

"Meine Zeitung, mein dpa!" Aussprechen müsst ihr das da am Anfang etwa so, als wenn euch gerade einer mit dem Hammer auf die Kniescheibe geschlagen hat. Seit Tagen können die beiden da vom Anfang sich nicht halten: Die bösen "amerikanischen Freunde" bespitzeln uns, saugen unsere Daten aus dem Netz. Und dann  das hier:



"Alles geht raus an den Fiskus: Namen, Pseudonyme, Bankverbindungen, Geburtsdaten. Auch von Privaten" heisst es in der Unterzeile. Und im Text geht´s weiter mit: "Jetzt ist Schluss mit dem heimlichen Geschäft im Netz. Wer im Netz über Plattformen wie "ebay" oder "Amazon" Dinge anbietet und verkauft, muss damit rechnen, dass die Sozialgestapo das Finanzamt davon Wind bekommt und eventuell Steuern erhebt. (Wieso ist ein in aller Öffentlichkeit ausgeübtes Geschäft eigentlich "heimlich"? Das weiß wahrscheinlich  nur der Tschurnalisten-Depp oder Praktikant von dpa). Denn nach einem Urteil des Bundesfinanzhofes (bissel unvollständig, gelle?) müssen diese und andere Internet-Handelsplattformen die Daten ihrer Nutzer an die Sozialfahnder   die Steuerfahndung herausgeben - auch wenn sie sich vertraglich zur Geheimhaltung (warum steht da nicht "zum vertraulichen Umgang"?) verpflichtet haben.

Na, sind eigentlich Wurscht, diese Formulierungen. Hauptsache wir lassen uns nicht beim heimlichen Ausspionieren erwischen wie die Amerikaner, sondern machen das gleich per Gesetz legal.   

7.05.2013

Dreiseitige Doktor-Arbeit mit sieben "Vätern"


"Anonyme Plagiatsjäger haben in den letzten Jahren immer wieder Aufmerksamkeit auf sich gezogen, weil sie eine Arbeit übernommen haben, die eigentlich die Universitäten selbst hätten leisten müssen: die Aufdeckung von grobem wissenschaftlichen Fehlverhalten wie Plagiaten. Neben Karl-Theodor zu Guttenberg und Annette Schavan sind noch eine ganze Reihe, größtenteils weniger bekannte Politiker aufgrund der Schwarmintelligenz im Netz über ihre Doktorarbeit gestolpert.
Nach dem Willen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) soll damit nun Schluss sein. Sie hat neue "Empfehlungen zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis"verabschiedet. Darin heißt es (u.a.), eine zweckmäßige Untersuchung von Vorwürfen gebiete grundsätzlich, dass der Whistleblower seinen Namen nennt", schreibt Silvio Duwe auf "telepolis". (1)
Forscher "Whistleblower" zu nennen, ist eigentlich allenfalls amerikanischer Standard, herabwürdigend gemeint, bzw. negativ besetzt. Dass die DFG in dieser Sache gerade diesen Ausdruck benutzt, wirft ein bezeichnendes Licht auf die Forschungsgemeinschaft und das wird noch diffuser, wenn man folgenden Satz liest: "Zudem verlangt die DFG, dass alle Anzeigen vertraulich behandelt werden sollten. "Frühzeitig" an die Öffentlichkeit zu gehen, sei "nicht hinzunehmen" - ein deutlicher Wink in Richtung der Plagiatsjäger von Vroniplag und Co."
Wichtiger wäre allerdings, dass die Wissenschaftsbetriebe ihre Hausaufgaben machen und eingereichte Arbeiten gründlicher prüfen, verhindern, dass "Autoren" mit Plagiaten "wissenschaftliche Karriere" machen. Ein deutliche Beleg dafür, ist ein Beitrag Peter Mühlbauers - ebenfalls auf "telepolis" - aus dem ich auszugsweise zitieren möchte: "Oft bestehen sie (wissenschaftliche Arbeiten zur Erlangung des Titels Dr.med.) aus relativ wenigen Daten, die durch ein Statistikprogramm gejagt und mit ein paar medizinischen Allgemeinplätzen textlich verziert werden. Dass die Ergebnisse solcher Titeljagden nur vereinzelt über 50 Seiten umfassen und meist unzitiert und unverwendet in Archiven schlummern, ist seit langem bekannt.
Neu ist allerdings, was die Berliner Plagiatsforscherin Debora Weber-Wulff nun Tageslicht förderte.:

". . . . Noch bemerkenswerter . . . . sind jedoch einige andere Fälle, die Weber-Wulff von Helfern zugetragen wurden und in denen medizinische Fakultäten noch weniger Seiten mit noch mehr Autoren als Dissertationen anerkannten: Darunter eine neunseitige Schrift von sieben Autoren, die die Universität Hamburg 2001 akzeptierte, ein sechsseitiges Papier von vier Verfassern, das man dort 2005 als Doktorarbeit annahm, eine 2006 an der Universität Münster gebilligte dreiseitige Arbeit mit merkwürdigen Rechtschreibfehlern und dem Doktorvater als Ko-Autor und eine dreiseitige Publikation mit sieben Vätern, die die Technische Hochschule Aachen noch im letzten Jahr als ausreichend für die Verleihung eines Doktorgrades ansah." (2)

6.20.2013

Und noch ein offener Brief!


Selbstkritik einer Beschäftigten des Staatsfernsehens in Griechenland


Eine Beschäftigte der geschlossenen öffentlichen Rundfunk- und Fernsehanstalt ERT geht mit sich ins Gericht, weil sie 150 Euro mehr als vergleichbare Arbeitnehmer verdiente:

Ich möchte meine Selbstkritik machen, da – wie ich höre – die Krise allem voran ideell ist und als primäres Ergebnis haben müsste, dass wir uns alle in Selbstkritik üben. Ich wurde also im August vergangenen Jahres bei der ERT eingestellt und mein Gehalt als Vetragsbedienstete betrug 620 Euro netto. Ebenfalls war ich versichert. Meine Freunde verdienten dagegen (bei anderen Arbeitgebern) 500 Euro, obwohl sie adäquate Arbeiten ausführten. Ich befand mich also in der Lage, die zusätzlichen 120 Euro rechtfertigen zu müssen.
Ich war eine gierige ideologische Träumerin. (br)Meine Freude war jedoch groß. Es war mein erstes Gehalt, das etwas besser als das der anderen erschien. Und dann entschloss ich mich, zum Augenarzt gehen zu müssen, und nach 5 Jahren besuchte ich also den Augenarzt. Und dann dachte ich, es sei eine Gelegenheit, den Gynäkologen zu besuchen, den ich bisher mied, weil er viel kostet. Nach zwei Jahren ging ich also zum Gynäkologen. Ich dachte mir ebenfalls, es sei eine Gelegenheit, einen kleinen Läufer für den Eingangsbereich, einen Vorhang für das Bad und zwei Kerzen zu kaufen, um meine Wohnung in Kypseli zu verschönern.

Gedanken, mit denen ich mich seit geraumer Zeit trug, jedoch ebenfalls in der Annahme vermied, dass in meinem Leben der Läufer, der Vorhang und die Kerzen wohl doch nicht so wichtig seien. Und als ich schließlich eines Tages an dem Buchladen in meiner Nachbarschaft vorbeikam, stellte ich höchst erfreut fest, wie viele Bücher dieser vergessene Buchladen hatte, der wegen der Krise 30% Rabatt auf seine Preise auslobte. Und mit meinem Geld nutzte ich die Not des Buchhändlers in Krisenzeiten aus und überlegte mir, ein Geschichtsbuch zu kaufen um auch meiner kulturellen Bildung Sorge zu tragen. Ich kaufte “Der dunkle Kontinent” von Mazower, voller Freude, die abseits meiner Schulbücher von einem kritischen Standpunkt geschriebene Geschichte zu lesen.

Am Dienstagmorgen ging ich zu meiner Arbeit, erfuhr jedoch am Abend, dass ich entlassen wurde. Mein Krankenversicherung, mein inzwischen geregelter Haushalt, mein Buch waren wohl ein Traum, an den ich – wahrscheinlich naiv – glaubte. Scheinbar war ich all das nicht wert, vielleicht weil ich von einem Organismus der Drohnen usw. profitierte. Und ich denke an das Triptychon “Gesundheit – Lebensqualität – Bildung” und befürchte, dass ich – die immer verfolgte, kritisch zu denken – zu einer reaktionären Linken werde, weil auch deren Zitate üblicherweise drei Worte sind. Und ich, die Naive, überdenke es politisch, überdenke es wirtschaftlich ... und bin verwirrt, wo ich falsch lag? Wie es scheint, war ich gierig, eine Ideologin und eine Träumerin.


6.19.2013

Lügen und Wahrheiten: Eine Antwort an Premierminister Antonis Samaras

Faktisch in einer Art Nacht- und Nebelaktion hat Griechenlands Premier das öffentlich-rechtliche Fernsehen abschalten lassen. Einen Grund sehen Griechen und ihre Freunde in einem Eintrag der Troika ins Hausaufgabenheft des willigen Samaras. Der öffentliche >Sektor Grichenalnds soll 2013 um weittere 4000 Stellen schrumpfen. Das aber ist nur möglich, wenn die 2700 Beschäftigten des ERT rausschmeißt. Wie dem auch sei, Samaras selbsherrlicher Akt hat Masenproteste ausgelöst und auch sehr individuelle. Beispielsweise den Protest von Giorgos Kogiannis, Journalist und ehemaliger Nachrichten-Direktor des ERT. Für uns Nichtgriechen, aber befreundete Menschen sehr aufschlussreich:

 Herr Premierminister, Ich las mit besonderer Aufmerksamkeit Ihren Artikel in der Zeitung “Kathimerini” und fragte mich: Warum wurden Sie plötzlich dermaßen hart zu Ihren “eigenen Kindern”, denen sie seit einem Jahr “in blanko” die ERT überlassen haben?

Sie fragen, Herr Premierminister, “Kann man Reformen machen, ohne diejenigen zu stören, die es sich bequem gemacht haben?”
Ich nehme an, Sie beziehen sich auf jene, die entweder Sie selbst oder ihre Wegbegleiter und Regierungspartner untergebracht haben. Sie beziehen sich offensichtlich auf die 30 – in ihrer Mehrheit fürs Nichtstun bezahlten – Sonderberater und Bediensteten in Sonderpositionen, die Sie bereits ab dem ersten Tag Ihres Amtsantritts bei der ERT einstellten. Ich nehme an, Sie beziehen sich auf Ihren Trauzeugen Herrn Giorgos Antoniou, dem Sie eine Stelle mit monatlichen Bezügen von 3.500 Euro verschafften. Ich nehme an, Sie beziehen sich ebenfalls auf den Trauzeugen des Direktors Ihrer Pressestelle Herrn Giorgos Mouroutis, den Herrn Menelaos Sevastiadis, der ebenfalls 3.500 Euro im Monat erhält. Ich nehme an, Sie beziehen sich auch auf die Landsmännin ihres für die Presse zuständigen Ministers Herrn Simos Kedikoglou und Kandidatin – mal mit der PASOK [1]-Partei und mal mit der ND – Frau Matina Retsa, die mit 3.000 Euro im Monat entlohnt wird. Die in Rede stehende Dame ist bei der ERT, von der sie bezahlt wird, niemals aufgetaucht und hebt einfach nur das persönliche Telefon des Herrn Kedokoglou ab, wenn man ihn anruft. Ich nehme an, dass Sie sich ebenfalls auf den – zufälligerweise? – aus Messinien stammenden Herrn Stavros Ikonomopoulos, der mit 3.500 Euro pro Monat entlohnt wird. Ich nehme sich an, Sie beziehen sich auf den Herrn Manousos Kampanelis, von Beruf Sportlehrer, – ebenfalls zufälligerweise? – aus Euböa stammend und Parteifunktionär des Herrn Kedikoglou, den Sie als Leiter des Büros des geschäftsführenden Vorstands der ERT mit einem monatlichen Gehalt von 3.500 Euro einsetzten. Offensichtlich wurde jemand benötigt, der das “Auge” und das “Ohr” des Ministers in der Unternehmensleitung ist … .

 Sie fragen, Herr Premierminister, ob “man von den Menschen verlangen kann, zuzuschauen wie die um ihn herum Bollwerke der Intransparenz und der Korruption unbehelligt bleiben?”. Ich denke, Sie beziehen sich auf die Meldungen, welche Kollegen von mir – als “Beschäftigte der ERT” unterzeichnend – bei dem Staatsanwalt und dem Inspektor der öffentlichen Verwaltung bezüglich der Handlungen der von Ihnen bei der ERT eingesetzten Leitung einreichten. Ich denke, Sie beziehen sich auf die 1 Million Euro im Jahr, welche die Sendung “Mesogion 13″ kostete, die inszeniert wurde, damit Frau Anthi Salagkoudi (Kandidatin mit der ND und Tochter eines ehemaligen Ministers Ihrer Partei) ein Podium findet, um sich auszudrücken. Aber auch, damit auch andere Verwandte Ihrer Funktionäre bei der ERT untergebracht werden. Ist es ein Zufall, dass die Rechtsstelle der ERT sich weigerte, den Vertrag mit der Produktionsgesellschaft der in Rede stehenden Sendung zu unterzeichnen, da sie urteilte, dass der Vertrag hinsichtlich der Interessen des öffentlichen Fernsehens “kolonialistisch” war? Autor des Vertrags war der Leiter des Büros des Generaldirektors für Information, Herrn Ämilios Liatsos. Sie sagen, Herr Premierministers, dass “der Staatsanwalt für Korruption eine Untersuchung anordnete” und “bezüglich der sündigen ERT bald die Masken fallen werden”. Offensichtlich beziehen Sie sich beispielsweise auf den Fall der Sendung “EPTA”, in dem der Staatsanwaltschaft bereits wegen Identitätsraubs eines Chefredakteurs ermittelt. Es ist der Fall, in dem Herr Liatsos einen mit ihm befreundeten pensionierten Journalisten einstellte, damit dieser jedoch nicht seine Rente verliert, erscheint in dem Vertrag als Beschäftigter der ERT sein Sohn, der jedoch … beim Militär ist.
Ich nehme an, Sie beziehen sich auf den Fall einer ebenfalls bekannten Eigentümerin einer Produktionsgesellschaft mit zwei Sendungen bei der ERT, die es schaffte, wegen ihrer Beziehungen zu Ihren Mitarbeitern im Megaro Maximou durchzusetzen, dass ihr Sohn als Koordinator der Abteilung eingesetzt wird, die darüber entscheidet, welches Programm das öffentliche Fernsehen spielen wird. Falls Sie es nicht verstanden haben, der Sohn traf Entscheidungen und die Mutter führte sie aus.

Sie sagen, Herr Premierminister, “das griechische Volk habe Recht, wenn es sich frage: Haben Sie den politischen Willen, sich mit den Mächtigen und mit den offensichtlichen Zentren der Verschwendung anzulegen? Oder sind Sie von der selben Sorte?”
Offensichtlich beziehen Sie sich auf die gemischten Produktionen, welche die vorherige Leitung aus Gründen der Transparenz abgeschafft hatte und die unter Ihrer Regierung massenweise wiederkamen. Die Kosten dieser von Ihnen angeführten gemischten – und externen – Produktionen übersteigen 35 Millionen Euro im Jahr. Sie sagen, Herr Premierminister, “die Privilegien bei der ERT waren gut geschützt und die Intransparenz allgemein verbreitet”. Von Intransparenz sprechend nehme ich an, dass Sie sich auf den Parcours beziehen, den – immer unter Ihrer Regierung – den jede Produktionsfirma durchlief, um mit der ERT zusammenzuarbeiten. Zuerst wendete sie sich an das Büro des Direktors des zuständigen Ministers Simos Kedikglou, und wenn sie grünes Licht erhielt, reichte sie im weiteren Verlauf ihr Angebot bei dem öffentlichen Fernsehen ein. Damit das System abgesichert wird, war der Präsident des Ausschusses, der die Produktionen genehmigte, Ihr Trauzeuge Herr Giorgos Antoniou (ebenfalls ein Zufall …?).

Sie sagen, Herr Premierminister: “Wir stehen nicht im Streit mit den Beschäftigten der ERT. Etliche von ihnen werden bei dem neuen Träger wieder eingestellt werden. Aber diesmal mit Leistungskriterien.”
Ich nehme an, Sie beziehen sich auf Kriterien analog zu denen, die Sie für die Einstellung z. B. des Generaldirektors für Information Herrn Ämilios Liatsos oder der Moderatorin Frau Anthi Salagkoudi heranzogen, mit den bekannten objektiven Qualifikationen und der aus dem Ergebnis beurteilten beruflichen Leistung.

Sie bezeichnen die ERT als “gegängelt”, Herr Premierminister.
Offensichtlich beziehen Sie sich auf die Bemühungen der von Ihnen eingestellten Mensche, die ERT in ein absolutes Partei- / Regierungssprachrohr umzuwandeln. Charakteristisches Beispiel sind die unverhohlenen Anweisungen bei 20-Personen-Konferenzen, welche Herr Liatsos telefonisch von dem Leiter Ihrer Pressestelle Herrn Mpouroutis darüber erhielt, wann er Sondernachrichten über Ihre Aktivitäten schalten sollte. Außerdem ein alter Mangel Ihrer Partei. Ich erlebte ihn auch selbst vor den Wahlen, als Herr Mouroutis mich sowohl telefonisch als auch per Internet bedrohte und forderte, dass er die Reihenfolge durchsetzen werde, mit der die Themen der Nachrichtensendungen gespielt werden. Und weil ich mich weigerte und mich widersetzte, bezahlte ich dafür mit meiner Absetzung, kaum nachdem Sie die Regierungsführung antraten.

Sie bezeichnen die ERT als “gering geschätzt”, Herr Premierminister.
Sie beziehen sich offensichtlich auf die Geringschätzung, in welche die von Ihnen eingesetzte Leitung die ERT führte. Sie übernahm die ERT nach ihrem beispiellosen Zuschauerquotenrekord am Abend der Wahlen im Juni, und innerhalb eines Jahres führte sie die ERT mittels der Durchsetzung der Parteiherrschaft und Regierungskontrolle zu Quoten der Größenordnung von 4% (Haupt-Nachrichtensendung) Ich erinnere daran, dass die Zuschauerquote der Hauptnachrichtensendung bei Übernahme der ERT durch unsere Funktionäre 9,5% betrug (Daten der AGB). Am Wahlabend wiederum lag die durchschnittliche Zuschauerquote mit 18,5% eindeutig an erster Stelle im Vergleich mit allen privaten Kanälen.

Und noch etwas, was Sie, Herr Premierminister, – zufällig? – nicht anführten.
Als die von Ihnen eingesetzte Leitung die ERT übernahm, hatte sie die Bilanz für 2011 mit Gewinnen von 57 Millionen Euro abgeschlossen, gegenüber Gewinnen von 34 Millionen Euro im Jahr 2010 und Verlusten von 9 Millionen Euro im Jahr 2009. Sie bekamen Appetit und stahlen ihr 75 Millionen Euro, die Sie dem LAIGE bereitstellten. Trotz allem wird die ERT auch für 2012 mit einem gewinn von 15 Millionen Euro abschließen. Hätten Sie Ihr also nicht die 75 Millionen Euro gestohlen, hätten ihre Gewinne 90 Millionen Euro erreicht. Schließlich sagen Sie, Herr Premierminister, “wir müssen einen modernen und gesunden Träger schaffen”. Schlossen Sie deswegen die ERT mit ihrer Schließung von der Ausschreibung für die Überlassung von Netzen zur Verteilung des digitalen TV-Signals im Land aus? Da es die ERT auf Ihre Entscheidung hin nicht mehr gibt, wird der einzige Bewerber die DIGEA sein, die den Herren Vardiogiannis, Mpompolas, Psycharis, Kyriakou, Alafouzos und Kontominas gehört. Zufälliges zusammentreffen? Ihre Antworten, Herr Premierminister, zu all diesem wären von besonderem Interesse.

Giorgos Kogiannis, Journalist und ehemaliger Nachrichten-Direktor der ERT
(Quelle: TVXS [2])

3.24.2013

Wir sind nicht mehr in der "Optik" der Evolution


Als der frühere Bundeskanzler und heutige Dolmetscher von Gazprom, Gerhard Schröder, noch was zu sagen haben glaubte, sprach er vor dem World Economic Forum in Davos: "Diese sogenannte Agenda 2010 hat eine positive Kehrseite: Wir haben die Veränderung (sprich kontinuierliche Abwrackung, d.A.) der sozialen Sicherungssysteme auch gemacht, um Ressourcen frei zu bekommen für die großen gesellschaftlichen Investitionen. Die erste heißt Forschung und Entwicklung".
Nun sehe ich im Fernsehen einen Beitrag über den Einsatz einer dieser großen gesellschaftlichen Investition in Forschung und Entwicklung. Es geht um Roboter, möglichst sehr menschenähnliche, weil sie eingesetzt werden sollen für die Betreuung beispielsweise von Behinderten oder den vielen immer älter werdenden Menschen nicht nur in Deutschland. Das ist auch notwendig aus mindestens zwei Gründen. Die Zahl der immer Älteren wird Dank der Gesundheitsindustrie tatsächlich weiter steigen. Mit dem Einsatz von teurer Hightec und immer nutzloseren Medikamenten werden wir ihr "Abnipppeln" verhindern und sie im zweifelhaften Zustand des Dahindämmerns dem nächsten Industriesektor, der Pflegeindustrie, überlassen. Aber auch dort werden wir eine höhere Effizienz erreichen müssen. Menschliches Personal ist viel zu teuer. Und genau darum brauchen wir Roboter, möglichst menschenähnliche, wie gesagt. Sie müssen beispielsweise sprechen können wie die Computerstimmen Casey, Agnes oder Victoria (Mac OS X) und sich möglichst sanft bewegen.  Einige ihrer Aufgaben werden beispielsweise das Abfüttern der Dämmernden und die Einführung der Urin- und Kotabsauger u.a.m. in bestimmten zeitlichen Abständen sein.
Stimmt,  das lohnt sich wirklich. Und darum unterstützt die Europäische Union solche Forschungsvorhaben mit 400 Millionen Euro und begründet es (auch sehr einleuchtend) damit, dass die zu entwickelnden Roboter die Folgen des immer fortschreitenden Geburtenrückgangs in Europa ausgleichen sollen. Nun ja, die 400 Millionen hätte man auch für einen sichtbaren Wiederanstieg der Geburtenrate verwenden können. Aber. . .  Ich möchte an Friedrich Engels "Ursprung der Familie" erinnern und an den Satz "die Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft". Das stimmt schon logisch.
Selbst Schwule und Lesben können das nicht abstreiten, sind sie doch selbst wenn auch nur rudimentäre Überbleibsel solcher Familien, aber eben keine Keimzelle der Gesellschaft mehr. Was man nicht in jedem Fall bedauern muss. Nebenan wohnt einer, der sagt zu mir, der Arsch des fünf Jahre jüngeren Nachbarn sei ihm tausendmal lieber als der dessen gleichaltriger Schwester.
Mich wundert es nicht, wenn Forscher glauben, dass der Mensch sich nicht mehr in der "Optik" der Evolution befände. Nein, würde mich nicht wundern.

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