6.06.2015

Oberbürgermeisterwahlen in Dresden: PEGIDA will »Signal an ganz Europa senden«

Heinz-Wilhelm Bertram

Die Spannung steigt mit jedem Tag: Am kommenden Sonntag, 7. Juni, will Tatjana Festerling (51, parteilos) als Einzelkandidatin Oberbürgermeisterin von Dresden werden. Das Delikate: Die gebürtige Hamburgerin kommt mitten aus der Bürgerbewegung »PEGIDA«. Deren Gründer und Chef Lutz Bachmann zeigt sich alles andere als bescheiden: »Wir haben in Dresden die einmalige Chance, ein Signal an ganz Europa zu senden.«
Dresden, so Bachmann, könnte damit »Vorreiter eines Umbruchs werden, der seinesgleichen sucht«. Die »Freiheits- und Widerstandsbewegung«, wie er sie gerne nennt, habe die Möglichkeit, »einen mächtigen Nagel in die Achillesferse der etablierten Volksverräter und der Blockflötenparteien zu schlagen, wenn ihr alle am 7. Juni unsere Kandidatin Tatjana Festerling zur Bürgermeisterin wählt«. So rief er es den Teilnehmern des 27. PEGIDA-Spaziergangs am 18. Mai zu.
Die Kandidatin selbst sagt: »Diese OB-Wahl ist ein Volksentscheid« mit dem Potenzial, Deutschland aus der Lethargie zu holen. Von vielen Dresdnern habe sie immer wieder die Aussage gehört: »Für diese Scheiße sind wir 1989 nicht auf die Straße gegangen und haben unser Leben riskiert
 Entsprechend gehe es bei dieser Wahl um viel mehr als nur um Dresden: »Es geht darum, festzustellen, ob die Steuerzahler, Väter und Mütter, gegen die Kaste der neuen Feudalherren noch ein Zeichen setzen können oder nicht.«

 Viele Pegidianer verteilten über 100 000 Flyer
 Über 100 000 Flyer haben die Pegidianer in den vergangenen Wochen in Dresden verteilt. Die Planung verlief generalstabsmäßig. An der Rückwand des PEGIDA-Sprecherwagens befand sich ein überdimensionaler Stadtplan, in den die Freiwilligen ihre Verteilungsgebiete eintrugen.
 Auch die Standorte der über 4000 Wahlplakate mit dem Konterfei Festerlings wurden hier eingetragen. Dies garantierte eine flächendeckende Bewerbung. Außerdem wurden Tausende Festerling-Postkarten zur OB-Wahl gedruckt. In den verbleibenden Tagen sollen noch einmal ein Riesenbatzen Werbemittel wie Flyer verteilt und Großbanner aufgehängt werden. Die finanziellen Mittel hierzu kamen von Sponsoren. Einer aus ihrem Kreis stellte ein Aufsehen erregendes PR-Fahrzeug mit großer Werbefläche zur Verfügung.
Vor allem die Nichtwähler möchte Bachmann mobilisieren. »Denn jeder, der nicht wählt, stimmt für Rot-Rot-Grün.« Die Umfragewerte für Festerling klettern, was, so Bachmann, den etablierten Politikern bereits »die Schweißperlen auf die Stirne« treibe.

Kein einziges Interview für die Lügenmedien
 Den einigen deutschen Lügenmedien gibt Festerling seit Monaten kein Interview. Die Berichterstattung sei grundsätzlich negativ. Bachmann formuliert es wie ein Zimmermann: »In den Berichten über PEGIDA wird gelogen, dass sich die Balken biegen.«

Quelle: Kopp aktuell

6.03.2015

Lesen macht schlau - aber liest die Kanzlerin überhaupt?

Ich stoße bei Lesen von Dokumenten auf  eine Notiz des Reichsaußenministers Joachim von Ribbentrop aus dem Jahre 1939. Darin heißt es unter anderem:

"Europa den Europäern. Gemeinsame Lösung des bolschewistischen (heute putinistischen) Problems. Ohne die Vernichtung des Bolschewismus (Putinismus) keine Freiheit und Sicherheit für Europa. Gemeinsame Zurückgewinnung und Erschließung jener Räume, die bisher von dem Bolschewismus (Putinismus) zu rein destruktiven Zwecken gegen Europa organisiert wurden zum Wohl ganz Europas.!

Mitte Mai 2015 war Angela Merkel erst einen Tag nach den offiziellen Feierlichkeiten zum Ende des Zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren nach Moskau gereist und hatte dort Tacheles gesprochen:

"Durch die verbrecherische und völkerrechtswidrige Annexion der Krim und die militärische Auseinandersetzungen in der Ostukraine hat die Zusammenarbeit einen schweren Rückschlag erlitten! (1 )

Und wo sie Recht hat, hat sie Recht -  unsere (Reichs)Kanzlerin. Und sie hätte es wirklich noch deutlicher ausdrücken können. Zum Beispiel mit einem Zitat von Walther Funk, Reichsbankdirektor, vor der inländischen und ausländischenPresse am 15. Juli 1940:

"Die Krim muß von allen Fremden geräumt und deutsch besiedelt werden." 

Die Rücknahme der von Chrustschow in den frühren 50er Jahren an die Ukraine "verschenkte" Krim, - nach dem Abfall der Ukraine in den Faschismus unserer Zeit - durch den Putinismus, hat er Europa und der deutschen Reichs-Kanzlerin einen heftigen Strich - wie von Ribbentrop beschrieben - durch die Rechnung gemacht.

5.31.2015

Pegida, Patzelt, die Kollegen Ideologen und die Medienschwätzer

Was in unseren Köpfen los sein soll, möchten gerne die Ideologen in vielen gesellschaftlichen "Kackbecken" festlegen und zwar ein für allemal. Fangen wir mit der größten Scheisse der letzteTage an.
Die USA starteten (auf dem Weg zur Weltherrschaft) eine Aktion gegen die FIFA. Sie benennen rund zehn Personen, die in der FIFA das Mitsagen haben und erlassen internationale Haftbefehle wegen persönlicher Bereicherung. Das Medienecho ist gewaltig. Einen Tag lang genau. "Anwälte der Infinus-Bosse sprechen von Justizskandal" titelt die "SZ" nur eien Tag danach und in der Unterzeile heißt es: "Gutachter der Staatsanwaltschaft findet keine Hinweise auf Bereicherung. Beschuldigte bleiben dennoch in Haft". Es lohnt sich nicht darüber nachzudenken, weil - wie gesagt  - die Fronten klar sind.

Mit nicht weniger Bescheisserei durch die Medien ging es auch mit Pegida. Demokratie ist schon nicht mehr gewollt. Jedenfalls wenn es nach den Stichwortgebern (Politik) und deren Lautsprechern (Medien) geht.
Wer von dieser  Meinung abweicht, ist selbst schneller ein "Gegner der Freiheit". So etwa Professor Patzelt aus Dresden. Der beschrieb die Menschen und deren Motive, die sie zu ihren Montagsspaziergängen animierte. Mit Analysen zu den Pegida-Demonstrationen in Dresden war er in zahlreichen Medien präsent. Er bewertete Pegida dabei als „periodische Versammlung um eine Organisatorentruppe, die eher zufällig den Nerv eines Teils der politik- und politikerverdrossenen ostdeutschen Bevölkerung getroffen hat.“ Deren Ausgrenzung habe ihr „viel trotzig-solidarischen Zulauf verschafft, weil viele Demonstranten sich eben gar nicht als zu bekämpfende Faschisten empfanden.“[8] Hinter den Protesten stehe auch ein Verteilungskonflikt, weil „die Ausgaben für Flüchtlinge aus jenen Staatseinnahmen entnommen werden, die sich zwar alle zu teilen haben, die aber nicht von allen gleichermaßen aufgebracht werden. Was als Fremdenfeindlichkeit daherkommt, entpuppt sich so als sozialer Konflikt.In diesem sozialen Konflikt stehe überdies „die auf ihre Bildung und Humanität stolze Oberschicht gegen das einfache Volk, das sich anscheinend lümmelhaft aufführt und deshalb Zurechtweisung und Belehrung seitens der besseren Kreise verdient.“[9] Zwölf wissenschaftliche Mitarbeiter anderer Lehrstühle des Instituts äußerten Kritik und distanzierten sich in einem öffentlichen Brief von angeblichen Vorwürfen Patzelts gegen Pegida-kritische Demonstrationen in Dresden. Dieser „verkenne mit seinen Äußerungen zentrale Anliegen der Demonstrationen für Weltoffenheit“.

Das habe ich natürlich auch nur abgeschrieben. ;-))

Was wollen die Deutschen eigentlich? Die EU?

Da macht eine Umfrage unter Lesern des Blogs "ScienceFiles" in den letzten Tagen Furore. Was wäre, wenn in Deutschland eine Befragung der Bevölkerung - wie demnächst in England - organsiert würde? Hätte die EU dann noch eine vorletzte Cance? Glaubt man an die Ergebnisse der Umfrage, dann wohl eher nicht! Und liest man den Kommentar unter der Statistik, dann könnte man die EU schon  heute in den Sondermüll werfen





hope sagt:
“Besser man fragt sie nicht.” So hat Theo Waigel auch gedacht: Hätten wir die Deutschen gefragt, hätte es keinen Euro gegeben. (SZ)
Die Deutschen sind auch nicht gefragt worden, als Schröder, Fischer, Schily aus Deutschland ein Einwanderungsland gemacht haben. Das ist irgendwo versackt, denn darüber spricht heute kein Mensch mehr. Das heißt, daß viele Flüchtlinge auch Einwanderer genannt werden dürfen. 
In anderen Ländern sind Referenden mehrmals wiederholt worden zum Euro und zur EU-Verfassung. Die ersten Nein waren zu groß, um Ja zu verstehen. Schwer vorstellbar, daß die Referenden ohne Manipulation auskamen. 
Und auf den Teletextseiten von ZDF und SAT1 hat es während der Einführungsphase mehrere Abstimmungen per Ted zum Euro gegeben. Im Schnitt nahmen 6000 Zuschauer teil und mindestens 95 % sprachen sich für die DM aus. Und noch eine bemerkenswerte Abstimmung sollte erwähnt werden, nämlich die der BILD zur EU-Verfassung. 380.000 Teilnehmer wurden gezählt und 97% stimmten gegen die Verfassung. Das war für Brüssel ein klares Ja. 
Schröder, Fischer, Schily, Müntefering, Clement, und dieser alte Knacker mit Pfeife, dessen Name ich verdrängt haben, das waren schaurige Zeiten. CIA-Foltergefängnisse, Entführungen, VISA-Affäre und dann noch Schröders Knicks vor Putin.
Schröder, Chirak, Putin konstruierten damals eine Achse Paris-Berlin-Moskau. Das war schon ein richtiger Affront für die USA. Untertänigst bot Steinmeier Putin eine Freihandelszone mit der EU an und Schröder verteidigte sie mit russischem Öl. 
Und jetzt sind die Linken auf Schröders Spur, gegen TTIP, gegen die USA und für Rußland. Komischerweise ist auch die Neue Rechte auf genau diesem Weg, will sich aber nicht eingestehen, daß sie dassselbe will wie die Linke. Das ist schon lustig. 
So kommt man vom Hundertsten ins Tausendste…
Das schöne Wetter zwischen den häßlichen Schwestern SPD und CDU ist nur gemacht. Sigmar Gabriel hatte kürzlich auf seiner Facebookseite Israel einen Apartheidsstaat genannt und trat damit in Schröders Fußstapfen. Eine SPD-Regierung würde wahrscheinlich eine Kehrtwende in der Aussenpolitik einläuten. Ich aber sage Euch, daß würde richtig furchtbar mit Rußland.

http://sciencefiles.org/2015/05/30/dexit-laufende-sciencefiles-umfrage-immer-mehr-wollen-aus-der-eu-austreten/

5.21.2015

Die Stunde der Abduck - Kommentar

Im Zusammenhang mit dem Lokführerstreik gibt in den Medien eigentlich nur zwei Themen: Weselsky, das A.-Loch und zweitens "die armen Bahnreisenden".   Dass es auch anders geht, sah ich heute in meiner Leib- und Magenzeitung "Sächsische Zeitung" in folgendem Kommentar. Den zu lesen und zu verdauen, kann ich nur empfehlen:



Michel Rothe,
über
Grundrechte
und Lokführerstreik

Waren das noch Zeiten, als sich die Obersten von Lokführern Bahn persönlich duelliert haben:  
2007/08 bei den ersten großen Streiks, als GDL-Boss und „Ferrari-Fahrer“ Schell Ex-Bahnchef Mehdorn von der Kur aus „Rumpelstilzchen“ schimpfte und jener mit „Terrorist“ konterte. Den Bahnkunden ging es zwar auch nicht besser, aber es hatte wenigstens noch Unterhaltungswert.
Und heute? Da auch die Ex-Geliebte des Lok- und Streikführers Weselsky nichts mehr zur Konfliktlösung beitragen kann, ist die unterste Schublade leer, sind alle nur noch genervt. Zwar bietet Schells Erbe der Bahn und dem Gros der offentlichen Meinung tapfer die Stirn, doch sein
eigentlicher Widerpart, Mehdorns Nachfolger Grube, hält sich tunlichst aus allem heraus. Er schickt seinen Personalvorstand an die Front und die Konzernsprecher in die Butt. Devise: Sollen sich bei den heiligen Themen Streik und Koalitionsfreiheit doch andere Mund und Finger verbrennen! Zumal, wenn es um verbriefte Grundrechte geht.
In der Verfassung steht aber auch: „Eigentum verpf1ichtet“. Besitz sollte dem Allgemeinwohl dienen, nicht schaden. Das gerät beim Staatsunternehmen Bahn in Vergessenheit. Vor allem bei jenen, die, wie Verkehrsminister Dobrindt, popular nach Schlichtung eines Grundrechts rufen und sich aus der Verantwortung stehlen. Wer, wenn nicht er, hat die Macht, auf Bundesbesitz Einfluss und den Vorstand in die Pflicht zu nehmen? Doch es ruft sich leichter: ,,Haltet den Dieb!“
Derweil verbrennt der Streik Hunderte Millionen zulasten der Allgemeinheit. Wenn der Bundestag morgen über das Gesetz zur Tarifeinheit entscheidet, Werden die Abducker in der Masse umd mit
blauer'Stimmkarte für „Ja“ Farbe bekennen: für kunftig nur noch einen Tarifvertrag pro Betrieb. Bei einem Kräfteverhältnis von 504:127 Sitzen zwischen schwarz-roter Koalition und grün-linker Opposition brennt da nichts an. Doch wider mancher Hoffnung sind die Probleme nicht vom Tisch - weder der Streik, noch Berufsgewerkschaften wie GDL & Co. Das Verfassungsgericht lässt grüßen. Gut, dass Deutschland so ein Grundgesetz hat, dass die Bürgerrechte fixiert; Und gut, dass es
Weselskys gibt, die diesen Wert vor Augen führen. Bei allem Für und Wider.

5.20.2015

Pegida Dresden will voraussichtlich aufgeben

Die "Sächsische Zeitung" informiert ihre Leser, dass Pegida, die asylkritische Dresdner Bewegung, plant, ihre montäglichen  "Spaziergänge" durch die Stadt zu stoppen. Vorerst. Und dafür am 7. Juni - am Tag der Oberbürgermeisterwahl in Dresden - mit einem Sommerfest einen großen Abschluss zu organisieren.
Schade! Wahrscheinlich wird es gleichzeitig bei den Manipulatoren-Medien ein Freudenfest geben. "Wir haben Pegida besiegt" (werden sie fühlen) mit ihren Lügen und Hetzereien gegen eine basisdemokratische Bewegung. Wech isse, Prost!
Der Begriff Demokratie muss in Deutschland wohl neu überdacht werden. Aber das wird schwer. In einer atomisierten Gesellschaft kollektiv zu denken, ist fast unmöglich.

5.19.2015

Die Gangster sind Schuld? Wen meinen die?


Also jetzt wird es ernst, die Zeit ohne Bargeld kommt. Ich hoffe, euer Kellner oder Barmann hat euch dann noch lieb ohne bares Trinkgeld. Für die großen Geldeinnehmer wie beispielsweise die Großmarktkonzerne ist das verständlich. Die wollen die Weiber an den Marktkassen loswerden, die kosten zuviel Geld. Darum muss es bargeldlos auch erst recht besser gehen.
Eine Frage hätte ich trotzdem. Wie geht das dann im Puff? Ham dann die Mädels alle einen Geldkartenscanner in der Scheide? Ich meine, dann könnte ich Schäuble verstehen. Er wäre dann beim Bezahlen auf der richtigen Höhe (falls er in den Puff gehen sollte).
Und was ist mit dem Taschengeld für unsere Kinder? Bekommen die demnächst Geldkarten.
Nö, ich denke die Gangster sind die, die sich sowas ausdenken! 




5.18.2015

Wenn der Staat die Gewerkschaft GdL ruinieren will

Im Net stand das Vorhaben, eine Petition gegen die Pläne des Staates, der Gewerkschaft der Lokführer ihr Recht Streiks zu organisieren entziehen zu wollen.  Das wäre nichts anderes als die praktische Vernichtung diese Gewerkschaft. Die Petition gegen diesen Sozialverrat, insbesondere der SPD, habe ich freilich unterschrieben. Heute kam von  den Organisatoren der Petition diese Mail. Gibt es dem einen oder anderen von euch nicht auch zu denken?

10.000 erreicht ! Petition wird eingereicht - Der Kampf geht weiter !



Dr. Rolf Geffken
18. Mai 2015 — Liebe PetentInnen,

wir haben unser zwischenzeitlich gestecktes Ziel von über 10.000 Unterschriften erreicht ! Die Petition wird nunmehr eingereicht. Unser Anliegen ist damit noch nicht beendet. Zwar wurde der Streik der GdL beendet, doch die Ziele der GdL sind nicht erreicht und vermutlich wird es zu weiteren Streiks kommen müssen. Dabei geht es der GdL nicht mehr allein um ihre ursprünglichen Forderungen sondern schlicht um ihre Existenz als Gewerkschaft. Sollte am 22.5.2015 das Tarifeinheitsgesetz den Bundestag passieren, ist die Existenz der GdL auch von Seiten der Politik bedroht. Dieses Gesetz wird zwar aller Voraussicht nach für verfassungswidrig erklärt werden, aber ein solches Verfahren kann dauern. Not tut nun eine dauerhafte Solidarität mit der GdL und ihrem berechtigten Anliegen der Verteidigung des Streikrechts und der Koalitionsfreiheit.
Es besteht weiter die Möglichkeit, mit dem Initiator der Petition Verbindung aufzunehmen und sich zu vernetzen: www.DrGeffken.de ;


Ich danke allen UnterstützerInnen.

Soldarische Grüße
Dr. Rolf Geffken

5.17.2015

Schutz der Grenzen kaputtgespart, Bürger kümmern sich

Da veröffentlicht die FAZ am 14. Mai einen Beitrag von Stefan Locke über den Osten Deutschlands, genauer über die Bundesländer die an den Grenzen zu Polen (und Tschechien) liegen. Er führt ein in seinen Beitrag mit den Worten: „Einbruch und Diebbstahl nehmen an Deutschlands Ostgrenze weiter zu. Doch die Polizei zieht sich schleichend zurück. Anwohner laufen selbst Streife. Und ein CDU-Mann stellt gleich das ganze Schengen-Abkommen in Frage“.
Dazu beschreibt er als Beispiel den Überfall polnischer Diebe auf eine Autowerkstatt in Rothenburg (Landkreis Görlitz) Sie haben die Werkstatt aufgebrochen, teilweise zerstört und geklaut, was sich für sie lohnte. Die Schäden durch Diebstähle liegt allein bei 10.000 Euro, die Zerstörungsschäden sind noch nicht ganz ermittelt. Eine Umfrage der Handwerkskammer Sachsens habe ergeben, das die Schäden durch Kriminalität im Landkreis Görlitz doppelt so hoch so sind wie in benachbarten (deutschen) Regionen.
Nur einen Tag später findet man in der Sächsischen Zeitung Zittau (gehört zum Landkreis Görlitz) weitere beeindruckende Beispiele: „Diesmal schießt der Dieb“. In Ostritz klauen junge Polen Kupferrohre, die sie einfach aus einem Leitungssystem geschnitten haben und versuchen über die einzige Brücke in der Nähe mit dem Diebesgut nach Polen zu flüchten. Der Bestohlene versucht, die drei jungen Männer auf der Brücke zu stoppen. Es gelingt ihn aber nicht, weil einer von dreien auf ihn schießt, aber – Gott sei Dank – verfehlt. An vielen Stellen der deutsch-polnischen und der deutsch-tschechischen Grenzen sind in den vergangenen Jahren Brücken abgerissen worden. Das geht aber in Ostritz nicht, denn der Bahnhof der Ostritzer liegt auf der polnischen Seite und die Brücke ist der Zugang zum Bahnhof.
Nächster Fall in der Ausgabe vom 15.05: „Mit Drogen und Waffen unterwegs“. Marihuana, ein Drogenbesteck, vier Tütchen mit einer weißen kristallinen Substanz, eine Luftdruckwaffe samt Munition, alles das finden Beamte der Bundespolizei bei einem Tschechen der aus Polen nach Deutschland einreist, um nach Tschechien zu kommen.
Zurück zur Ostritzer Brücke. Thomas Christmann, Redakteur der Lokalausgabe der „SZ“ kommentiert das Ganze: „ . . . Jedoch dient die Brücke den Dieben als einziger trockener Transport- und Fluchtweg. Und den nutzen sie seit längerem regelmäßig. Schon länger haben einige Bürger genug von den Einbrüchen und Diebstählen, bewachen als Initative „Sicheres Ostritz“ den Übergang auf deutscher Seite. . .“.
Die Ostritzer Initiative kann sehr wohl Einzelfälle verhindern, nicht aber die allgemeine Entwicklung: Sachsen Kriminalstatistik weist für 2014 abermals eine wachsende Zahl von Straftaten im Grenzbereich auf. Allein an der Grenze zu Polen stieg die Zahl der Fälle im Vergleich mit 2013 um rund elf Prozent.
Und weiter heißt es im FAZ-Beitrag: „Und die Polizei? „Sie ist viel weniger zu sehen als früher“, sagt Bernd Seidel, der überfallene Werkstattbesitzer aus Rothenburg. „Früher, das war vor 2004, als es noch Grenzkontrollen gab und Bundesgrenzschutz und Zoll noch Streife fuhren. Das alles gibt es heute nicht mehr“. Eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Andre Hahn von der Linkspartei brachte dazu Klarheit. 

Kurz vor der Neuorganisation  des Grenzschutzes  zur Bundespolizei machten die BGSer noch die Grenze zu den Nachbarländern dicht (hier die Grenze zu CSR. Vier Wochen später wurden alle Grenzübergänge freigegeben, in diesem Fall 50 Meter entfernt. (Foto: Juza)
Von den 2526 Stellen, welche die Bundespolizei vor ihrer Neuorganisation 2008 in Sachsen hatte, sind heute 1448 übrig. Hinzu kommt, das allein in Sachsen 67 Beamtenstellen nicht besetzt sind und wohl auch nicht besetzt werden, denn der Staat will weiter sparen.

Sachsens Innenminister Ulkig hält einerseits nix von solchen Bürgerinitiativen wie „Sicheres Ostritz“. Der Staat allein habe das Gewaltmonopol. Er meint, die jüngsten Polizeiverträge mit der Tschechischen und der Polnischen Republik brächten mehr Sicherheit. Demnach (nach den Verträgen) dürfen Polizisten nun mutmaßliche Täter über die Grenze hinweg verfolgen und festnehmen. Bis Oktober diesen Jahres will Ulkig 30 zusätzliche Beamte an die Grenze verlegen. Die „SZ“ Dresden schreibt dazu: „Der jahrelang von der CDU und ihrem Innenminister Markus Ulb(k)ig betriebene Personalabbau verschärfe (hingegen) die Situation“ in der Oberlausitz zusätzlich. Hinzu kommt der Aufwand, den der Freistaat mit Pegida betreibt. Wie eine kleine Anfrage der Linken in Sachsen Landtag ergab, wurden bei den Aufmärschen von Pegida in Dresden, Leipzig und Chemnitz von Oktober bis April 39.870 Polizisten eingesetzt. Polizisten, die in der Auseinandersetzung mit der Kriminalität in den Grenzregionen natürlich nicht zur Verfügung standen und stehen.

5.15.2015

Stimmt was nicht mit "Topmodel" oder was?

Maik S. und Patrick H. müssen sich vor Gericht verantworten. Vorgeworfen wird ihnen von der Staatsanwaltschaft „gefährliche Körperverletzung“. In einer August-Nacht 2013 tranken zwei Männer im Außenbereich einer Zittauer Gaststätte ihr Bier. Sie waren guter Laune. Ein anderer Mann kam an ihnen vorbei. Den „bespaßten“ die beiden Männer. „Du siehst ja aus wie Bruce Darnell“ (TV-Star u.a. bei „Germans next Topmodel“), soll der als Zeuge geladene S. zu ihm gesagt haben. Der so angegesprochene Mann hätte sich wohl darüber geärgert, sei in die Gastätte rein und mit zwei Freunden und einer Bierflasche in der Hand wieder rausgekommen. Mit der Bierflasche habe er ihm gegen den Kopf geschlagen. Er ging mit abgebrochenen Zähnen und Glascherben im Mund und Schnittverletzungen am Kopf zu Boden, wo er dann noch mit einem Spray (vermutlich Pfefferspray) „bearbeitet“ wurde. Auch sein Kumpel wurde mit dem Pfefferspray bearbeitet, an den Füßen 15 m weit über den Boden geschleift.
Beide Beschuldigte verweigern in der Verhandlung die Aussage zu den Tatvorwürfen.
Der Geschädigte M. wiederholt vor Gericht die Tatablauf-Schilderung. Und er erkennt in Patrik den Mann wieder, der ihn damals so schwer verletzt hatte. Den ebenfalls auf der Anklagebank sitzenden Maik S. kennt er nicht.
Der zweite Geschädigte bestätigt die Tatablauf-Schilderungen, erkennt ebenfalls Patrick H. als Täter wieder, auch nicht aber Maik S.
Staatsanwaltschaft, Richter und Verteidiger einigen sich : Der Beschuldigte Maik S. wird freigesprochen, die Verhandlungskosten trägt die Staatskasse.

Der Beschuldigte Patrick H. - der im Bundeszentralregister schon drei Einträge hat (unter anderem wegen Körperverletzung) – dagegen wird zu einem Jahr Haft, ausgesetzt auf vier Jahre Bewährung und zu den Kosten des Verfahrens verurteilt. Außerdem muss er binnen zweier Jahre 1000 Euro Schmerzensgeld an den von ihm mit der Bierflasche geschlagenen Opfer zahlen.   

Und dann das noch. . . . !