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8.09.2015

Photo-Post


Ich wollte euch schon immer mal zeigen, wo ich wohne. Der Ort heißt Oybin, liegt im Dreiländereck D/PL/CZ. Wollt ihr was genauer wissen?

6.14.2015

Im Crystal-Wahn unter anderem eine Familie angegriffen

Laut Staatsanwaltschaft soll der 25jährige am 13. Dezember 2013 in der Ebersbacher „Netto“-Filiale einen Kasten Leergut und Pfandflaschen gestohlen haben. Diese habe er in den Pfandautomaten gegeben und mit dem Bon eine Packung Zigaretten bezahlen wollen. Als eine Lagerarbeiterin hinzukam, schnappte er sich die Zigaretten und floh. Das sei nicht wahr, entgegnete der Mann jetzt vor Gericht. Kasten und Flaschen habe er mitgebracht. Das zusätzlich zum erzielten Pfand noch fehlende Geld habe er hingelegt.
Nur drei Tage später kam es zu einem Zusammenstoß mit dem Hausmeister des Mehrfamilienhauses an der Ebersbacher Sachsenstraße, in dem der Täter damals wohnte. Der Hausmeister sagte als Zeuge, er habe die Stromzähler ablesen wollen und musste sich Zugang verschaffen, indem er einige Fahrräder beiseite schob. Da erschien der Angeklagte, beschimpfte ihn, griff ihn schließlich tätlich an. Erst durch das Eingreifen von zwei Beschäftigten des Internationalen Bundes und der herbeigerufenen Polizei konnte er gestoppt werden. Auch das leugnete der Angeklagte. Es vergingen zwei Tage, da ereignete sich bei „Kik“ in Ebersbach der nächste Zwischenfall. Eine 65jährige Zeugin berichtete, sie sei aus der Filiale gekommen und zu ihrem alten Fahrrad gegangen. Da stand der auf dem Bordstein sitzende Angeklagte auf und schrie sie an, sie habe das Fahrrad geklaut. Das gehöre in Wahrheit seiner Oma. Da sie es nicht hergeben wollte, warf er ihre Tasche zu Boden und trampelte darauf herum. Schließlich trat er gegen das Vorderrad und verbeulte es stark. Inzwischen hatte jemand die Polizei gerufen, die schließlich die alte Dame mit dem lädierten Gefährt nach Hause brachte.
Der letzte Fall passierte am 28. Dezember 2013 an der Hauptstraße in_Neugersdorf nahe des Edeka-Marktes. Eine vierköpfige Familie befand sich auf dem Heimweg,  als vor ihnen auf der Fahrbahn ein junger Mann stand. Der Vater am Steuer fuhr langsam um ihn herum, da spürten und hörten sie Schläge oder Tritte gegen den Wagen. Der Sohn stieg aus, um nachzusehen, wurde sofort vom rasenden Angeklagten attackiert, beschimpft und tätlich angegriffen. Ebenso erging es dem ausgestiegenen Vater und der dazukommenden Mutter. Die trug sogar ernsthafte gesundheitliche Schäden davon. Ein Polizeibeamter, der in Zivil einkaufen gehen wollte, beobachtete alles und rief sofort seine uniformierten Kollegen zum Tatort. Da hatte der Rasende bereits drei Menschen verletzt und am BMW einen Schaden von rund dreitausend Euro angerichtet. Auch dazu schwieg der Beschuldigte oder leugnete das Geschehen.
All diese Taten waren letztlich auf damaligen Drogenkonsum des Mannes zurückzuführen. Nach eigenen Aussagen hatte er seit 2012 täglich mindestens ein halbes Gramm Crystal konsumiert. Unmittelbar nach diesen im Zustand völligen Wahns begangenen Taten brachte ihn seine Tante in eine Einrichtung nach Mecklenburg-Vorpommern zur Entwöhnung. Und es gelang ihm wohl tatsächlich dem Teufelskreis zu entkommen. Das wirkte sich zu seinen Gunsten auf den weiteren Prozessverlauf aus. Sowohl Staatsanwalt als auch der Vorsitzende Richter gingen von einer verminderten Schuldfähigkeit aus. Außerdem wurde die Verfolgung der Taten im Punkt eins bis drei eingestellt. Im verbleibenden Punkt sahen Staatsanwalt und Gericht die Schuld des Angeklagten als erwiesen an. Die Ausschreitungen gegen die Familie und ihren Pkw erfolgten überfallartig. Das Gericht verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten, ausgesetzt zur Bewährung auf drei Jahre. Die Therapie muss er fortsetzen.

Dieser Bericht ist wenig  tröstlich und kaum beruhigend. Leute, die Crystal konsumierten, gelten fortan als krank und kaum heilbar. Das wissen auch beispielweise etwas mehr als 300 Bürger des Nachbardorfs Olbersdorf. In unmittelbarer Nähe ihrer Häuser und Wohnungen will eine Zittauer "Gutmensch"-Organisation ein Pflegeheim für Crystal-Abhängige errichten lassen. Die Anwohner protestieren dagegen, haben Unterschriften gesammelt und bei der Gemeindeverwaltung eingereicht. Ob das was bringt? Wenn nicht, wissen sie ja nun, was ihnen droht. 

12.29.2009

Wie war das doch gleich mit der Schweingrippe?

Nach neusten Erhebungen haben sich lediglich fünf Prozent der Deutschen gegen die Schweinegrippe impfen lassen und ganze 18 Prozent aller deutschen Ärzte, aber 97,9 Prozent aller deutschen Journalisten. Aus den Journalistenverbänden hieß zu dieser außerordentlich hohen Impf-Bereitschaft übereinstimmend: "Journalisten sind immer näher dran an den Wahrheiten, die die Pharmaindustrie und des Robert-Koch-Institut liefern. Da sollte es nicht wundern, dass Journalisten auch glauben, was sie schreiben oder lautsprechern".

12.17.2008

Am Ende!

»Das ist der Abschiedskuß, du Hund!« rief der irakische Journalist Muntader Al-Saidi und schleuderte in Bagdad seine Schuhe auf US-Präsident George W. Bush. »Das ist von den Witwen, den Waisen und all denen, die im Irak getötet wurden!« Herzerfrischend war das und Achtung für den Iraker erheischend. Und es zeigt, wie der Mann, der in unseren Medien gern als "mächtigster Mann der Welt" beschrieben wird, vor der Weltöffentlichkeit endgültig sein Gesicht verlor.

9.02.2008

2.27.2008

Wissenschaftler mit Waffenschein?


Hat der Mann überhaupt einen Waffenschein? Und gibt es überhaupt Waffenscheine für Haubitzen? Gefunden in "Ossietzky", ,Nr. 04/2008

1.27.2008

Ein Buch ist zu empfehlen

Der Hannoveraner Ossietzky-Verlag hat noch im vergangenen Jahr ein kleines Buch von Ralph Hartmann herausgebracht. Es trägt den natürlich wenig prosaischen Titel "Die DDR unterm Lügenberg". Im reichlich 110 Seiten knappen Buch beschäftigt sich Hartmann mit der Aufarbeitung der DDR-Geschichte durch den politischen und literarischen Mainstream der Bundesrepublik, die politischen- und regierungsamtlichen Organisationen sowie die Auftragnehmer für die vom einstigen FDP-Innenministers Klaus Kinkel herausgegeben Ordre, dass es von jetzt an darauf ankomme, der DDR und ihrem gesellschaftlichen System jegliche Legitimation zu nehmen. Und tatsächlich ist in diesem Sinne in den vergangenen 18 Jahren viel geschrieben, gesprochen und gefilmt worden über die "wahre" DDR.
Genau mit dem Geschriebenen, Gesprochenen und Gefilmten setzt sich Hartmann auseinander. In seinem kleinen Buch referiert er über die "zehn Lügen über die DDR". Da geht es beispielsweise um die "Lüge Nummer 5: Die DDR vor dem Staatsbankrott". Hartmann greift in diesem Kapitel seines Buches eine noch im Jahre 1999 vom Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Peter Ramsauer verbreitete Horrorrechnung auf, nach der "die Bundesrepublik Deutschland (habe) mit der Vereinigung 400 Milliarden DM Altschulden des SED-Regimes . . . übernommen". Und stellt dem den Befund der Deutschen Bundesbank aus dem gleichen Jahr gegenüber. Und schreibt: "Darin (im Bericht der Bundesbank) wird für 1989 eine Nettoverschuldung der DDR gegenüber westlichen Valutaländern in Höhe von 19,9 Milliarden ausgewiesen, was einer Dollargröße von 12 Milliarden zum damaligen Kurs entspricht". Hartmann nennt den Bericht der Bundesbank eine "wesentliche Entdramatisierung der Schuldensituation".
Auch mit den anderen neun "Legenden" westdeutscher Geschichtsschreibung über die DDR räumt der Autor nicht weniger nachdrücklich auf.
Das Buch ist eine faktenreiche Korrektur einer folgenreichen Sieger-Literatur. Die Ostdeutschen kann es bestärken, den Westdeutschen ermöglichen, Vorurteile zu korrigieren. Wenn sie es denn tatsächlich wollen.

"Die DDR unterm Lügenberg", Ralph Hartmann, Ossietzky-Verlag, ISBN-Nummer 978-3-9808137-3-0

1.20.2008

Neue Panne einkalkuliert?

"... Vattenfall Europe ist der drittgrößte Energieerzeuger in Deutschland. Für die kommenden Aufgaben brauchen wir Menschen, die sich mit ganzer Kraft für unsere Kunden engagieren - Menschen wie Sie", lautet ein Textbaustein einer Vattenfall-Anzeige in der der "Sächsische Zeitung" (Dresden) vom 19./20. Januar 2008. Konkret sucht Vattenfall leitende Schichtingenieure (m/w) für seine Pannenreaktoren Krümmel und Brunsbüttel.
Sind die anderen, die sie bis jetzt hatten, alle davongelaufen? Das würde ich verstehen, angesichts der besonderen Qualifikationsmerkmale "schicht- und atemschutztauglich".

12.17.2007

Ein Buch ist zu empfehlen

Ich gebe zu, ich habe seltsame Lesegewohnheiten. Ich kaufe Bücher und lege sie regelmäßig auf einen Stapel noch ungelesener Bücher. Immer, wenn ich wieder ein Buch aus habe, ziehe ich aus dem Stapel das unterste und beginne mit der neuen Lektüre. Diesmal habe ich Frank Schätzings Buch "Der Schwarm" gezogen. Die neunte Auflage ist schon von 2005. Woran man sehen kann, wie lange es unter dem Stapel zugebracht haben muss. Aber: Ich habe es in drei Nächten ausgelesen. Die Kurzfassung: Ein norwegisches Unternehmen, beschäftigt mit der Erkundung von Methanhydratlagerstätten in der norwegischen See, entdeckt eine Merkwürdigkeit. Die Lagerstätten sind übersät mit Millionen bislang unbekannter Würmer, die sich in das Eis des Methanhydrats bohren und dabei "mitreisende" Einzeller freisetzen, die wiederum das unter hohen Druck und tiefen Temperaturen vereiste Methanhydrat zerstören. Das Gefährliche an der Geschichte: Sie zerstören die Methanlagerstätten genau an den Stellen, wo das dem Festland vorgelagerten Schelf in Tiefseeabhänge übergehen. Die Gefahr kommt auf, das die Schelfkanten, die von den Methanhydrat stabilisiert werden, in die Tiefsee abstürzen könnten und es im Roman tatsächlich auch tun.
Gleichzeitig geschehen in anderen Weltmeeren absurde Dinge. Wale überfallen Menschen in Booten und Schiffen, giftige Quallen töten Badende an Meeresstränden, Krebse erstürmen zu Millionen ganze Küstenregionen und setzen eine giftige Fracht ab, Mikroben, die bei den Menschen in den Küstenregionen zu tödlichen Epedemien führen.
Eine ständig wachsende Gruppen von Wissenschaftlern soll die Ursachen für die einzelnen Phänomene herausfinden. Und sie finden nach und nach heraus, dass alle die einzelnen Erscheinungen eng miteinander verbunden sind und gesteuert. Bloß von wem oder was?
Die Wissenschaftler finden unter unendlichen Mühen und beständig bedroht von einer weltumspannenden Katastrophe, dass in den Weltozeanen eine zweite, nichtmenschliche, einzellige Intelligenz lebt, fähig sich zu organisieren. Dass sie die Menschen anzugreifen beginnt, hängt ist die direkte Antwort dieser Intelligenz auf die Zerstörung der Weltmeere und ihrer Bewohner durch die Menschen. Die Zerstörung der Ozeane will diese nichtmenschliche Intelligenz jetzt mit der Ausrottung der Menschen beenden.
Schätzing hat einen Roman geschrieben, der vieles in sich vereint: philosophische Traktate, Lehrbuch der Ozeanographie, der Biologie, lehrreiches über menschliche Moral und Ethik und das determinierte Versagen der Menschheit gegenüber der Natur. Und man kann die Bali-Klimakonferenz durchaus schon zum Versagen der Menschen hinzurechnen. Schätzing hat alles das geschrieben wie einen Krimi über sage und schreibe reichlich 900 Seiten.
Sehr empfehlenswert!
("Der Schwarm", Fischer-Taschenbuch-Verlag, www.fischerverlag.de)

6.01.2007

Über Langsamkeit

"Wenn de den Koarle nach´m Tode schickst, biste in fuffzehn Joarhn noch ne geschtorben".

5.19.2007

Grenzgeschichten

Am 28. Mai 1956 treffen sich nahe Oybin an der CSSR/DDR-Grenze zwei Grenzstreifen. Die deutschen und tschechischen Grenzer plauschen miteinander, tauschen Zigaretten. Dann gehen sie auseinander. Einer der tschechischen Grenzer wirft sich im Weggehen seine MPi über die Schulter. Dabei lösen sich drei Schüsse aus der Waffe, treffen einen der Deutschen in den Oberschenkel. (Der Tscheche wird später verurteilt wegen fahrlässigen Umgang mit einer Waffe). Der deutsche Grenzer kommt ins Krankenhaus. Nach dem Krankenhausaufenthalt bekommt er Genesungsurlaub im sächsischen Königsstein. Dort unternimmt er, um wieder fit zu werden, oft längere Fahrradtouren. Bei einer dieser Touren gerät er in ein Gewitter. An einer Elbbrücke stürzt der Sturm einen Starkstrommast auf das Brückengeländer. Der beurlaubte Grenze kommt in den Windböen mit dem Fahrrad ins Straucheln, greift haltsuchend nach dem Geländer und bekommt einen tödlichen Stromschlag.