5.18.2015

Wenn der Staat die Gewerkschaft GdL ruinieren will

Im Net stand das Vorhaben, eine Petition gegen die Pläne des Staates, der Gewerkschaft der Lokführer ihr Recht Streiks zu organisieren entziehen zu wollen.  Das wäre nichts anderes als die praktische Vernichtung diese Gewerkschaft. Die Petition gegen diesen Sozialverrat, insbesondere der SPD, habe ich freilich unterschrieben. Heute kam von  den Organisatoren der Petition diese Mail. Gibt es dem einen oder anderen von euch nicht auch zu denken?

10.000 erreicht ! Petition wird eingereicht - Der Kampf geht weiter !



Dr. Rolf Geffken
18. Mai 2015 — Liebe PetentInnen,

wir haben unser zwischenzeitlich gestecktes Ziel von über 10.000 Unterschriften erreicht ! Die Petition wird nunmehr eingereicht. Unser Anliegen ist damit noch nicht beendet. Zwar wurde der Streik der GdL beendet, doch die Ziele der GdL sind nicht erreicht und vermutlich wird es zu weiteren Streiks kommen müssen. Dabei geht es der GdL nicht mehr allein um ihre ursprünglichen Forderungen sondern schlicht um ihre Existenz als Gewerkschaft. Sollte am 22.5.2015 das Tarifeinheitsgesetz den Bundestag passieren, ist die Existenz der GdL auch von Seiten der Politik bedroht. Dieses Gesetz wird zwar aller Voraussicht nach für verfassungswidrig erklärt werden, aber ein solches Verfahren kann dauern. Not tut nun eine dauerhafte Solidarität mit der GdL und ihrem berechtigten Anliegen der Verteidigung des Streikrechts und der Koalitionsfreiheit.
Es besteht weiter die Möglichkeit, mit dem Initiator der Petition Verbindung aufzunehmen und sich zu vernetzen: www.DrGeffken.de ;


Ich danke allen UnterstützerInnen.

Soldarische Grüße
Dr. Rolf Geffken

5.17.2015

Schutz der Grenzen kaputtgespart, Bürger kümmern sich

Da veröffentlicht die FAZ am 14. Mai einen Beitrag von Stefan Locke über den Osten Deutschlands, genauer über die Bundesländer die an den Grenzen zu Polen (und Tschechien) liegen. Er führt ein in seinen Beitrag mit den Worten: „Einbruch und Diebbstahl nehmen an Deutschlands Ostgrenze weiter zu. Doch die Polizei zieht sich schleichend zurück. Anwohner laufen selbst Streife. Und ein CDU-Mann stellt gleich das ganze Schengen-Abkommen in Frage“.
Dazu beschreibt er als Beispiel den Überfall polnischer Diebe auf eine Autowerkstatt in Rothenburg (Landkreis Görlitz) Sie haben die Werkstatt aufgebrochen, teilweise zerstört und geklaut, was sich für sie lohnte. Die Schäden durch Diebstähle liegt allein bei 10.000 Euro, die Zerstörungsschäden sind noch nicht ganz ermittelt. Eine Umfrage der Handwerkskammer Sachsens habe ergeben, das die Schäden durch Kriminalität im Landkreis Görlitz doppelt so hoch so sind wie in benachbarten (deutschen) Regionen.
Nur einen Tag später findet man in der Sächsischen Zeitung Zittau (gehört zum Landkreis Görlitz) weitere beeindruckende Beispiele: „Diesmal schießt der Dieb“. In Ostritz klauen junge Polen Kupferrohre, die sie einfach aus einem Leitungssystem geschnitten haben und versuchen über die einzige Brücke in der Nähe mit dem Diebesgut nach Polen zu flüchten. Der Bestohlene versucht, die drei jungen Männer auf der Brücke zu stoppen. Es gelingt ihn aber nicht, weil einer von dreien auf ihn schießt, aber – Gott sei Dank – verfehlt. An vielen Stellen der deutsch-polnischen und der deutsch-tschechischen Grenzen sind in den vergangenen Jahren Brücken abgerissen worden. Das geht aber in Ostritz nicht, denn der Bahnhof der Ostritzer liegt auf der polnischen Seite und die Brücke ist der Zugang zum Bahnhof.
Nächster Fall in der Ausgabe vom 15.05: „Mit Drogen und Waffen unterwegs“. Marihuana, ein Drogenbesteck, vier Tütchen mit einer weißen kristallinen Substanz, eine Luftdruckwaffe samt Munition, alles das finden Beamte der Bundespolizei bei einem Tschechen der aus Polen nach Deutschland einreist, um nach Tschechien zu kommen.
Zurück zur Ostritzer Brücke. Thomas Christmann, Redakteur der Lokalausgabe der „SZ“ kommentiert das Ganze: „ . . . Jedoch dient die Brücke den Dieben als einziger trockener Transport- und Fluchtweg. Und den nutzen sie seit längerem regelmäßig. Schon länger haben einige Bürger genug von den Einbrüchen und Diebstählen, bewachen als Initative „Sicheres Ostritz“ den Übergang auf deutscher Seite. . .“.
Die Ostritzer Initiative kann sehr wohl Einzelfälle verhindern, nicht aber die allgemeine Entwicklung: Sachsen Kriminalstatistik weist für 2014 abermals eine wachsende Zahl von Straftaten im Grenzbereich auf. Allein an der Grenze zu Polen stieg die Zahl der Fälle im Vergleich mit 2013 um rund elf Prozent.
Und weiter heißt es im FAZ-Beitrag: „Und die Polizei? „Sie ist viel weniger zu sehen als früher“, sagt Bernd Seidel, der überfallene Werkstattbesitzer aus Rothenburg. „Früher, das war vor 2004, als es noch Grenzkontrollen gab und Bundesgrenzschutz und Zoll noch Streife fuhren. Das alles gibt es heute nicht mehr“. Eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Andre Hahn von der Linkspartei brachte dazu Klarheit. 

Kurz vor der Neuorganisation  des Grenzschutzes  zur Bundespolizei machten die BGSer noch die Grenze zu den Nachbarländern dicht (hier die Grenze zu CSR. Vier Wochen später wurden alle Grenzübergänge freigegeben, in diesem Fall 50 Meter entfernt. (Foto: Juza)
Von den 2526 Stellen, welche die Bundespolizei vor ihrer Neuorganisation 2008 in Sachsen hatte, sind heute 1448 übrig. Hinzu kommt, das allein in Sachsen 67 Beamtenstellen nicht besetzt sind und wohl auch nicht besetzt werden, denn der Staat will weiter sparen.

Sachsens Innenminister Ulkig hält einerseits nix von solchen Bürgerinitiativen wie „Sicheres Ostritz“. Der Staat allein habe das Gewaltmonopol. Er meint, die jüngsten Polizeiverträge mit der Tschechischen und der Polnischen Republik brächten mehr Sicherheit. Demnach (nach den Verträgen) dürfen Polizisten nun mutmaßliche Täter über die Grenze hinweg verfolgen und festnehmen. Bis Oktober diesen Jahres will Ulkig 30 zusätzliche Beamte an die Grenze verlegen. Die „SZ“ Dresden schreibt dazu: „Der jahrelang von der CDU und ihrem Innenminister Markus Ulb(k)ig betriebene Personalabbau verschärfe (hingegen) die Situation“ in der Oberlausitz zusätzlich. Hinzu kommt der Aufwand, den der Freistaat mit Pegida betreibt. Wie eine kleine Anfrage der Linken in Sachsen Landtag ergab, wurden bei den Aufmärschen von Pegida in Dresden, Leipzig und Chemnitz von Oktober bis April 39.870 Polizisten eingesetzt. Polizisten, die in der Auseinandersetzung mit der Kriminalität in den Grenzregionen natürlich nicht zur Verfügung standen und stehen.

5.15.2015

Stimmt was nicht mit "Topmodel" oder was?

Maik S. und Patrick H. müssen sich vor Gericht verantworten. Vorgeworfen wird ihnen von der Staatsanwaltschaft „gefährliche Körperverletzung“. In einer August-Nacht 2013 tranken zwei Männer im Außenbereich einer Zittauer Gaststätte ihr Bier. Sie waren guter Laune. Ein anderer Mann kam an ihnen vorbei. Den „bespaßten“ die beiden Männer. „Du siehst ja aus wie Bruce Darnell“ (TV-Star u.a. bei „Germans next Topmodel“), soll der als Zeuge geladene S. zu ihm gesagt haben. Der so angegesprochene Mann hätte sich wohl darüber geärgert, sei in die Gastätte rein und mit zwei Freunden und einer Bierflasche in der Hand wieder rausgekommen. Mit der Bierflasche habe er ihm gegen den Kopf geschlagen. Er ging mit abgebrochenen Zähnen und Glascherben im Mund und Schnittverletzungen am Kopf zu Boden, wo er dann noch mit einem Spray (vermutlich Pfefferspray) „bearbeitet“ wurde. Auch sein Kumpel wurde mit dem Pfefferspray bearbeitet, an den Füßen 15 m weit über den Boden geschleift.
Beide Beschuldigte verweigern in der Verhandlung die Aussage zu den Tatvorwürfen.
Der Geschädigte M. wiederholt vor Gericht die Tatablauf-Schilderung. Und er erkennt in Patrik den Mann wieder, der ihn damals so schwer verletzt hatte. Den ebenfalls auf der Anklagebank sitzenden Maik S. kennt er nicht.
Der zweite Geschädigte bestätigt die Tatablauf-Schilderungen, erkennt ebenfalls Patrick H. als Täter wieder, auch nicht aber Maik S.
Staatsanwaltschaft, Richter und Verteidiger einigen sich : Der Beschuldigte Maik S. wird freigesprochen, die Verhandlungskosten trägt die Staatskasse.

Der Beschuldigte Patrick H. - der im Bundeszentralregister schon drei Einträge hat (unter anderem wegen Körperverletzung) – dagegen wird zu einem Jahr Haft, ausgesetzt auf vier Jahre Bewährung und zu den Kosten des Verfahrens verurteilt. Außerdem muss er binnen zweier Jahre 1000 Euro Schmerzensgeld an den von ihm mit der Bierflasche geschlagenen Opfer zahlen.   

Und dann das noch. . . . !

5.08.2015

Bevor die Russen kommen!

Heute ist für mich ein großer Tag. Wir wurden vor 70 Jahren vom deutschen Faschismus befreit. Allein 27 Millionen Sowjetbürger wurden dafür von den Faschisten und deren Verbündeten ermordet.
Tragischer ging es nicht. Ich verneige mich heute erneut vor diesen Menschen.

Und ich zitiere aus einer Notiz der deutschen Führung für den Herrn Reichsaußenminister:
Der gegenwärtige Krieg ist auch ein Krieg um die Einheit und Freiheit Europas. Seine Ziele sind:
Herstellung cines dauerhaften, gesicherten Friedens für die europäischen Länder. Sicherheit gegen wirtschaftliche Erdrosselung und raumfremde Einmischung Englands und der Vereinigten Staaten. Europa den Europäern.
Gemeinsame europäische Lösung des bolschewistischen Problems. Ohne die Vernichtung des Bolschewismus keine Freiheit und Sicherheit für Europa. Gemeinsame Zurückgewinnung und Erschließung jener Räume, die bisher von dem Bolschewismus zu rein destruktiven Zwecken
gegen Europa organisiert wurden, zum Wohl ganz Europas.




An dieser Haltung hat sich bis heute nichts geändert in Deutschland, ausser das wir heute auf die Unterstützung durch die Amerikaner und Engländer setzen. Wir können halt nicht schon wieder versuchen Russland platt zu machen, ohne dass wir endlich erfolgreich gegen die Russen sein werden. Außerdem sind wir noch nicht so weit. Wir müssen die Russen für das eigene Volk erst mal wieder zu den Teufeln machen, damit unser künftiger Krieg gegen Putin als völlig gerecht aufgefasst wird.
Wir - dass versprechen wir - lassen nichts aus, um das deutsche Volk wieder geschlossen für unseren harten Kampf gegen die Russen gewinnen  zu können. Die Medien helfen uns.

5.06.2015

Wisst ihr, worum es geht mit Skandinavien?

Dass die Schweden schon immer den von den "Russen" Bedrohten spielten und spielen, ist bekannt. Jetzt spielen auch die Finnen mit. Sie haben angeblich in einem Fjord ein russisches U-Boot entdeckt und es mit Wasserbomben zur zerstören versucht (Ist weniger als eine Woche her). Ergebnis Null. Das heisst, in den nächsten Tagen/Wochen wird das russische U-Boot vermutlich in einem anderem Hafen auftauchen - oder eben in Schweden.  Und wer verbreitet die unglaublich wahren Geschichten? Natürlich der "Spiegel". (schon gekündigt?). Einen interessanten Kurzbeitrag hat Matthias Broeckers dazu geschrieben.
Lesen und sich eine Meinung bilden bitte.



6
May, 2015

Täuschung – Die Methode Reagan

categories Uncategorized    
“Mysteriöse Objekte vor den Küsten, Flugzeuge über den Ländern, Provokationen aus Moskau”.. so  SpOn über Skandinaviens Angst vor Russland in einer weiteren Folge der Seifenoper von Putin dem Schrecklichen. Bevor wir jetzt mit den Schweden, Norwegern und Finnen ins Schlottern geraten, schauen wir uns lieber einen Film an, der gestern auf “arte” lief und in dem in dem der  Dokumentarfilmer Dirk Pohlmann (hier ein Interview mit ihm) darüber berichtet wie Schweden in den 70er Jahren schon einmal vor der “russischen Aggression” in Schrecken versetzt wurde. Damals war der schwedische Präsident Olof Palme dabei mit der Sowjetunion Friedens,- und Wirtschaftsverhandlungen zu führen, was USA und NATO verhindern wollten – mit Flugzeugen,  “mysteriösen Objekten”  vor den Küsten und Fake-U-Booten.

Zeitungen sind Scheisse, also bezahlen wir Scheisse


Dresden. Sachsens Polizei bereitet sich auf die Ankunft eines russischen Motorradclubs vor. Die ,,Nachtwölfe“ wollen am morgigen Donnerstag Torgau ansteuern. Der Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA), Tom Bernhardt, sagte nach einer Beratung von Polizei und Ordnungsbehörden gestern: ,Die Dienststellen sind darauf vorbereitet.“
Wie viele ,,Nachtwölfe“ auf ihren Maschinen durch Sachsen rollen, ist unklar. Am Montag hatten vier Sympathisanten des kremlnahen Clubs anlässlich des 70. Jahrestages des Kriegsendes die KZ-Gedenkstätte im bayrischen Dachau besucht. Drei führenden Mitgliedern ist allerdings am Flughafen Berlin-Schönefeld die Einreise nach Deutschland verweigert worden. LKA-Sprecher Bernardt sagte, die Route der ,,Nachtwölfe' sei noch nicht bekannt. Eine Möglichheit ist nach seinen Worten, dass Biker aus Tschechien einreisen. Es sei aber auch möglich, dass Anhänger des Clubs aus Polen oder Bayern nach Sachsen kommen. Die polizeiliche Verantwortung liege in bei den Direktionen, durch
deren Gebiet die Biker fahren. Dann übernehme die Polizeidirektion Leipzig, die für Torgau verantwortlich sei. Lokale Ordnungsbehörden könnten Auflagen - etwa das Verbot von Fahnen oder Kutten - verhängen. Die russischen "Nachtwölfe" nennen ihre Fahrt ,,Siegestour“. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges trafen sich sowjetische und amerikanische Truppen an der Elbe bei Torgau. Einen Tag danach, am 26. April 1945, inszenierten beide Seiten die Begegnung für die Kameras auf einer zerstörten Brücke. (SZ/ale)

Dieser "Zweitaufmacher" war heute auf der SZ Dresden zu entdecken. Thematisch ist es minus 6, journalistisch befehlsgerechter Dünnschiss. Auch wenn ich bissel gebastelt und das ganze sozusagen auf meine Weise noch ein verdummt habe, bleibt die Frage: Was will diese Zeitung seinen Lesern mit dieser . . . ..  eigentlich sagen? Haben die sowjetischen Truppen, gemeinsam mit ihren damaligen Verbündeten (und heutigen Feinden)den II. Weltkrieg gewonnen und beendet? Sicher.
Dürfen die Russen als Nachfolger der Sowjets, diesen Jahrestag (70.) feiern. Sehr wohl. Aber wer hat was dagegen. Die neuen deutschen Faschisten?
Wird wohl so sein!

5.05.2015

ABRISSBIRNE

Ich meine, die Welt wird immer irrer. Und vorneweg ist immer die BILD-Zeitung. Die wirbt jetzt mit einem Video in eigener Sache. Gucken und Prost! Ist nur im Suff zu ertragen.


5.04.2015

FRIEDLICHE KONFLIKTLÖSUNGEN FÖRDERN ODER: STAND FIRM, GDL!

Originalfoto: Nicolas17/Wikipedia 

Lesen und beten wir gemeinsam. “Bahn-Vorstände verdoppeln ihre Erfolgsprämien”, schreibt das Handelsblatt, einer der kleineren Lautsprecher des Kapitals. Die Tagesschau hat die übliche Hetze und die gewohnten Sprechblasen der üblichen Verdächtigen zusammengefasst: “volkswirtschaftlichen Folgeschäden” und ähnlicher Quatsch. Vernünftige Menschen lesen Rico Grimm auf Krautreporter: “Durchhalten, Bahn, Bürger, GDL! Dieser Streik ist der wichtigste der Berliner Republik”. Sowie Tom Strohschneider im Neuen Deutschland: “Danke, GDL” – “warum die Lokführer in Wahrheit für uns alle kämpfen”. Ich finde das, was uns die Medien zur Zeit über den GdL-Streik anbieten, pädagogisch wertvoll. Jeder entlarvt sich selbst. Man sieht gleich, wer ideologisch von Kapital korrumpiert worden ist oder meint, wenn man den Herrschenden nach dem Mund redete, spränge doch irgendwann ein Job als Pressesprecher eines “Volkswirtschaftlers” heraus. Rico Grimm schreibt ganz richtig: Denn am 10. Juli soll ein Gesetz den Bundesrat passieren, durch das nur noch die größte Gewerkschaft Abschlüsse aushandeln darf, wobei Einigungen, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber vorher treffen, bestehen bleiben. Die Bundesregerung will damit “friedliche Konfliktlösungen” fördern. Für Weselsky ist dieses Gesetz “ein Angriff auf die Gewerkschaftsbewegung”. Damit sollen jene Gewerkschaften beerdigt werden, die “noch Kraft entfalten können und das auch wollen”. Noch mal zum Mitschreiben: Der größte Angriff auf die Rechte der Arbeiterklasse, sich zu organisieren, führt nicht zu einem Generalstreik? Nein? Die Gewerkschaftsbonzen tun nichts? Ganz Deutschland ist für “friedliche Konfliktlösungen” und Tarif”partnerschaft” zwischen Arbeit und Kapital? Nein! Eine kleine Gewerkschaft unbeugsamer Lokführer usw. Wer es in verschwurbeltem Deutsch mag, lese den Artikel in der ak vom November 2914, der immer noch erstaunlich aktuell ist: “Der Arbeitskonflikt zwischen GDL und Deutscher Bahn soll entpolitisiert und ein Gewerkschaftsrepräsentant demontiert werden”. Übrigens: Während eines Streiks kann man auch alternative Transportmittel benutzen. Quelle: http://www.burks.de/burksblog/

5.03.2015

Geschichten, die das Leben schreibt

Ich habe zur Zeit Schwierigkeiten mit der rechten Hand. Es gibt beinahe täglich Phasen, da kann ich nicht mehr schreiben oder nur sehr schlecht. Natürlich möchte ich das nicht einfach so hinnehmen. Und so ließ ich mich von meinen ehemaligen Hausarzt und heutigen Rentner beraten. "Besorg dir ein Tensgerät. Ich schreibe dir bis morgen einen Behandlungsplan dazu, wie oft täglich, mit welcher Intensität und wie lange pro Sitzung du deine Hand und deinen Arm elektrischen Impulsen aussetzen musst, damit die Hand zumindest wieder funktionsfähig wird." Gut, ich wollte mir ein Tensgerät bestellen und bin durchs Internet gegeistert. Ich stieß auf einen Seite, deren Inhaber zwar keine verkaufte, aber mit solchen Geräten an seinen Patienten arbeitet. Im Einführungstext beschrieb der Mediziner, dass das medizinische Gerät schon in den frühen 50er Jahren in der Sowjetunion erfunden wurde. Aha, dachte ich, schon wieder die . . . Weil ich mich natürlich in diesem Zusammenhang an einen Dok.-Film erinnerte, den ich vor rund nur zwei Jahren gesehen hatte. Da war ein französischer Arzt mitsamt einer seiner Patienten nach Tplissi (Georgien) gefahren war. Grund: Der Patient würde, falls die Georgier nicht helfen könnten, seinen Fuß verlieren. Der war von einem Keim befallen und es gab in Frankreich kein Mittel, diese Infektion zu bekämpfen. Der französische Arzt hatte aber gehört, das es in Tplissi ein ein den 30er-Jahren gegründete Klinik (auf Anweisung Stalins übrigens) gab, die sich intensiv und erfolgreich mit der Bekämpfung solcher Erkrankungen befasste. Das ging in dem Film so: Zwei Krankenschwestern mit je einer 5-Liter-Alu-Kanne in der Hand schlenderten zu dem Fluß, der durch Tplissi fließt. Dort füllten sie ihre Kannen und gingen wieder zurück. Aus dem Wasser wurden alle darin gefundenen Keime isoliert und in Schalen aufgeteilt. Keime aus dem arg angegriffenen Fuß des Franzosen wurde zu den Fluß-Keimen dazugegeben. Und dann wurde gewartet, was zwischen den Keimen passierte. Jedenfalls gab es nach Tagen mindestens einen Fluß-Keim, der dem Keim aus dem Fuß des Mannes den Garaus gemacht hatte. Die georgische Klinik bastelte aus "Modell" eine bestimmte Menge Ampullen, verpackte sie in einem Karton für die Fortsetzung der Behandlung in Frankreich. Ergebnis: ein Vierteljahr später warf der mittelalte Patient den Stützschuh, den er monatelang gebraucht hatte, ins Meer. Als Abschied von der Erkrankung. Ach ja, im letzten Viertel des Films wurde auch ein deutscher Wissenschaftler interviewt, der sich mit der gleichen Problematik beschäftigte. Der antwortete auf eine entsprechende Frage: "Nein, ich forsche jetzt knapp 30 Jahre an dieser Problematik. Es gibt keine zuverlässigen Behandlungsmethoden".

5.02.2015

TTIP ist schon aktiv, ohne beschlossen zu sein

Eigentlich wollte ich mit einer "Fußnote" anfangen. Aber ist es dann, wenn´s ganz oben steht nicht eher ein Kopfnote? Egal. Jedenfalls wurde seinerzeit mit einem Aufwand von sieben Millionen Dollar die "BILD" von der CIA gegründet. Journalisten mussten und müsse vor ihrer Anstellung beim Axel-Springer-Verlag mit ihrer Unterschrift bestätigten, stets positiv über die USA und Israel zu schreiben. Hierfür gebe es eine gesonderte Klausel im Arbeitsvertrag, welche laut einer weiteren Quelle auch die Bedingung beinhaltet, die freie soziale Marktwirtschaft – also mit anderen Worten den Kapitalismus – zu verteidigen. Das bedeutet demnach im Umkehrschluss, dass jedwede Kritik an der US-Welteroberungspolitik oder der Politik Israels von vornherein untersagt wird. Schluss mit lustig! Un das nächste Thema: TTIP. Unterschrieben ist der Vertrag noch nicht, aber er funktioniert gut. Turi2 berichtet: Homeland: Die fünfte Staffel der erfolgreichen US- Thrillerserie mit Claire Danes und Mandy Patinkin wird im Studio Babelsberg gedreht, bestätigt der Sender Showtime. Es ist damit die erste Staffel einer US-Serie überhaupt, die komplett in Deutschland gedreht wird, meldet "theguardian". Und da ist noch was: Google und acht europäische Zeitungshäuser, darunter der Verlag der F.A.Z., haben die „Digital News Initiative“ (DNI) ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um eine Partnerschaft, die „qualitativ hochwertigen Journalismus in Europa durch Technologie und Innovation“ fördern soll. Eine Arbeitsgruppe soll Produkte entwickeln, die der Nachrichtenbranche nutzen. Für Journalisten soll es Weiterbildung zu digitalen Themen geben. Mit einem von Google auf drei Jahre eingebrachten Volumen von 150 Millionen Euro sollen Projekte unterstützt werden. Dazu können Verlage, Online-Anbieter und Start-ups Ideen einbringen – die DNI versteht sich als „offene Initiative“. Sie nimmt von sofort an ihre Arbeit auf. Zu den Gründungspartnern zählen neben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung noch „Les Echos“, „Financial Times“, „The Guardian“, „NRC Media“, „Die Zeit“, „El País“ und „La Stampa“, dazu Branchenverbände wie das European Journalism Centre, das Global Editors Network und die International News Media Association.