3.10.2011

Wir fressen nur noch Müll!

Foto-Quelle: ARD-Methiathek

Wie formuliert man eine Überschrift, wenn es ums Essen geht, beispielsweise um das Essen von Pangasius-Filet aus Vietnam? Sagen wir "Wir essen . . " oder "Wir fressen nur noch Müll?" oder "Wir fressen nur noch Müll!" Egal. Im Vietnam-Krieg verlor das Land rund drei Millionen Menschen, die Wälder waren großflächig entlaubt, Industrie und Infrastruktur vernichtet. 30 Jahre später ist die Welt - zumindest aus der Sicht der deutschen Mainstrem-Medien endlich wieder in Ordnung. Wir hatten den Pangasius entdeckt, einen sehr schmackhaften Raubfisch, der besonders oft im Mekong-Delta von den vietnamesischen Fischern gefangen und nur teilweise exportiert wurde. Na wo gibt`s denn sowas, werden sich die (West)Europäer und Amerikaner gefragt haben. Also hat man erst mal erklärt, die Vietnamesen fischten im Mekong-Delta die Weltmeere leer, der Pangasius sei bedroht. In der zweiten Etappe des Pangasius-Feldzuges gab es Geld und Halbwissen für die Vietnamesen für die künftige Zucht des Fisches in Becken und eine Abnahme-Zusage für den nun in Massen billig produzierten Fisch. Und technische Hilfe versteht sich. Von "Bayer Vietnam" beispielsweise, das (uneigennützig) diverse chemische (Kampf)Stoffe wider die Natur produziert und dafür sorgt, dass möglichst nur ihre Mittel in der Pangasius-Zucht eingesetzt werden.
Wenn Sie sich vor nichts ekeln, dann kaufen Sie ruhig weiter im Supermarkt ihrer Wahl vietnamesisches Pangasius-Filt. Oder sehen sich gleich in den nächsten Tagen in der ARD-Methiathek den passenden Dok-Film "Die Pangasius-Lüge".

2.17.2011

Gutti, der Plagiator


Momentan haben die Freunde von "wiki/Plagiate" 36 vermutlich aus anderen Arbeiten in die Doktor-Arbeit von Herrn K.-T. zu Guttenberg eingearbeitete Textstellen gefunden. Gestern, als der Sturm losging, waren es gerade mal sechs (6), Ja, hat der Herr Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Plagiatus Freiherr von und zu Guttenberg denn überhaupt was eigenes geschrieben? Vielleicht heißt es morgen schon, den Rest habe der wissenschaftliche Dienst der Regierung verfasst.



Upgrade 18.02.2011:

Quelle: wiki/Plagiate


2.13.2011

Deutschland heißgelaufen

Eine 82jährige findet, dass es auf ihrem Hausboden aussieht wie beim Hempels unterm Bett.
Sie bittet zwei junge Männer aus der Nachbarschaft darum, den Boden zu entrümpeln. Die tun das auch, weil man immer mal ein paar am Hartz4 vorbei verdiente Euro gebrauchen kann. Auf dem Boden finden sie auch mehrere Paar hundealter Skier. Und wollen daraus einen Gag machen, sie unterschnallen und eigentlich nur andeutungsweise Schussfahrt über die steile hölzerne Bodentreppe üben. Leider geht was schief. Der vorne an der Treppe steht, ist unvorsichtig und der Treppenkante viel zu nahe. Und so geht der Spaß voll in die Hose. Der Schußfahrer jagt tatsächlich die Treppe runter. Und weil ein Unheil selten alleine kommt, tritt in eben diesem Moment die 82jährige aus einer Tür, wird von dem Skifahrer erfaßt, zu Boden gerempelt und ziemlich schwer verletzt. Die beiden Jungen leisten erste Hilfe soweit sie können und kümmern sich um einen Rettungswagen . Die verletzte Frau wird zügig abtransportiert. Alles soll wieder gut werden.
Am Vormittag drauf machen sich die beiden jungen Männer auf in die Klinik, um sich bei der alten Dame für ihren Übermut zu entschuldigen. Aber sie finden sie nicht. Auch nicht auf Nachfrage. Völlig ratlos verlassen sie die Klinik. Dabei begegnen sie per Zufall jenem Rettungssanitäter, der am Vortag die Dame abgeholt hatte.
„Ach ja“, sagt er, „ich erinnere mich“. Und: „Also das war so. Der Notarzt hat die Frau gefragt, was ihr denn passiert sei. Und als sie ihm wahrheitsgemäß erzählte, dass sie in ihrer Wohnung von einem Skifahrer umgefahren worden ist, hat der Arzt ihre Verlegung beauftragt. Die Frau liegt jetzt in der Klapse – äh in der Psychiatrischen Klinik in P“.

10.06.2010

Werfen mit Nebelgranaten



Na so ein Salat. Da will die Bundesbahn schnell mal einige Milliarden Steuergelder verbuddeln und der deutsche (hier Stuttgarter) Michel spielt nicht mit, mehr noch, er stellt sich gegen das Projekt, so zahlreich und heftig wie lange nicht mehr. Da schickt Herr Mappus seine uniformierten Kloppertruppen los und lässt die ProtesterInnen mit Pfefferspray und Tränengas beschießen und natürlich auch verprügeln. Ergebnis: Die Proteste gehen weiter.
Also wechselt die Regierung das Thema. "Der Südflügel des Stuttgarter Bahnhofs wird vorerst nicht abgerissen. - Weitere Baumfällungen im Schloßgarten wird es in nächster Zeit nicht geben (und wenn, dann nicht vor Abschluß der Vegetationsperiode 2011). So was nennen die Regierenden vom BaWü Zugeständnisse an die Protestierenden. Ich kann mir vorstellen, wie die Politiker sich hinter der Bühne sich ins Fäustchen lachen. Die Bauarbeiten tatsächlich gehen weiter. Soweit ist nämlich längst Baufreiheit für "Stuttgart 21" geschaffen. Und so handelt es sich bei dem Angebot um nichts weiter als um den Wurf mindestens einer Nebelgranate und um eine leicht durchschaubare Verschleppungstaktik.
Lasst keine Luft ran, ihr Gegner von "Stuttgart 21" und vor allem, lasst euch nicht verblöden von Mappus!


*

Und lasst euch nicht verblöden durch Nachrichten, die das öffentlich-rechtliche Fernsehen verbreitet. Zwei Tage lang melden die nämlich unter der Überschrift "Höhere Honorare für Kassenärzte", dass die rund 150 000 Kassenärzte ab 2011 deutlich höhere Honorare erzielen werden. Gesamtwert der Aktion für die notleidenden Medizinmänner: rund 1 Milliarde Euro.
Was macht das eigentlich pro Kassenarzt-Kopf? Schon mal nachgerechnet? 2 Milliarden wollten die Peffersäcke in Weiss
eigentlich haben. Und das bei einem 2,5 Milliarden-Defizit bei den Krankenkassen. Nun interessierte mich eigentlich, was unser vietnamesischer Gemüsehändler Dr. Philipp Rösler zu dieser eindeutigen Mauschelei mit den Ärzelobbyisten sagt. Ich vermute nix.

10.02.2010

Neues aus dem Blätterwald

Das vermeldet die "Sächsische Zeitung" Dresden vor drei Tagen. Die Grundlage des Beitrages wurde abgeschrieben von dpa/dpda. Isses hübsch? Und doch bloß Manipulation, denn die Kanzlerin hat korrekt gesagt eine Mietrechtsnovelle angekündigt, in der die "neuen Vorteile" für die Hausbesitzer festgeschrieben sind und die hanebüchenen Nachteile für die Mieter. Aber vielleicht geht es auch gar nicht um die Hausbesitzer, sondern eher um die Dämmstoffindustrie, einer der rabiatesten Lobbyistenvereinigung Deutschlands.


9.14.2010

Hattu ma 40 Milliarden?

Collage: leckfrosch

Da kommen die Zocker-Zausel der deutschen Bankenwelt vor Lachen nicht in den Schlaf. Die Hypo-Real Estate, die vergesellschaftete Bad-Bank, braucht wieder mal 40 Milliarden Euro Stützungsgeld. Ich vermute mal, Ackermann hat seine Fernbedienung gezückt und die Kanzlerin zum Abnicken gedrückt. Dreimal dürfen wir raten, wem dafür in die Tasche gegriffen werden wird. Ich war heute beim Urologen zu einem Teil-Checkup. Der hat mir zunächst mal die obligatorischen 10 Euro "Eintrittsgeld" abgeknöpft, mir dann den Finger in den Hintern gesteckt, um die Prostata abzutasten. Danach richtet er sich auf und spricht: So, und dafür bekomme ich noch mal 5 Euro Vergnügungsteuer. Unser vietnamesischer Gemüsehändler, Verzeihung Gesundheitsminister, will das so.

9.10.2010

Lose Gedanken gegen Gedankenlosigkeit

Die Medien können das propagandistische Wasser nicht mehr halten: Eine Umfrage habe ergeben, dass 18 Prozent aller Deutschen mit den Aussagen Sarrazins übereinstimmten. Dazu möchte ich zwei Gedanken anmerken. Für das Land sind 18 Prozent noch immer eine Minderheit, für die etablierten Parteien allerdings eine existenzgefährdende Größe. Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass sowas wie Sarrazin auch nur annähernd die Größe eines neuen "Führerleins" haben könnte, mag sich die hoffnungslos zerstrittene Rechte in Deutschland, so eine Figur auch dringendst wünschen. Andererseits, am 14. September 1930 erreichte die NSDAP bei den Reichstagswahlen 18,3 % Stimmen. Gut aber auch, dass ich weiß, dass wir am 14. September nirgendwo wählen.
Also worum geht es eigentlich beim Sturm im mainstreammedialen Wasserglas?
Es geht um eines der vielen Vorgeplänkel, die der Schlacht um den Endsieg für die Rettung des Abendlandes voranzugehen pflegen und dafür hat Sarrazin einen unbezahlbaren Beitrag geleistet und leistet ihn noch. Also jetzt geht es darum, jene festzulegen, die am kommenden Niedergang Deutschlands schuld sein müssen. Das sind vor allem nicht die politische Klasse Deutschlands, das gierige Finanzkapital, die noch maßloseren Großkonzerne, sondern zunächst die Ausländer. "Er hat es mit den Ausländern, besonders mit den Arabern und Türken, denen er vorwirft, Kinder am Fließband zu werfen, vor allem Kopftuchmädchen, und Germanien den Abstieg zu bereiten. Diese Fünfte Kolonne aus Taugenichtsen beutet schamlos das Sozialsystem aus. Schlimmer noch, sie islamisiert Deutschland, und bald wird das bemerkenswert leistungsstarke Land unter Null sein, auf den Grund gezogen von diesen ungebildeten Horden mit beschränkter Intelligenz", schreibt Hamid Skif in einem Beitrag auf "SteinbergRecherche" .
Wahlweise wissen wir aus unserer Geschichte, dass es mal die Juden, die Roten, die Schwulen, oder die englischen Plutokraten waren oder wahlweise alle zusammen. Hinzufügen könnte man schon jetzt prophylaktisch die Einheimischen Plünderer des Sozialsystems. Aber darum geht es wohl ernsthaft in einer der nächsten Runde.

9.09.2010

PS.: Ich war schon runter vom Blog, da ist mir eine hypothetische Frage durch den Kopf gegangen: Kann man einen der genannten drei Brunnenvergifter eigentlich erschiessen, um Schaden abzuwenden vom friedlichen Zusammenleben der Völker und der Religionen?
Können kann man schon, nur . . . erschösse man Mohammed, müsste man auch die anderen Religionen abknallen - gerechterweise und verdientermaßen. Und Westergard, der Künstler frei vom Geist mit Medienpreis? Lohnt sich rein waffentechnisch nicht (wer sprengt schon eine Fliege in die Luft?).
Bleibt die Bundeskanzlerin? Also ich würde es nicht tun, denn noch mehr als das Strafgesetz fürchte ich, dass man Alice Schwarzer oder Reiner Brüderle auf mich ansetzt, um mich zu bekehren.