Am Stammtisch herrscht schlechte Stimmung. Grund ist der Terroranschlag in Boston. "Nee", sagt Ulf. "Das können die doch nicht machen, töten mit ihrer Scheissbombe einfach ein kleines Kind! Na ja, gebe ich zu bedenken, wenn die Amerikaner - auf der Jagd nach Al Qaida-Terroristen - einfach mal eine Hochzeitsgesellschaft per Drohne bombardieren und damit über 40 Menschen auf einen Schlag umbringen, daunter auch sieben Kinder ist das wohl noch schlimmer. Und wenn auf deutschen Befehl amerikanische Bomber zwei liegengebliebene Tanklaster bombardieren (obwohl die Bomberpiloten gewarnt hatten, dass jede Menge Zivilisten sich um die Tanker versammelt hätten) und dabei über 140 Menschen sterben, darunter eine nicht genau bekannte Zahl von Kindern, ist das auch nur ein Verbrechen.
"Nee", sagt Ulf. "Die sind ja die Terroristen, die hams verdient!"
Die Kinder auch?
Medien, Zeitgeschichte, Aktuelles, Nachrichten, Journalismus, News, Satire, Literatur, Politik, Soziales
4.25.2013
4.10.2013
Neulich in Hannover
Neulich in Hannover auf der Messe: Eine Pussy stürmte auf Putin los. Der hat - siehe Gesichtsausdruck - bestimmt gleich mit zuhause telefoniert: "Ham wir noch Platz im Straflager?" Oder so ähnlich. Wirklich hat er gesagt (gedacht): "Was für eine hässliche Ziege!"
3.24.2013
Wir sind nicht mehr in der "Optik" der Evolution
Als der frühere Bundeskanzler und heutige Dolmetscher von Gazprom, Gerhard Schröder, noch was zu sagen haben glaubte, sprach er vor dem World Economic Forum in Davos: "Diese sogenannte Agenda 2010 hat eine positive Kehrseite: Wir haben die Veränderung (sprich kontinuierliche Abwrackung, d.A.) der sozialen Sicherungssysteme auch gemacht, um Ressourcen frei zu bekommen für die großen gesellschaftlichen Investitionen. Die erste heißt Forschung und Entwicklung".
Nun sehe ich im Fernsehen einen Beitrag über den Einsatz einer dieser großen gesellschaftlichen Investition in Forschung und Entwicklung. Es geht um Roboter, möglichst sehr menschenähnliche, weil sie eingesetzt werden sollen für die Betreuung beispielsweise von Behinderten oder den vielen immer älter werdenden Menschen nicht nur in Deutschland. Das ist auch notwendig aus mindestens zwei Gründen. Die Zahl der immer Älteren wird Dank der Gesundheitsindustrie tatsächlich weiter steigen. Mit dem Einsatz von teurer Hightec und immer nutzloseren Medikamenten werden wir ihr "Abnipppeln" verhindern und sie im zweifelhaften Zustand des Dahindämmerns dem nächsten Industriesektor, der Pflegeindustrie, überlassen. Aber auch dort werden wir eine höhere Effizienz erreichen müssen. Menschliches Personal ist viel zu teuer. Und genau darum brauchen wir Roboter, möglichst menschenähnliche, wie gesagt. Sie müssen beispielsweise sprechen können wie die Computerstimmen Casey, Agnes oder Victoria (Mac OS X) und sich möglichst sanft bewegen. Einige ihrer Aufgaben werden beispielsweise das Abfüttern der Dämmernden und die Einführung der Urin- und Kotabsauger u.a.m. in bestimmten zeitlichen Abständen sein.
Stimmt, das lohnt sich wirklich. Und darum unterstützt die Europäische Union solche Forschungsvorhaben mit 400 Millionen Euro und begründet es (auch sehr einleuchtend) damit, dass die zu entwickelnden Roboter die Folgen des immer fortschreitenden Geburtenrückgangs in Europa ausgleichen sollen. Nun ja, die 400 Millionen hätte man auch für einen sichtbaren Wiederanstieg der Geburtenrate verwenden können. Aber. . . Ich möchte an Friedrich Engels "Ursprung der Familie" erinnern und an den Satz "die Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft". Das stimmt schon logisch.
Selbst Schwule und Lesben können das nicht abstreiten, sind sie doch selbst wenn auch nur rudimentäre Überbleibsel solcher Familien, aber eben keine Keimzelle der Gesellschaft mehr. Was man nicht in jedem Fall bedauern muss. Nebenan wohnt einer, der sagt zu mir, der Arsch des fünf Jahre jüngeren Nachbarn sei ihm tausendmal lieber als der dessen gleichaltriger Schwester.
Mich wundert es nicht, wenn Forscher glauben, dass der Mensch sich nicht mehr in der "Optik" der Evolution befände. Nein, würde mich nicht wundern.
Nächstfolgendes Thema: Was braucht man für eine faschistische Eurodiktatur?
2.28.2013
Neue Tourismus-Attraktion in Athen: Elend besichtigen zum Preis eines Puff-Besuchs
Athen ist (nach Religionstourismus, Agrotourismus und Sextourismus) um eine touristische Attraktion reicher, um den "Greek Crisis Walk". Das ist ein dreistündiger Ausflug für Touristen zu bestimmten Orten der Hauptstadt, die eng mit der griechischen Wirtschafts- und Finankrise verbunden sein sollen, wie die Athener Börse, das Parlament, das Finanzministerium, die Griechische Bank und andere "karitative Stiftungen", sowie offensichtlich auch die umliegenden Straßen, die zu Freiluft-Schlafstätten für obdachlose Athener umfunktioniert worden sind.
Auf diese großartige Idee gekommen (des Krisen- und Erniedrigungtourismus - letzteres für die Griechen) ist - wer hätte anderes gedacht - ein amerikanisches Touristikunternehmen. Es handelt sich um eine völlig neue Art von Tourismus, der die edelsten Instinkte des Menschen befriedigt, wie jenen, das Elend in Athen und Griecheland als Bestätigung des "eigenen Glücks" zu empfinden. Und je größer dieses Elend, je größer der eigene Abstand dazu ist, um so größer dürfte auch die “Befriedigung” darüber sein, dass “wir – Gott sei Dank – nicht so wie die Griechen sind“.
Solcherlei perverse Touristik-Ideen benötigen natürlich einen “seriösen” Anstrich. Bei einer solchen “Bildungstour” darf natürlich auch nicht ein über den "Greek Crisis Walk" führender "Volkswirt” fehlen, der – wohl oder übel – dieser ganzen lächerlichen Geschichte eine "zusätzliche Seriosität" verleiht, die es natürlich nicht wert ist.
Da wir gerade vom Wert reden. Der Preis für die Tour kostet um die 70 Euro, genau soviel etwa wie der organisierte Besuch in einem Athener Bordell.
Die griechischen Medien sind von der neuen Tourismus-Attraktion begeistert. schließt eine Batrachtung zur neuen Tourismusattraktion ab mit den Worten: "Der Aufschwung ist gekommen – allerdings anders als erwartet. Nachdem die Touristen von dem Wander-Ökonomen (der völlig unkontrolliert sagen und propagieren wird, was er will) über die “tieferen Hintergründe der Krise” informiert worden sind, wird die Herde dann in irgendeiner Taverne angelangen, auf einen Retsina und einen Tzatziki, damit sie uns ihr Glück leichter ins Gesicht rülpsen können".
Auf diese großartige Idee gekommen (des Krisen- und Erniedrigungtourismus - letzteres für die Griechen) ist - wer hätte anderes gedacht - ein amerikanisches Touristikunternehmen. Es handelt sich um eine völlig neue Art von Tourismus, der die edelsten Instinkte des Menschen befriedigt, wie jenen, das Elend in Athen und Griecheland als Bestätigung des "eigenen Glücks" zu empfinden. Und je größer dieses Elend, je größer der eigene Abstand dazu ist, um so größer dürfte auch die “Befriedigung” darüber sein, dass “wir – Gott sei Dank – nicht so wie die Griechen sind“.
Solcherlei perverse Touristik-Ideen benötigen natürlich einen “seriösen” Anstrich. Bei einer solchen “Bildungstour” darf natürlich auch nicht ein über den "Greek Crisis Walk" führender "Volkswirt” fehlen, der – wohl oder übel – dieser ganzen lächerlichen Geschichte eine "zusätzliche Seriosität" verleiht, die es natürlich nicht wert ist.
Da wir gerade vom Wert reden. Der Preis für die Tour kostet um die 70 Euro, genau soviel etwa wie der organisierte Besuch in einem Athener Bordell.
Die griechischen Medien sind von der neuen Tourismus-Attraktion begeistert.
Europahymne: . . .alle Menschen werden Brüder . . .
Ich habe heute viel Zeitung gelesen, mehr als ein Dutzend, denke ich. Und da bin ich auf dies gestoßen:
"Zunächst dachte Gulia Tosti an ein Versehen ihres Jobcenters, als plötzlich kein ALG II mehr auf ihrem Konto eingegangen war. Die in Rom geborene Frau hat in Berlin als Assistentin in einer Kunstgalerie gearbeitet. Nachdem die Galerie schließen musste, wurde Tosti arbeitslos. Sie meldete sich beim Jobcenter und bezog Hartz IV, bis plötzlich ihr Konto im Minus war. Dabei handelte es sich allerdings nicht um ein Versehen des Jobcenters und Tosti war nicht die Einzige, der ohne Vorankündigung das Geld gestrichen wurde. Auch der in Spanien geborene Physiker Toni Chirrispe machte diese Erfahrung. Wie Tosti teilte man auch ihm mit, die Rechtslage habe sich geändert und sie hätten keinen Anspruch mehr auf Hartz IV-Leistungen. Tosti bekam von ihrer Sachbearbeiterin noch den Ratschlag, entweder eine Arbeit zu finden, nach Italien zurückzugehen oder einen reichen Mann zu heirateten. Auch Chirrispe bekam am Jobcenter zu hören, er solle sich in Spanien einen Job suchen. Doch Tosti und Chirrispe hatten Glück. Sie fanden in ihrem Bekanntenkreis Menschen, die ihnen den Rat gaben, sich gegen den Hartz-IV-Entzug zu wehren. Sie fanden Juristen wie den Berliner Rechtsanwalt Lutz Achenbach, der zahlreiche Menschen verteidigt, denen die Hartz IV-Leistungen gestrichen wurden, weil sie keinen deutschen Pass haben. Im März 2012 hatte die Bundesregierung einen Vorbehalt gegen das Europäische Fürsorgeabkommen eingelegt und damit die Grundlage dafür geschaffen, dass Tosti, Chirrispe und Tausende weitere EU-Bürger, die in Deutschland lebten und arbeitslos wurden."
Und auf dies:
84 Abgeordnete des griechischen Parlaments haben eine Eingabe gestartet, derzufolge es gesetzlich vorgeschrieben werden soll, dass in die Offiziersschulen der griechischen Streitkräfte, in den Polizeidienst und in die Küstenwache nur Personen griechischer Staatsangehörigkeit und griechischer Abstammung übernommen werden dürfen. Eine einfache Staatangehörigkeit soll nicht mehr ausreichen. Dass damit auch Personen mit europäischem Migrationshintergrund ausgebootet werden, somit die von der EU garantierte europäische Freizügigkeit ad absurdum geführt wird, erscheint den Abgeordneten egal. Es handelt sich allerdings nicht um Parlamentarier der rechtsradikalen Chryssi Avgi, sondern vielmehr um den größten Teil der Abgeordneten der Nea Dimokratia, die immerhin mit der CDU/CSU zur Europäischen Volkspartei zählt.
Tja, das kann schon bissel verwirren! So hatte ich kurz aus dem Fester geguckt. Überall Schnee noch immer. Und dann dachte ich, was wohl wäre, wenn der Schnee schmilzt und nur seine weiße Farbe bleibt, als Staub? Sowas kommt vom Zeitunglesen.
2.19.2013
Ilse, geh und schlüpf ins Dirndl!
Gestern habe ich geschrieben, wie ich mir die Aufklärung und Sanktionierung des "Pferdefleischskandals" vorstelle. Heute tröten die Mainstrem-Medien folgendes in die Welt: "Bund und Länder wollen als Konsequenz aus dem Pferdefleisch-Skandal härter gegen Etikettenschwindel bei Lebensmitteln vorgehen. Die Verbraucherminister der Länder vereinbarten einen Zehn-Punkte-Plan. Danach müssen Betrüger künftig mit höheren Strafen und Geldbußen rechnen". Grundlage für diesen Stuss ist eine Meldung des Mediengleichschalters dpa (Reichspropaganda-Minsterium)
Vermutlich kommt die EUweite Mafia vor Lachen nicht in den Schlaf. Ilse, fülls Dirndl und verdrück dich auf die Wiesn. Tu mir den Gefallen, bitte!.
Cartoon: Harm Bengen
Vermutlich kommt die EUweite Mafia vor Lachen nicht in den Schlaf. Ilse, fülls Dirndl und verdrück dich auf die Wiesn. Tu mir den Gefallen, bitte!.
Cartoon: Harm Bengen
2.18.2013
Roßtäuscher oder Mafiosis und was will die Aigner?
Ich mag Ilse Aigner vor allem dann, wenn sie auf zauberhafte Weise ihr Dirndl ausfüllt. Weniger mag ich sie, wenn sie wie seit Tagen schon, dunkelgekleidet und mit finsterem Gesicht im Fernsehen über die Lumpen spricht, die Pferdefleisch unters Rindfleisch mischen, um Extraprofite abschöpfen zu können. Und ich mag sie noch weniger, wenn sie als "Wahlkämpferin auf Zeit" den Leuten versichert, dass sie alles unternehmen werde, um solche Vorkommnisse künftig ausschließen zu können. Mit einem Aktionsplan beispielsweise oder mittels Genproben von Nahrungsmitteln. Blödsinn ist das alles, von Politikern gewohnter Blödsinn. Sie wollen uns Glauben machen, wenn sie an den Symptomen einer Krankheit herumbasteln, würden sie die Krankheit selbst beseitigen. All das ist wie gesagt Blödsinn.
Der Arzt, der hier ranmüsste heißt Europol. (Wofür haben wir die teure Truppe. Aber vielleicht interessieren sie sich nur für Cyberkriminalität, Terrorismus und alles, was Links ist, was mich nicht wundern würde.) Die sollten jetzt diesen Mafiakomplex zerschlagen, alle beteiligten Unternehmungen ausheben und so bestrafen, dass denen ein für allemal die Lust vergänge, Rind und Pferd auch nur noch einmal für ein Nahrungsmittel zu kreuzen.
Die Medien ihrerseites sollten nicht mehr freiwillig dem Politikergeschwätz folgen und damit Desinformationen über einen der größten Lebensmittelskandale der letzten Jahre weiterverbreiten. Es geht hier nicht um gesundheitliche Schäden oder um "Ekel, der alle Menschen in Deutschland durchschüttelt" (Sächsische Zeitung Dresden). Nein, es geht um Wirtschaftskriminelle, um die Nahrungsmittel-Mafia.
Der Arzt, der hier ranmüsste heißt Europol. (Wofür haben wir die teure Truppe. Aber vielleicht interessieren sie sich nur für Cyberkriminalität, Terrorismus und alles, was Links ist, was mich nicht wundern würde.) Die sollten jetzt diesen Mafiakomplex zerschlagen, alle beteiligten Unternehmungen ausheben und so bestrafen, dass denen ein für allemal die Lust vergänge, Rind und Pferd auch nur noch einmal für ein Nahrungsmittel zu kreuzen.
Die Medien ihrerseites sollten nicht mehr freiwillig dem Politikergeschwätz folgen und damit Desinformationen über einen der größten Lebensmittelskandale der letzten Jahre weiterverbreiten. Es geht hier nicht um gesundheitliche Schäden oder um "Ekel, der alle Menschen in Deutschland durchschüttelt" (Sächsische Zeitung Dresden). Nein, es geht um Wirtschaftskriminelle, um die Nahrungsmittel-Mafia.
2.13.2013
"Marktkonforme Demokratie" in Spanien
In der Nähe von Madrid soll "Eurovegas" entstehen. Es ist ein aussagekräftiger Beleleg dafür, was die deutsche Kanzerin Merkel unter "marktkonformer Demokratie" versteht und was längst Strategie in Europa, der Europäischen Union ist. Den hier teilweise wiedergegebene Bericht entstammt der Feder von telepolis-Autors Ralf Streck. "Nachdem die "Las Vegas Sands Corporation" von US‐Milliardär Sheldon Adelson am Freitag verkündete, am Rand von Madrid sein Zocker-Paradies errichten zu wollen, gingen am Abend zahlreiche Menschen auf die Straße. Bewaffnet mit Kochtöpfen sammelten sie sich auf dem zentralen Platz "Puerta del Sol", um lautstark zu protestieren. Für die Bürgerinitiative "Eurovegas No" bringe es "keine Arbeitsplätze und Investitionen", sondern nur neue "Korruption". Die Sprecherin der Initiative Cristina Fernández erklärte: "Es ist ein weiteres Spekulationsprojekt, das nach Spanien kommt, um wenige zu bereichern, das riesige Investitionen benötigt, die besser in die darbende Gesundheitsversorgung und Bildung gesteckt werden sollten." Viele Organisationen, darunter auch die großen Gewerkschaften, haben sich in "Eurovegas No" vereint.
Auf einem trockenen Gelände in Alcorcón will Las Vegas Sands auf 750 Hektar in drei Etappen eine Glücksspiel- und Freizeitstadt bauen. Alcorcón ist eine Schlafstadt mit 170.000 Einwohnern. Sie liegt 15 Kilometer südwestlich der Hauptstadt umschlossen von Autobahnen. Und hier, wo Ruinen an die geplatzte Immobilienblase erinnern, sollen nun 17 Milliarden Euro ausgegeben werden. Der Casinomagnat Adelson will sechs Glücksspieltempel mit 18.000 Spielautomaten und zwölf Hotelhochhäuser mit 36.000 Betten errichten. Dazu sollen ein Kongresszentrum, ein eigenes Stadion, Einkaufszentren, Theater und Restaurants kommen du auch an Golfplätzen soll es in der Halbwüste nicht fehlen.
"Extrem zufrieden" zeigte sich der Präsident der Regionalregierung. Ignacio González kündigte [3] an, der Grundstein für das "beeindruckende Projekt" werde zum Jahresende gelegt. Die erste Etappe soll 2017 abgeschlossen werden. Bedrängt wurde er von Journalisten mit Fragen zum Rauchverbot. Adelson forderte stets, der in Madrid durch den Präsident von Las-Vegas‐Sands Michael Leven vertreten wurde, das Rauchverbot müsse für sein Projekt aufgehoben werden, weshalb das Projekt scheinbar vor dem Aus stand. González verwies auf die Zentralregierung und erklärte, an einer Reform werde schon gearbeitet, "um das Gesetz an dieses Projekt anpassen zu können".
Angesichts der Zweifel an der Finanzierung unterstrich Leven, man sei kapitalstark genug zur Realisierung. 35 Prozent der Investition würden aus Eigenkapital aufgebracht. Den Rest übernähmen Banken, mit denen man sich schon einig sei. Er meint, mit Eurovegas könne die hohe Arbeitslosigkeit der Region bekämpft werden. 40.000 Menschen sollen eine Stelle finden, wenn es in 15 Jahren fertig gestellt sei. Die Eurovegas-Gegner in Madrid wollen nicht nachlassen und der Widerstand ist sehr breit. Auch die katholische Kirche lehnt das Projekt als "Sündenreich" ab und sie ist ein mächtiger Partner der konservativen PP. Zudem fragt sich die Opposition, wo der Nutzen liegt.. Das ohnehin sehr hoch verschuldete Madrid muss neue Milliarden in das Projekt investieren, aber dem stehen kaum Einnahmen gegenüber. Zum Jahreswechsel wurde die "Lex Eurovegas" verabschiedet[4]Wie von Adelson gefordert, wurden Steuern um bis zu 95% gesenkt. Das gilt genauso für die Eintragungssteuer, für die in Spanien übliche Bausteuer und für die Grundsteuer. Hohe Vergünstigungen soll es sogar bei der Spielsteuer und anderen Steuern geben. Nachlässe sind sogar bei den Sozialabgaben für die Beschäftigten geplant und Tarifverträge sollen in dem "Entwicklungszentrum" nicht gelten.
2.11.2013
שאָד אויף איר! Einsteins Brief an die New York Times
"Zu den beunruhigendsten politischen Phänomenen unserer Zeit gehört das Auftauchen der “Freiheitspartei” (Tnuat Haherut) im neu geschaffenen Staat Israel. Es ist eine politische Partei, die in ihrer Organisation verwandten Methoden, in ihrer politischen Philosophie und sozialen Anziehungskraft den Nazis und den faschistischen Parteien sehr ähnlich ist. Sie bildete sich aus der Mitgliedschaft und den Nachfolgern der früheren Irgun Zwai Leumi (IZL), einer terroristischen, rechtsradikalen, chauvinistischen Organisation in Palästina.
Der augenblickliche Besuch von Herrn Begin, dem Führer dieser Partei, in den USA ist offensichtlich wohl berechnet worden, um den Eindruck zu machen, dass Amerika seine Partei bei den anstehenden israelischen Wahlen unterstützt, und um die politischen Bindungen mit konservativen zionistischen Elementen in den USA zu festigen. Mehrere Amerikaner mit national gutem Ruf haben ihre Namen hergegeben, seinen Besuch willkommen zu heißen. Es ist unvorstellbar, dass diejenigen, die gegen Faschismus in aller Welt sind, ihren Namen und ihre Unterstützung dieser Bewegung, die Begin vertritt, geben - es sei denn, dass sie nicht korrekt über seine politische Vorgeschichte und seine Perspektiven informiert sind.
Bevor irreparabler Schaden durch finanzielle Unterstützung, öffentliche Bekundung zu Gunsten Begins und dem, was in Palästina geschaffen wird, angerichtet wird und bevor der Eindruck entsteht, dass ein großer Teil der USA faschistische Elemente in Israel unterstützt, muss die amerikanische Öffentlichkeit über Begins Vorgeschichte, Ziele und Bewegung informiert werden.
Die öffentlichen Erklärungen von Begins Partei geben keinerlei Hinweis auf ihren tatsächlichen Charakter. Heute sprechen sie von Freiheit, Demokratie und Anti-Imperialismus, wobei sie bis vor kurzem offen die Doktrin eines faschistischen Staates predigten. Es sind seine Aktionen, die den wahren Charakter der terroristischen Partei verrät. Aus ihren früheren Aktionen können wir beurteilen, was man von ihr in der Zukunft erwarten kann.
Angriff auf ein arabisches Dorf Ein erschreckendes Beispiel war ihr Verhalten im arabischen Dorf von Deir Yassin. Dieses Dorf, abseits von der Hauptstraße gelegen, und von jüdischem Land umgeben, hatte sich nicht an Kriegshandlungen beteiligt, ja hatte sogar gegen arabische Banden angekämpft, die dies Dorf zu ihrer Basis machen wollten. Am 9. April (The New York Times) griffen Terrorbanden ein friedliches Dorf an, das kein militärisches Ziel beim Kampf war, töteten die meisten seiner Bewohner (240 Männer, Frauen und Kinder) und nahmen einige lebend als Gefangene zu einer Parade durch die Straßen Jerusalems mit. Der größte Teil der jüdischen Gemeinschaft war über diese Tat erschrocken und die jüdische Agentur sandte ein Telegramm der Entschuldigung an König Abdullah von Transjordanien. Die Terroristen aber, weit davon entfernt sich ihrer Taten zu schämen, waren stolz auf dieses Massaker, veröffentlichten es weit und luden ausländische Korrespondenten, die gerade im Land waren, ein, um die Leichenhaufen und den allgemeinen Schaden im Dorf Deir Yassin anzusehen. Der Deir-Yassin-Vorfall gibt ein Beispiel des Charakters und der Aktionen dieser Freiheitspartei.
der jüdischen Gemeinschaft hatten sie eine Mischung von Ultranationalismus, religiösem Mystizismus und rassistischer Überlegenheit gepredigt. Wie andere faschistische Parteien haben sie das Brechen von Streiks angewendet und sich selbst dahin gedrängt, die freien Gewerkschaften zu zerstören. An ihrer Stelle haben sie Vereinigungen nach italienisch faschistischen Modellen vorgeschlagen.
Während der letzten Jahre mit sporadischer anti-britischer Gewalt hat IZL und die Sternbande eine Terrorherrschaft in der jüdischen Gemeinschaft Palästinas ausgeführt: Lehrer geschlagen, weil sie sich gegen sie ausgesprochen haben, Erwachsene erschossen, weil sie verhinderten, dass sich ihre Kinder ihnen anschlossen. Mit Gangstermethoden, Schlägen, Fenster einschlagen und weit verbreitetem Diebstahl schüchterten die Terroristen die Bevölkerung ein und verlangten einen hohen Tribut. Die Leute der Freiheitspartei nahmen nicht an konstruktiven Aufbauleistungen in Palästina teil. Sie haben kein Land erworben, keine Siedlungen gebaut und nur die jüdischen Verteidigungsaktivitäten beeinträchtigt. Ihre vielfach publizierten Einwanderungsbemühungen waren winzig. Sie bemühten sich vor allem darum, faschistische Mitstreiter zu bekommen.
Diskrepanzen Die Diskrepanzen zwischen den kühnen Behauptungen, die jetzt von Begin und seiner Partei gemacht werden und der Vorgeschichte in Palästina trägt den Stempel keiner gewöhnlichen politischen Partei. Dies ist der unverkennbare Stempel einer faschistischen Partei, für die Terrorismus (gegen Juden, Araber und Briten gleichermaßen) und Verfälschung Mittel sind, und ein “Führerstaat” das Ziel ist.
In Anbetracht der vorausgegangenen Überlegungen muss die Wahrheit über Herrn Begin und seine Bewegung in diesem Land bekannt gemacht werden. Es ist um so tragischer, dass die oberste Führung des US-Zionismus sich weigert, eine Kampagne gegen Begins Bemühungen durchzuführen oder seinen eigenen Wählern die Gefahren aufzudecken, die Israel drohen, wenn Begin unterstützt wird. Die Unterzeichner greifen deshalb zu diesem Mittel, einige herausragende Tatsachen, die Begin und seine Partei betreffen, öffentlich zu machen und alle Betroffenen sehr zu bitten, die letzte Erscheinung von Faschismus nicht zu unterstützen.
ISIDORE ABRAMOWITZ, HANNAH ARENDT, ABRAHAM BRICK, RABBI JESSURUN CARDOZO, ALBERT EINSTEIN, HERMAN EISEN, M.D., HAYIM FINEMAN, M. GALLEN, M.D., H.H. HARRIS, ZELIG S. HARRIS, SIDNEY HOOK, FRED KARUSH, BRURIA KAUFMAN, IRMA L. LINDHEIM, NACHMAN MAISEL, SEYMOUR MELMAN, MYER D. MENDELSON, M.D., HARRY M. OSLINSKY, SAMUEL PITLICK, FRITZ ROHRLICH, LOUIS P. ROCKER, RUTH SAGIS, ITZHAK SANKOWSKY, I.J. SHOENBERG, SAMUEL SHUMAN, M. SINGER, IRMA WOLPE, STEFAN WOLPE.
New York, 2. Dezember 1948
Es hat sich bis heute nichts verändert. Der Terror gegen die Palästinenser geht unvermindert weiter Hier und hier
Angriff auf ein arabisches Dorf Ein erschreckendes Beispiel war ihr Verhalten im arabischen Dorf von Deir Yassin. Dieses Dorf, abseits von der Hauptstraße gelegen, und von jüdischem Land umgeben, hatte sich nicht an Kriegshandlungen beteiligt, ja hatte sogar gegen arabische Banden angekämpft, die dies Dorf zu ihrer Basis machen wollten. Am 9. April (The New York Times) griffen Terrorbanden ein friedliches Dorf an, das kein militärisches Ziel beim Kampf war, töteten die meisten seiner Bewohner (240 Männer, Frauen und Kinder) und nahmen einige lebend als Gefangene zu einer Parade durch die Straßen Jerusalems mit. Der größte Teil der jüdischen Gemeinschaft war über diese Tat erschrocken und die jüdische Agentur sandte ein Telegramm der Entschuldigung an König Abdullah von Transjordanien. Die Terroristen aber, weit davon entfernt sich ihrer Taten zu schämen, waren stolz auf dieses Massaker, veröffentlichten es weit und luden ausländische Korrespondenten, die gerade im Land waren, ein, um die Leichenhaufen und den allgemeinen Schaden im Dorf Deir Yassin anzusehen. Der Deir-Yassin-Vorfall gibt ein Beispiel des Charakters und der Aktionen dieser Freiheitspartei.
der jüdischen Gemeinschaft hatten sie eine Mischung von Ultranationalismus, religiösem Mystizismus und rassistischer Überlegenheit gepredigt. Wie andere faschistische Parteien haben sie das Brechen von Streiks angewendet und sich selbst dahin gedrängt, die freien Gewerkschaften zu zerstören. An ihrer Stelle haben sie Vereinigungen nach italienisch faschistischen Modellen vorgeschlagen.
Während der letzten Jahre mit sporadischer anti-britischer Gewalt hat IZL und die Sternbande eine Terrorherrschaft in der jüdischen Gemeinschaft Palästinas ausgeführt: Lehrer geschlagen, weil sie sich gegen sie ausgesprochen haben, Erwachsene erschossen, weil sie verhinderten, dass sich ihre Kinder ihnen anschlossen. Mit Gangstermethoden, Schlägen, Fenster einschlagen und weit verbreitetem Diebstahl schüchterten die Terroristen die Bevölkerung ein und verlangten einen hohen Tribut. Die Leute der Freiheitspartei nahmen nicht an konstruktiven Aufbauleistungen in Palästina teil. Sie haben kein Land erworben, keine Siedlungen gebaut und nur die jüdischen Verteidigungsaktivitäten beeinträchtigt. Ihre vielfach publizierten Einwanderungsbemühungen waren winzig. Sie bemühten sich vor allem darum, faschistische Mitstreiter zu bekommen.
Diskrepanzen Die Diskrepanzen zwischen den kühnen Behauptungen, die jetzt von Begin und seiner Partei gemacht werden und der Vorgeschichte in Palästina trägt den Stempel keiner gewöhnlichen politischen Partei. Dies ist der unverkennbare Stempel einer faschistischen Partei, für die Terrorismus (gegen Juden, Araber und Briten gleichermaßen) und Verfälschung Mittel sind, und ein “Führerstaat” das Ziel ist.
In Anbetracht der vorausgegangenen Überlegungen muss die Wahrheit über Herrn Begin und seine Bewegung in diesem Land bekannt gemacht werden. Es ist um so tragischer, dass die oberste Führung des US-Zionismus sich weigert, eine Kampagne gegen Begins Bemühungen durchzuführen oder seinen eigenen Wählern die Gefahren aufzudecken, die Israel drohen, wenn Begin unterstützt wird. Die Unterzeichner greifen deshalb zu diesem Mittel, einige herausragende Tatsachen, die Begin und seine Partei betreffen, öffentlich zu machen und alle Betroffenen sehr zu bitten, die letzte Erscheinung von Faschismus nicht zu unterstützen.
ISIDORE ABRAMOWITZ, HANNAH ARENDT, ABRAHAM BRICK, RABBI JESSURUN CARDOZO, ALBERT EINSTEIN, HERMAN EISEN, M.D., HAYIM FINEMAN, M. GALLEN, M.D., H.H. HARRIS, ZELIG S. HARRIS, SIDNEY HOOK, FRED KARUSH, BRURIA KAUFMAN, IRMA L. LINDHEIM, NACHMAN MAISEL, SEYMOUR MELMAN, MYER D. MENDELSON, M.D., HARRY M. OSLINSKY, SAMUEL PITLICK, FRITZ ROHRLICH, LOUIS P. ROCKER, RUTH SAGIS, ITZHAK SANKOWSKY, I.J. SHOENBERG, SAMUEL SHUMAN, M. SINGER, IRMA WOLPE, STEFAN WOLPE.
New York, 2. Dezember 1948
Es hat sich bis heute nichts verändert. Der Terror gegen die Palästinenser geht unvermindert weiter Hier und hier
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