Medien, Zeitgeschichte, Aktuelles, Nachrichten, Journalismus, News, Satire, Literatur, Politik, Soziales
11.03.2011
Griechenland ist raus?
Die "Sächsische Zeitung" Dresden veröffentlichte Titelseite am heutigen 3. November diese Börsenübersicht. Da bleibt mir nur eine Frage: Was´n, iss Griechenland heute Nacht raus aus dem Euro?
10.28.2011
Dürfen Polizisten noch mit Messer und Gabel essen?
Die meisten Berliner Polizisten tragen schon seit längerem freiwillig Namensschilder an der Uniform. Den Bundes- und den Landesvorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt und Bodo Pfalzgraf, geht diese bereits am 1. August eingeführte individuelle Kennzeichnungspficht zu weit. Also haben sie nicht nur eine Musterklage beim Berliner Verwaltungsgericht eingereicht, sondern lassen keine Gelegenheit verstreichen, sich lächerlich zu machen. Letzter Akt in diesem Sinne: Die für rund 213 000 Euro teuren Schilder für alle Berliner Polizisten seien "gefährlich scharfkantig". Zum Beweis schnitt bei einer Pressekonferenz Pfalzgraf mit einem Namenschild in ein extra mitgebrachtes Eisbein. Verletzungen zufügen könnten sich die Beamten beispielsweise auch (bei angelegtem Namensschild) beispielsweise beim Anlegen des Sicherheitsgurtes im Dienstwagen. Ob wahr ist, dass die beiden "Großen Gewerkschaftsführer" von Innenminister Körting erwarten, Beamten auch das Essen mit Messer und Gabel in der Kantine und jegliche Nassrasur zu verbieten, entzieht sich meiner Kenntnis.
10.14.2011
Welcom back to Feudalism
Ihre Hoheiten sitzen in der Finanzsackgasse. Jetzt müssen sie die Banken retten, meinen sie. Die ihnen hörigen Völker gehen ihnen glatt am Arsch vorbei. Das heisst, die sollen die Zeche zahlen. ("HMS" Merkel, Plateausohlen-Sarkozy und Geldnutte Ackermann v.l.n.r.)

Quelle: Dexia Deutschland)
Wenn Griechenland die Zahlungsunfähigkeit vermelden wird, dann kriegen die europäischen Banken das Fracksausen. Je nachdem wie hoch der griechische Schuldenschnitt ausfällt, sie könnten durchaus bis zu 50 Prozent in Griechenlandanleihen investiertes Geld verlieren. Das ist viel zu viel für die meistens Banken mit eher dürftige Kapitaldecke. Es könnte durchaus sein, dass einige Banken den Griechenlandcrash nicht überstehen. Deshalb müssen sie gerettet werden. Das kündigte Merkel nach einem Treffen mit Sarkozy an. Beide Länder seien sich ihrer Verpflichtung bewusst und entschlossen, das Nötige zu tun, um die Rekapitalisierung der Banken sicherzustellen, sagte sie am Sonntagabend in Berlin. Hier ein Beispiel: Die Aktien der Dexia-Bank befinden sich im Sturzflug. Vergangenen Montag verloren die Dexia-Aktien - angesichts der Drohung zweier Ratingagenturen, die Bank herabzustufen - 10 Prozent, am Tag darauf nochmals um rund 38 Prozent. Der Grund: Dexia hat sich mit griechische Staatsanleihen verspekuliert. Sie soll Anleihen im Wert von 3,8 bis 4,8 Mrd. Euro halten bei einem eigenen Börsenwert von 2,5 Milliarden.

Käme jetzt die griechische Insolvenz, dann wäre die Dexia Pleite, zumindest aber von der Pleite bedroht. Dabei hätten es die Dexianer besser wissen können und müssen. Die Bank stand schon in der Finanzkrise 2008 vor dem Absturz und konnte nur mit 6,4 Milliarden Euro Steuergeldern gerettet werden.
10.11.2011
"Irrsinn" oder bloß schräg?
8.28.2011
So ist das Leben!
Pietschmann sitzt mit ein paar Kumpels im Biergarten. Er hat einen halben Liter Bier vor und eine Fliegenklatsche bei sich. Die ist interessant, hat mittig ein vielleicht drei cm großes Loch und einen Schriftzug drumrum: „Gib der Fliege eine Chance“. Doch Pietschmann hat es nicht auf Fliegen abgesehen, sondern auf Wespen, die sich jetzt im Spätsommer - wegen der einsetzenden Nahrungsknappheit und weil ihr Lebenszyklus sich eh dem Ende zuneigt – schon gerne mal in ein Bierglas stürzen, um zu trinken oder zu ertrinken. Pietschmann nimmt einen Löffel, fischt die Wespe aus dem Bierschaum, schnipst sie auf den Tisch und haut sie platt.
Für die kreisrunde „Chance“ hat es nicht gereicht.
Ein paar Etagen höher sitzen Gott, Allah und Jahwe um einen wunderschönen Wolkentisch und schwatzen über – Gott und die Welt. Gott hat eine Fliegenklatsche auf den Knien. Die hat ein Loch im Zentrum und um das Loch steht gar nichts. Warum auch?
Dann kommt Pietschmann angesurrt. Ihm sind mittlerweile um die dürren Schultern zwei kümmerliche Flügel gewachsen. Er ist schwer angeschlagen von einem eben erlittenen Herzinfarkt. Er will auf dem Rand von Gottes Ambrosia-Becher landen, packt´ s nicht und fällt hinein in das göttliche Gesöff. Gott nimmt eine Engelsfeder, angelt Pietschmann raus, schnipst ihn auf den Tisch - und Peng.
So ist es halt, das Leben . . .
Für die kreisrunde „Chance“ hat es nicht gereicht.
Ein paar Etagen höher sitzen Gott, Allah und Jahwe um einen wunderschönen Wolkentisch und schwatzen über – Gott und die Welt. Gott hat eine Fliegenklatsche auf den Knien. Die hat ein Loch im Zentrum und um das Loch steht gar nichts. Warum auch?
Dann kommt Pietschmann angesurrt. Ihm sind mittlerweile um die dürren Schultern zwei kümmerliche Flügel gewachsen. Er ist schwer angeschlagen von einem eben erlittenen Herzinfarkt. Er will auf dem Rand von Gottes Ambrosia-Becher landen, packt´ s nicht und fällt hinein in das göttliche Gesöff. Gott nimmt eine Engelsfeder, angelt Pietschmann raus, schnipst ihn auf den Tisch - und Peng.
So ist es halt, das Leben . . .
5.28.2011
Der gemeine Arschbackenfloh als Wirt
Also damit hatte ich nicht gerechnet. Ich dachte, statt H1N1 käme 2011 der Erreger H2N2 - genannt Goldhamster-Virus - über uns. Statt dessen ist es heuer EHEC und sein Wirt ist der gemeine Arschbackenfloh (Foto: in 5000facher Vergrößerung). Aber weder das Robert-Koch-Institut noch die WHO können sich den Übertragungsweg vom EHEC, also vom gemeinen Arschbackenfloh auf die noch gemeinere Gurke vorstellen. Vorstellbar ist laut RKI lediglich, dass irgendwann sich so ein Arsch samt Floh im Hamburger Großmarkt auf eine Kisten Gurken gesetzt haben muss . . . Und Peng war die Katastrophe da!
Wie auch immer, jetzt haben wir ein Problem. Ich vermute mal, noch schlimmer als das mit den Schafen seinerzeit, der Vogel- und der Schweinegrippe. Aber beunruhigen muss uns das nicht. Ich wette, in drei vier Wochen wird irgend so ein Pharmakonzern schon den rechten Impfstoff gegen den Erreger gefunden haben. Und dann geht die Kacke wieder von vorne los. Impfen, impfen impfen lassen!!!

Wie auch immer, jetzt haben wir ein Problem. Ich vermute mal, noch schlimmer als das mit den Schafen seinerzeit, der Vogel- und der Schweinegrippe. Aber beunruhigen muss uns das nicht. Ich wette, in drei vier Wochen wird irgend so ein Pharmakonzern schon den rechten Impfstoff gegen den Erreger gefunden haben. Und dann geht die Kacke wieder von vorne los. Impfen, impfen impfen lassen!!!
5.17.2011
Kasperkopp hat Carla ge. . schwängert
Carla Bruni ist schwanger! Hat der Mond zu lange durchs Fenster geleuchtet? Ihr Kasperkopp kann´s ja kaum gewesen sein! Sinn macht die Meldung aber schon. Strauss-Kahn hätte nach amtlichen Hochrechnungen den Kasperkopp bei den nächsten Wahlen haushoch geschlagen. Da passen die Meldungen doch wie die Ärsche auf die Klositze: Strauss-Kahn vergewohltätigt ein Zimmer-Mädchen / Carla Bruni vom Kasperkopp schwanger". Lässt sich das noch toppen? Aber gewiss, mit einem Schwangerschaftsabbruch kurz vor den Wahlen aus gesundheitlichen Gründen! Mahlzeit.
(Hm, sehe gerade, ich schreibe immer Kasperkopp. heisst der nicht Sarkotzi in Wirklichkeit?)
(Hm, sehe gerade, ich schreibe immer Kasperkopp. heisst der nicht Sarkotzi in Wirklichkeit?)
DSK-Gebrauchsanweisung
D. Strauss-Kahn sitzt ein bei den NY-Bullen. Soll´n Zimmermädchen belästigt haben. Eine Freude für unsere Mainstream-Medien.
Das Lesen der spinnerten Texte können wir uns aber sparen. Denn die hatten wir schon mal im Zusammenhang mit Julian Assange - der Methode nach und auch nach der Zeichensetzung in den Medien.
Das Lesen der spinnerten Texte können wir uns aber sparen. Denn die hatten wir schon mal im Zusammenhang mit Julian Assange - der Methode nach und auch nach der Zeichensetzung in den Medien.
Bomben entsorgen, bitte!
Nee, das mit den Bomben ist wirklich nicht zum Lachen. Und weil ich das eingesehen habe, habe ich meine letzen fünf, sechs Stück vorgestern in unserem Dorfteich "entschärft". Was passieren kann, wenn man es nicht so tut, wie meinerseits, der kann das aus unten stehenden zusammengetackerten zwei Texten herauslesen.

Ja ja, so eine Bombe kann zwar rechtzeitig entschärft werden und dann doch im Bundeskanzleramt explodieren. Und deshalb ab mit dem Dreckszeug in den Teich. Bleibt eine Frage: Haben die in der Nähe von Dublin keine Dorfteiche? Denn - so tönen unsere Mainstreamer - da hat einer eine funktionsfähige im Gepäckfach eines Busses entsorgt. Wegen der Königin von England und deren Besuch in diesen Tagen da. Wers glaubt, der klaut auch!
Glaubhafter klingt das hier: Dissidenten in Polizeihaft genommen
Die erste Visite eines britischen Monarchen in Dublin seit 100 Jahren mobilisiert den größten Sicherheitseinsatz in der Geschichte der irischen Polizei. Dem Staatsbesuch der Königin, der bis zum Freitag dauert, folgt ein Besuch des amerikanischen Präsidenten Barack Obama in Irland, doch in der Lageeinschätzung der Polizei birgt der Besuch der
britischen Königin die größeren Risiken einer Störung oder eines Anschlages. Die irische Regierung bietet 8000 Polizisten und 2000 Soldaten zum Schutz der Besucherin auf, deren Empfang in Dublin in seiner politischen Bedeutung einem symbolischen Abschluss. Im nordirischen Derry nahm die Polizei am Wochenende die verurteilte IRA-Terroristin Marian Price in Gewahrsam; sie hatte vor 37 Jahren einen Bombenanschlag auf das Londoner Kriminalgericht Old Bailey verübt und war jüngst mit einem Aufruf der Terrorgruppe „Real-IRA“ in Verbindung gebracht worden, in dem der bevorstehende Besuch der Königin in Irland als „äußerste Beleidigung“ bezeichnet wurde. Auch andere Dissidenten wurden in Polizeihaft genommen. (Quelle: FAZ.NET 17.05.11 13:33)

Ja ja, so eine Bombe kann zwar rechtzeitig entschärft werden und dann doch im Bundeskanzleramt explodieren. Und deshalb ab mit dem Dreckszeug in den Teich. Bleibt eine Frage: Haben die in der Nähe von Dublin keine Dorfteiche? Denn - so tönen unsere Mainstreamer - da hat einer eine funktionsfähige im Gepäckfach eines Busses entsorgt. Wegen der Königin von England und deren Besuch in diesen Tagen da. Wers glaubt, der klaut auch!
Glaubhafter klingt das hier: Dissidenten in Polizeihaft genommen
Die erste Visite eines britischen Monarchen in Dublin seit 100 Jahren mobilisiert den größten Sicherheitseinsatz in der Geschichte der irischen Polizei. Dem Staatsbesuch der Königin, der bis zum Freitag dauert, folgt ein Besuch des amerikanischen Präsidenten Barack Obama in Irland, doch in der Lageeinschätzung der Polizei birgt der Besuch der
britischen Königin die größeren Risiken einer Störung oder eines Anschlages. Die irische Regierung bietet 8000 Polizisten und 2000 Soldaten zum Schutz der Besucherin auf, deren Empfang in Dublin in seiner politischen Bedeutung einem symbolischen Abschluss. Im nordirischen Derry nahm die Polizei am Wochenende die verurteilte IRA-Terroristin Marian Price in Gewahrsam; sie hatte vor 37 Jahren einen Bombenanschlag auf das Londoner Kriminalgericht Old Bailey verübt und war jüngst mit einem Aufruf der Terrorgruppe „Real-IRA“ in Verbindung gebracht worden, in dem der bevorstehende Besuch der Königin in Irland als „äußerste Beleidigung“ bezeichnet wurde. Auch andere Dissidenten wurden in Polizeihaft genommen. (Quelle: FAZ.NET 17.05.11 13:33)
5.12.2011
Kleines Lügchen gefällig?
Kennt jemand Rene Pfister? Muss man nicht. Aber: Der Mann schreibt für den "Spiegel"! Für eine eine Reportage über Bayerns Ministerpräsidenten Horst Seehofer bekam der Mann den Egon-Erwin-Kisch-Preis der Nannen-Stiftung. Am Tag darauf, nach einer Intervention Stefanie Nannens, der Enkelin des Stiftungsgründers, war Pfister den Preis auch schon wieder los. Der Grund: "Unter dem Titel "Am Stellpult" entwickelte Pfister ein Psychogramm des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer, dessen Einstieg eine detaillierte Beschreibung einer Modelleisenbahn- Anlage im Keller des Ferienhauses des Politikers ist. Problem nur: Der Mann vom Spiegel hat diesen Keller nie betreten, er hat buchstäblich keine Ahnung aus eigener Anschauung, wie es dort aussieht, weil er sich bei allem, was er schreibt, auf Hörensagen beruft." (1) Seitdem tobt die allübliche Pro- und kontra-Meinungsschlacht im deutschen Mainstream. An der will ich mich nicht beteiligen.Täte ich das, müsste ich mich ebenso echauffierne über die reihenweise Aberkennung von erschlichenen Doktortiteln prominenter Politiker oder etwa darüber, dass der deutsche Journalismus - speziell der Auslandsjournalismus der öffentlich rechtlichen - a priori Second-Hand-Jouurnalismus ist. Ein Beispiel gefällig? Da berichtet ein gewisser Banjamin Dzialowski aus Abbottabad über das "Ableben" Osama bin Ladens. Er schreibt die Stadt als einen Nobelort in Pakistan und nennt die letzte Bleibe Bin Ladens "eine Villa hinter sechs Meter hohen Mauern". Tatsächlich ist diese Zuflucht ein ehemaliges und eher unansehnliches Lagerhaus. Die höchste Mauerstück ist 5,50 Meter hoch (und vielleicht 12 m lang), alle anderen, das Haus abschirmenden Mauerstücke sind zwischen 2.13 und 4 m hoch. Auch beschreibt Dzialowski das Haus Bin Ladens als "komfortable letzte Bleibe", obwohl er wahrscheinlich bis heute noch nicht in diesem Haus war. Beschreibt er also nicht auch wie Pfister nur etwas, was er nur aus irgendwelchen Schilderungen kennengelernt hat, betreibt er also icht auch nur Second-Hand-Journalismus. Mit anderen Worten: Belügt er uns, die Medienkonsumenten. Wahrscheinlich. Denn ein Foto, ein Screenshot aus einem Pentagon-Video zeigt uns etwas anderes. nämlich das hier:
So also sieht eine "komfortable letzte Bleibe" aus.
Aber das kennen wir ja schon von anderen Gelegenheiten. Erinnern wir uns nur an die "nahezu uneinehmbare" Bergfestung Tora Bora (Afghanistan 2001) mit all den Hightec-Anlagen darin, in die sich Osama bin Laden verschanzt haben sollte. In Wirklichkeit war es ein Höhlensystem mit unbefestigten Gängen ohne moderne Kommunikations- und Waffensysteme.


Wahn und Wirklichkeit
So also sieht eine "komfortable letzte Bleibe" aus.
Aber das kennen wir ja schon von anderen Gelegenheiten. Erinnern wir uns nur an die "nahezu uneinehmbare" Bergfestung Tora Bora (Afghanistan 2001) mit all den Hightec-Anlagen darin, in die sich Osama bin Laden verschanzt haben sollte. In Wirklichkeit war es ein Höhlensystem mit unbefestigten Gängen ohne moderne Kommunikations- und Waffensysteme.


Wahn und Wirklichkeit
Abonnieren
Posts (Atom)

